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Detroit Messerundgang: Zurück zu alter Größe

Die NAIAS-Motorshow drängt mit vielen Premieren zurück in die erste Liga und pfeift dafür auf grüne Trends

14.01.2014 | 17:31 | (autonet)

Detroit ist wieder da: Den amerikanischen Autokonzernen geht es besser als je zuvor seit der Krise, die Wirtschaftsprognosen sind rosig und selbst die zuletzt arg angegraute Cobo-Hall erstrahlt nach einem 300 Millionen-Dollar-Facelift in neuem Glanz: Die Stadt selbst mag zwar bankrott sein, aber Motor City blüht auf und findet spätestens diese Woche auf der Motorshow zurück zu alter Größe. Das gilt aber nicht nur für das Selbstbewusstsein der Gastgeber und die spektakulären Shows zur Enthüllung der Neuheiten. Sondern das gilt auch für die Autos selbst. Denn die Zeiten, in denen man in Detroit an jeder Ecke über einen Kleinwagen oder das Ladekabel eines Elektroautos gestolpert ist, sind lange vorbei. Ja, der neue Chrysler 200 auf Basis der Alfa Giulietta mag zwar totsterbenslangweilig sein, ist aber für eine Ami-Limousine überraschend handlich. Und unter den riesigen Motorhauben mancher Pick-Ups entdeckt man überraschend kleine Diesel. Doch neue Elektroautos sucht man vergebens und über Hybrid spricht heute fast keiner. Sondern es sind buchstäblich die dicken Dinger, die in diesem Jahr den Ton angeben - allen voran der neue Ford F-150, jener gewaltige Pick-Up, der seit über 30 Jahren die Zulassungsstatistik in Amerika anführt. Und als wäre das noch nicht genug „American Icon", wird seine Weltpremiere flankiert vom ersten Messeauftritt für den neuen Ford Mustang, von der Sportversion der Corvette, die als Z06 jetzt auf 630 PS kommt, von einer giftgrünen Viper auf dem Stand der Chrysler Group und einem ganzen Dutzend neuer Geländewagen und Pick-Ups auf dem Areal von General Motors. Die großen Modelle wie den Chevrolet Tahoe und den Cadillac Escalade kennt man zwar schon aus Los Angeles, aber die kleinen Ableger wie der Chevrolet Colorado sind nagelneu - und nur für die Amerikaner kleine Autos. Bei uns würden diese 5-Meter-Pritschenwagen trotzdem noch jedes Parkhaus sprengen.

Wenig Weltverbesserer

Waren sonst wenigstens die Importeure für das grüne oder zumindest gute Gewissen verantwortlich, halten auch sie sich diesmal ordentlich zurück mit der Weltverbesserei und drücken durch die Bank auf die Tube: Das beste Beispiel ist die spektakuläre Toyota-Studie FT-1, die aussieht wie ein Formel1-Renner mit Straßenzulassung. Der rote Feger stiehlt der blauen Brennstoffzellen-Studie am anderen Ende des riesigen Standes ganz elegant die Schau und liegt voll im Trend. Denn auch überall sonst lassen die Hersteller die Muskeln spielen: Kia mit einem wunderschönen kleinen Sportwagen-Konzept namens GT4 Stinger, Hyundai mit der neuen, ausgesprochen stattlichen Genesis-Limousine für die Serie und Nissan mit einer nicht minder repräsentativen und sportlichen Limousine für die Abteilung „Studien" und die beiden edel-Japaner Infiniti und Lexus mit Sportversionen ihrer Mittelklassebaureihen. Bei der Nissan-Schwester ist das die Limousine Q50, der zum „Eau Rouge"-Konzept wird. Und beim Toyota-Ableger ist es das Coupé RC-F, das mit über 450 PS zum Jahresende gegen den M4 antreten will

Die deutschen Hersteller sind da übrigens keinen Deut besser. Zwar singen sie alle das Hohelied der Effizienz, sparen bei ihren Generationswechseln mal eben ein paar Zentner ein, zeigen ein paar nebensächliche Sparmodelle und etikettieren Studien wie den wunderschönen, kleinen und knackigen Audi Shooting Brake an der Nahtstelle zwischen TT und Q1 als e-quattro mit Plug-In-Technik. Doch im Grunde regieren auch bei ihnen der Spaß am Status und die Lust auf die Leistung. Nicht umsonst sieht die neue C-Klasse außen und mehr noch innen verdächtig nach neuer S-Klasse aus und wird flankiert von einem GLA 45 AMG mit 360 PS sowie einem S 600 mit einem neuen Zwölfzylinder. Aus gutem Grund spricht bei Porsche alles nur vom neuen 911 Targa, der mit seinem innovativen Faltdach und bis zu 400 PS knapp 300 km/h, schafft. Und nicht von ungefähr sind es bei BMW und Mini ebenfalls Sportversionen, die das Rampenlicht bündeln: Die Konzernmutter zeigt schließlich M3 und M4 mit 431 PS, und die Tochter macht Lust auf den neuen Mini John Cooper Works.

Offroad-Beetle

Die deutschen Hersteller sind da übrigens keinen Deut besser. Zwar singen sie alle das Hohelied der Effizienz, sparen bei ihren Generationswechseln mal eben ein paar Zentner ein, zeigen ein paar nebensächliche Sparmodelle und etikettieren Studien wie den wunderschönen, kleinen und knackigen Audi Shooting Brake an der Nahtstelle zwischen TT und Q1 als e-quattro mit Plug-In-Technik. Doch im Grunde regieren auch bei ihnen der Spaß am Status und die Lust auf die Leistung. Nicht umsonst sieht die neue C-Klasse außen und mehr noch innen verdächtig nach neuer S-Klasse aus und wird flankiert von einem GLA 45 AMG mit 360 PS sowie einem S 600 mit einem neuen Zwölfzylinder. Aus gutem Grund spricht bei Porsche alles nur vom neuen 911 Targa, der mit seinem innovativen Faltdach und bis zu 400 PS knapp 300 km/h, schafft. Und nicht von ungefähr sind es bei BMW und Mini ebenfalls Sportversionen, die das Rampenlicht bündeln: Die Konzernmutter zeigt schließlich M3 und M4 mit 431 PS, und die Tochter macht Lust auf den neuen Mini John Cooper Works.

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