Neues Audi A3 Cabriolet
Der Ingolstädter Dreier hat eine Stoffmütze aufgesetzt bekommen. Auf Knopfdruck kann er sie in 18 Sekunden zusammenfalten.
Komplett ist jetzt das Quartett in Audis 3er-Baureihe, zum Drei- und Fünftürer – in der Nomenklatur der Ringe Sportback genannt – sowie zur Limousine gesellt sich das Cabriolet. Das basiert auf dem Stufenheck-Kandidaten, und damit ist es gegenüber dem Vorgänger kräftig gewachsen. Um fast zwanzig Zentimeter, genau um 183 Millimeter. Mit nunmehr knapp viereinhalb Metern Gesamtlänge rückt es dicht ans A5 Cabriolet heran, es steht 4,421 zu 4,626 Meter.
Diese Streckung, samt einer kleinen Verbreiterung um 28 Millimeter und einer um 15 Millimeter niedrigeren Dachlinie, verleiht dem neuen A3 Cabriolet im Vergleich zum Vorgänger einen entschieden schlankeren Auftritt, mit fesch gelungenem Heck. Den Fond-Passagieren gönnt es deutlich mehr Wohnraum – fixe Schutzbügel sind passée, der Überrollschutz fährt im Falle des Falles automatisch aus - und dem Gepäck passabel Platz, mit mindestens 275 Liter Volumen bei geöffnetem Verdeck. Dieses ist, wie beim Vorläufer, aus Stoff, sitz nahtlos knapp auf dem Leichtbau-Körper (Gewicht: ab 1.345 kg, minus 60 kg), ist 50 Kilo leicht und öffnet sowie schließt flink, vollautomatisch, auf Kopfdruck. Laut Werksangabe in 18 Sekunden. Stehenbleiben muss man dafür nicht, es funktioniert bis zu einem Tempo von 50 km/h in Fahrt.
Um das zu erproben, hatte Audi als Hintergrund-Panorama das mondäne Monte Carlo ausgesucht. Dort passt der aufmachbare Dreier gut hin. Was nicht gepasst hatte, war das Wetter, mit reichlich Regen. Wäre es nur kalt gewesen, hätt’s keine Ausrede gegeben. Die Test-Probanden waren mit optionaler Kopfraumheizung ausgerüstet. Unter Ausnützung aller Luftzug-Abschottungs-Möglichkeiten – Seitenscheiben hochgefahren, Windabweiser aufgestellt, Sitzheizung eingeschaltet und Warmluft-Schal voll aufgedreht – ist der junge Ingolstädter sehr gut tauglich auch für sonnig-kalte Wintertage. Wenn man zu zweit unterwegs ist. Sollten Passagier im, wie ausprobiert, durchaus kommod geräumigen Fond Platz nehmen wollen, muss das Windschott abgebaut und verstaut werden.
Mit seiner geräusch- und winddichten Stoffmütze ist der Viersitzer ohnehin ganzjahrestauglich. Der Dachkonstruktions-Perfektion kann mit dem optionalen Akustik-Dach außerdem noch eins draufgesetzt werden, dann ist bei Standgas weder der Diesel und schon gar nicht der Benziner hörbar. Fast ebenso wenig in Fahrt, bei moderatem oder bei angehobenem Tempo nicht. Sportliches Sound-Design stand wohl nicht auf der Prioritätenliste.
Vorher, Mitte Februar, steht der Marktstart des A3 Cabriolet auf dem Programm. Zu diesem offeriert Audi Austria die beiden bereits genannten Motor-/Getriebe-Versionen. Dazu kommt noch ein 1.4 TFSI mit 140 PS sowie eine 125 PS-Variante, beide händisch geschaltet. In diesen Konfigurationen ist der aufmachbare Ingolstädter ab sofort bestellbar. Abgesehen vom 300-PS-S3 sind für Österreich derzeit weiters geplant: 1.6 TDI mit 105 PS, 2.0 TDI mit S tronic (6 Stufen), auch als quattro.
Preislich startet das A3 Cabriolet bei 31.950 Euro (1.4 TFSI, 125 PS, Ausstattung „Attraction“). Dieser Tarif kann durch die Wahl der höheren Mitgift-Niveaus – „Ambition“ und „Ambiente“ sowie eine Reihe weiterer Optionen angehoben werden. Die Aufpreisliste ist fast ebenso lang wie die des von Audi als einzigen „Kernmitbewerber“ bezeichneten BMW 1er-Cabrios. Sie enthält neben Komfort-, Entertainment- und Optik-Features auch das komplette Angebot an Assistenzsystemen, das Audi derzeit für die Kompakt-Baureihe parat hat: adaptiver Tempomat sowie Helfer & Warner für Spurhalten, Fernlicht, vor Ermüdung etc. Für Österreich steht zur Markteinführung dazu die Sonderversion „Style“ am Start. Da ist die Basisausstattung mit unter anderem Knieairbag durch Xenon Plus-Scheinwerfer, Klimaautomatik, beheizbare Außenspiegel etc. ergänzt.













