Den Grundstein zum Siegeszug auf dem europäischen Markt legte Mazda bereits im Spätsommer des Jahres 1963. Auf der Tokyo-Motorshow zeigte Mazda den "Luce". Mit dem neuen Modell bot Mazda eine elegante, mit luftige-leichten Linien versehene Limousine als Alternative zu den klassischen europäischen Konkurrenz-Modellen. Zuerst als extravagantes Concept-Car aus einer Kooperation mit dem italienischen Stardesigner Bertone, wenig später aber auch als erfolgreiches Serienmodell. Die große Begeisterung für den Luce beflügelte die japanische Marke. Aufbruchsstimmung vermittelte in weiterer Folge dann im März 1973 der Mazda 616. Mit dem schwungvoll gezeichneten Viertürer und einer sportlichen Coupé-Variante feierte Mazda damit seinen Start auf dem europäischen Markt. Schon damals punktete Mazda bei diversen Vergleichstests mit üppiger Serienausstattung und moderaten Preisen.
Der erste "Deutsche aus Japan"
Zur treibenden Kraft im Mazda Modellprogramm wurde im Jahr 1978 dann der erste Mazda 626. Als viertürige Familienlimousine und als elegantes Coupé kämpfte er um die Krone des Klassenprimus, wozu die wieder europäisch inspirierten Designlinien beitrugen. In den Medien wurde der Mazda 626 gerne als "Der Deutsche aus Japan" geadelt, da er im Vergleich zu den damals üblichen Neuwagen-Mätzchen – man kam als Neuwagen Kunde stets nach ein paar Tagen zurück zum Händler um diverse Kleinigkeiten nachbessern zu lassen – keinerlei Mängel hatte und es für die Händlerschaft eine neue Erfahrung war, den Neuwagenkunden erst beim ersten Service wieder in der Werkstatt zu sehen. Diese Tradition hielt die japanische Marke hoch und ist seit Jahrzehnten immer unter den Top-Platzierten Marken, was Verlässlichkeit, Haltbarkeit und Wiederverkauf betrifft. Mit der neuen Kodo-Designsprache, die erstmals beim neuen Mazda6 zu sehen war, packte Mazda all diese traditionellen Werte in ein völlig neues und atemberaubendes Design-Konzept. Und dem Mazda6 folgt seit Herbst 2013 auch der neue Mazda3, der nun mehr denn je Kurs auf die Golf-Klasse nimmt und den Deutschen Konkurrenten künftig kräftig einheizen will.
Auf Golf-Jagd
Ob der Mazda3 dem Golf das Wasser zu reichen vermag, soll der Testwagen in der Version Sport 165 Revolution unter Beweis stellen, den wir in klassischem Rubinrot-Metallic ausfassten. Ganz klare Statements gibt der neue Mazda3 jedenfalls optisch ab: Schnittig, kantig, scharf und mit Mut zu Dynamik: Das Design des neuen Mazda3 gefällt allerseits auf den ersten Blick. Ein Eyecatcher ist die chromblitzende Kühlerspange, die sich bis in die Frontscheinwerfer zieht und die Schnauze mit markanter Sportlichkeit betont. Apropos Schnauze: Hier ist der neue Mazda3 in allerbester Gesellschaft, denn er macht hier eindeutig auf Coupé! Im Stile legendärer Sport-Coupés verfügt der 3er über eine lange Motorhaube, die nahtlos beschwingt in eine fließende – hier ist es wieder, das Kodo-Design – Seitenansicht übergeht. Das Heck ist knackig, rundlich und wirkt trotz kompakten Abmessungen durchaus selbstbewusst. Der Testwagen im „Revolution“-Trim steht flach und gestreckt auf 18-Zöllern. Die Eckdaten untermauern den optisch-dynamischen Eindruck: Im Vergleich zum Vorgängermodell ist der neue japanische Golf-Konkurrent um 10 mm kürzer, dafür um 40 mm breiter und um 15 mm flacher. Dennoch wuchs der Radstand um 60 mm, wodurch die Überhänge merklich kürzer ausfallen. Das maximale Ladevolumen des Fünftürers liegt bei 1.263 l mit umgeklappten Rücksitzen. Praktisch dabei: Beim Umlegen der zweiten Sitzreihe wurde die Kante von rund einem Zentimeter Höhe beseitigt, man ladet somit auf einer Ebene bis an die Vordersitze durch.





