Zunächst mal herrscht Zuversicht vor, wenn Matthias Limbeck, Chef der Reed Exhibitions Messe Wien und somit Veranstalter, den Stellenwert für die größte Autoschau des Landes für den Standort preist. Und obwohl Dr. Felix Clary als Bundessprecher der Automobilimporteure mit Wehmut darauf hinweist, dass das Autojahr 2013 als zweites Jahr in Folge mit Zulassungsminus beklagt, so räumt KommR Burkhard Ernst als Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel ein, dass man noch immer sehr gut dasteht: 319.035 neuzugelassene PKW im verganenen Jahr sind grundsätzlich kein schlechter Wert. Klar spürbar hingegen, quer durch alle Stände: das Damoklesschwert der noch etwas nebulös daherwabernden, aber sicher kommenden wie ebenso sicher für Autokäufer Mehrkosten bedeutenden NoVa-Neuregelung ab Februar.
Vor allem Hochleistungsfahrzeuge von Premiumherstellern werden so im Anschaffungspreis empfindlich teurer, selbst wenn deren Erzeugnisse sich in Sachen Spritverbrauch, also auch CO2-Verbrauch verhältnismäßig asketisch geben. Dennoch stellen gerade die sporlicheren der neuen Modelle auf der Messe die Publikumsmagneten dar - anschaun kostet ja schließlich noch nix.
Unter den 35 Wiener Österreichpremieren tummeln sich der neue Sport-SUV Porsche Macan ebenso wie der "extended VW Golf" namens Sportsvan, die neuen Ford Mondeo und Ecosport, ein frischer Nissan Qashqai, der brandneue Mercedes-Benz GLA, der nun auch als Coupé auftretende, hochschicke Jaguar F-Type sowie eine Langversion des Luxus-Hochstelzers Range Rover - in der Gattung der Luxusliner längst an klassischen Luxuslimousinen von BMW, Mercedes oder Audi stückzahlenmäßig vorbeigezogen.
Vom im Autowesen derzeit zwangsläufig hippen Grün-Gedanken ist auf der Vienna Autoshow nur am Rande etwas zu bemerken. Entweder, man hat sich an die mannigfachen Hybridmodelle der diversen Hersteller eh schon gewöhnt, oder es herrscht gerade eine Art Verschnaufpause unter den Entwicklern in Sachen Reduzierung vor - auch die nahezu paralell verlaufende NAIAS in Detroit gab sich ja bekanntlich überraschend ungrün in ihrer Message. Gerade mal Nissan präsentiert seinen Diskont-Lader NV200 nun auch als Elektromobil. Klar, dennoch: wenn BMW vor allem offene oder muskelstarke Versionen des neuen 2ers und des neuen 4ers präsentiert, stehen ein paar Meter weiter auch schon der fesche i3 als derzeitige Umwelt-Speerspitze der Marke und der mit spannung erwartete Grün-Supersportler i8 zur wohlfeilen Ansicht.
Für die einzige Weltpremiere der Messe sorgt heuer Seat. Mit der Allrad-Version des Leon ST (autonet berichtete von der Normal-Variante) wird der neue, spanische Mittelklasse-Lader, mit dem man nicht nur dem Konzernbruder Golf Variant heimlich Konkurrenz macht, sondern auch ins Flottensegment einreiten will, erstmals vierradgetrieben auf einer öffentlichen Messe präsentiert.














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