Voll ins Schwarze getroffen hat Nissan mit der Kreation eines Nischenmodells zwischen Kombi und SUV: Der Qashqai hat dem japanischen Hersteller in französischer Allianz (mit Renault) zwangfrei – im Hinblick auf Allradantrieb – Pionier-Status im Kompakt-Crossover-Segment eingebracht. Und seit der Premiere im Jahr 2007 mehr als 1,8 Millionen Käufer, davon rund 27.000 in Österreich.
Neuinterpretation
Während des ersten, relativ langen Modellzyklus erfolgte nebst der Kreation einer verlängerten Version namens +2, mit Siebensitz-Option (2008) und dem Einfließen technischer Modifikationen 2012 ein Facelift. Jetzt aber war die Zeit reif für eine komplette Neuinterpretation, die Generation Nummer zwei. Diese stand, wie berichtet, im Herbst 2013 in London im Rampenlicht. In England deshalb, weil der Japaner in Wahrheit längst ein Europäer ist. Nicht alleine aufgrund der Tatsache, dass der neue Qashqai als erster auf der neuen modularen Plattform der Renault-Nissan-Allianz (CMF) steht, sondern auch in Britannien (Cranfield) sowie in Spanien (Barcelona) unter Beteiligung des japanischen Technik-Centers in Atsugi entwickelt wurde. Produziert wird er am Rand des europäischen Raumes, im Werk Sunderland, im Nordosten Englands.
"Car of the Year"
Es sei dahingestellt, ob das einen Einfluss auf die Kür des Nissan-Crossovers zum „Car of the Year“ durch das englische Fachmagazin „What Car?“ hatte. So etwas wie ein wenig Nationalstolz mag wohl mitschwingen, wenn gewürdigt wird, dass „Nissan es geschafft hat, die neue Version in so gut wie jeder Hinsicht noch besser zu machen“.
Um die Vorschuss-Lorbeeren des Titels „Auto des Jahres“ im kompakten Crossover-Segment zu verdienen, hat Nissan für den Neustart und die Erfolgsfortsetzung kaum etwas dem Zufall überlassen. Wie ebenfalls bereits berichtet fährt der Qashqai optisch geschärft und modernisiert – mit unter anderem in die Außenspiegel gewanderten vorderen Blinkern - in die zweite Modellgeneration, selbstbewussst, aber nach wie vor im Rahmen der aktuellen Design-Mode, samt LED-Tagfahrlicht und LED-Heckleuchten (serienmäßig). Im Interieur fallen die neu gestaltete Mittelkonsole und die deutliche Materialaufwertung auf, auch das Detail der elektronischen Parkbremstaste, die den bisherigen konventionellen Hebel einspart und damit mehr Platz (nicht nur für die Ellbogen) schafft. Der etwas größere Kofferraum wartet nun mit doppeltem, auch vertikal teilbarem Ladeboden auf.














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