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Nissan Qashqai neu: Topseller reloaded

Mit dem Qashqai gelang Nissan im Jahr 2007 der ganz große Wurf. Umgehend wurde der fesche Japan-SUV zum wichtigsten Modell der Marke. Nun hat Nissan den Topseller komplett runderneuert.

27.01.2014 | 07:25 | (autonet)

Voll ins Schwarze getroffen hat Nissan mit der Kreation eines Nischenmodells zwischen Kombi und SUV: Der Qashqai hat dem japanischen Hersteller in französischer Allianz (mit Renault) zwangfrei – im Hinblick auf Allradantrieb – Pionier-Status im Kompakt-Crossover-Segment eingebracht. Und seit der Premiere im Jahr 2007 mehr als 1,8 Millionen Käufer, davon rund 27.000 in Österreich.

 

Neuinterpretation

Während des ersten, relativ langen Modellzyklus erfolgte nebst der Kreation einer verlängerten Version namens +2, mit Siebensitz-Option (2008) und dem Einfließen technischer Modifikationen 2012 ein Facelift. Jetzt aber war die Zeit reif für eine komplette Neuinterpretation, die Generation Nummer zwei. Diese stand, wie berichtet, im Herbst 2013 in London im Rampenlicht. In England deshalb, weil der Japaner in Wahrheit längst ein Europäer ist. Nicht alleine aufgrund der Tatsache, dass der neue Qashqai als erster auf der neuen modularen Plattform der Renault-Nissan-Allianz (CMF) steht, sondern auch in Britannien (Cranfield) sowie in Spanien (Barcelona) unter Beteiligung des japanischen Technik-Centers in Atsugi entwickelt wurde. Produziert wird er am Rand des europäischen Raumes, im Werk Sunderland, im Nordosten Englands.

 

"Car of the Year"

Es sei dahingestellt, ob das einen Einfluss auf die Kür des Nissan-Crossovers zum „Car of the Year“ durch das englische Fachmagazin „What Car?“ hatte. So etwas wie ein wenig Nationalstolz mag wohl mitschwingen, wenn gewürdigt wird, dass „Nissan es geschafft hat, die neue Version in so gut wie jeder Hinsicht noch besser zu machen“.

 

 Um die Vorschuss-Lorbeeren des Titels „Auto des Jahres“ im kompakten Crossover-Segment zu verdienen, hat Nissan für den Neustart und die Erfolgsfortsetzung kaum etwas dem Zufall überlassen. Wie ebenfalls bereits berichtet fährt der Qashqai optisch geschärft und modernisiert – mit unter anderem in die Außenspiegel gewanderten vorderen Blinkern - in die zweite Modellgeneration, selbstbewussst, aber nach wie vor im Rahmen der aktuellen Design-Mode, samt LED-Tagfahrlicht und LED-Heckleuchten (serienmäßig). Im Interieur fallen die neu gestaltete Mittelkonsole und die deutliche Materialaufwertung auf, auch das Detail der elektronischen Parkbremstaste, die den bisherigen konventionellen Hebel einspart und damit mehr Platz (nicht nur für die Ellbogen) schafft. Der etwas größere Kofferraum wartet nun mit doppeltem, auch vertikal teilbarem Ladeboden auf.

Nissan Qashqai 2014: Neuer Qashqai Alle 8 Bilder ›

Motorenangebot

An Motoren stehen zum Marktstart der aus der Zusammenarbeit mit Renault stammende 1,2-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner DIG-T (115 PS), sowie die ebenfalls gemeinsam mit dem französischen Partner abgestimmten Diesel – 1,5 dCi (110 PS) und 1,6 dCi (130 PS) zur Verfügung. Der 1,6-Liter-Turbo-Otto mit 140 PS kommt gegen Ende des Jahres 2014 dazu. Als Sparmeister gilt der kleinere Selbstzünder. Er soll mit 3,8 Liter Treibstoff über die 100-Kilometer-Normmix-Runde kommen (CO2: 99 g/km). Das neue CVT-Getriebe Xtronic, das elektronisch sieben Schaltstufen simuliert und damit den Gummiband-Effekt minimieren soll, gibt’s derzeit nur in Kombination mit dem stärkeren Diesel. Angetrieben ist der Qashqai in allen Motorisierungsvarianten grundsätzlich an der Vorderachse. Allrad ist ausschließlich mit 1,6-Liter-Diesel und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe zu haben.

Teils serienmäßig, teils optional ist der Euro-Japaner mit einer geballten Ladung an Elektronik vollgepackt, in Vorbereitung auf vollautomatisches Fahren (erste Modelle ab 2020). Dazu gehört neben einem Bündel an Fahrwerksregelungssystemen, genannt „Chassis Control“ – aktive Motorbremse, Spurkontrolle und Wankausgleich -, ein ausgeklügeltes Sicherheitstechnik-Konvolut, genannt „Safety Shield“, mit autonomem Notbremshelfer, Übermüdungswarner, Verkehrszeichen- und Bewegungserkennung, Spurhalte-, Totwinkel- und Fernlichtassistent. Ergänzt werden kann um Voll-LED-Scheinwerfer, Infotainment-System (NissanConnect) mit Smartphone-Integration und 360-Grad-Rundumkamera plus Monitor samt Einparkassistent.

 

Kein "+2" mehr

Was es nicht mehr geben wird, ist eine +2-Variante. Diese Funktion ist künftig dem größeren Bruder, dem X-Trail vorbehalten. Dessen Premiere ist für kommendes Frühjahr angesagt.

 

Seine optimierten Qualitäten konnte der Euro-Japaner mit dem persischen Namen – Qashqai bezeichnet ein iranisches Nomadenvolk – erstmals in Spanien, im Rahmen einer Testrunde in und rund um die Hauptstadt Madrid, unter Beweis stellen. Wie sich die neuen Sitze, das frisch aufgeräumte und weitgehend knöpferlfreie Interieur, das optimierte Fahrwerk sowie die Lenkung (Modi „Normal“ und „Sport“), die Xtronic, das aufgefüllte Portfolio an Assistenz-Systemen und die nochmals verbesserten Spar-Qualitäten der Antriebe im realistischen Alltag bewähren können, das wird Gegenstand intensiver Tests auf heimischem Terrain sein.

 

Der offizielle Marktstart steht Mitte Februar (14./15. 2.) an. Allerdings: Von den 45, auf 2.700 Stück limitierten „Premier Edition“-Exemplaren – 1,6 dCi 4WD Tekna samt Nummerierungsplakette à 35.590 Euro -, die der Alpenrepublik zugedacht wurden, sind alle bereits verkauft. Die Tarif-Tabelle der Standard-Modelle beginnt bei einem Betrag von 20.990 Euro. Dafür bekommt man den frontgetriebenen 1,2 DIG-T mit 115 PS und manuellem Sechsganggetriebe in der Basis-Ausstattungsstufe „Visia“.

 

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