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autonet.at

VW Golf Blue-e-motion: Golf-Strom

Jetzt geht es um die Klärung offener Fragen. 2014 kommt der E-Golf auf den Markt.

zur FotoshowVolkswagen
115 PS Spitzenleistung und mit gutem Energiemanagement bis zu 150 Kilometer Reichweite - daran arbeiten die Entwickler des rein elektrisch angetriebenen VW Golf im Moment. 
Beim Thema Hybridantrieb mussten sich die deutschen Hersteller den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die Entwicklung deutlich verschlafen haben. Vor allem die japanischen Hersteller dürften sich kräftig ins Fäustchen gelacht haben. Beim Elektroantrieb scheinen nun wieder die Techniker aus Fernost die Nase vorne zu haben. Untätigkeit kann man dieses Mal den deutschen Autofirmen nicht vorwerfen. Der Serieneinsatz lässt zwar noch etwas auf sich warten, wohin die Richtung gehen wird, hat Volkswagen aber nun mit dem Golf Blue-e-motion gezeigt. Noch im Gewand des aktuellen Golf VI durfte autonet.at eine erste Ausfahrt im rein elektrisch angetriebenen Golf zurücklegen.

Kleine Abweichungen von der Norm
Von einem Versuchsträger ist da weit und breit keine Spur. Die Techniker haben ihr Handwerk gründlich erledigt. Da ist kein ausgebeinter Innenraum zu sehen, aus dessen Armaturenbrett eine Vielzahl von Kabeln und Messinstrumenten quellen würde. Man wähnt sich in einem gewöhnlichen Golf, wo alles seinen Platz findet, wie man es auch sonst kennt. Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem VW-Niveau. Erst der Blick auf den vermeintlichen Drehzahlmesser und die Tankanzeige sowie den Wählhebel des Automatikgetriebes, lässt uns vom Wähnen in einem Normalo-Golf abweichen. Statt des Drehzahlmessers gibt es eine kW-Anzeige, die Auskunft gibt, wie viel Energie gerade abgerufen wird. Ein kleines Rundinstrument im unteren Bereich dient als Reichweitenanzeige. Im Tachometer integriert ist eine Anzeige über den Batterie-Ladezustand. Der Automatik-Wählhebel kennt die üblichen Stellungen P, R, N und D und neuerdings auch B für Bremsen. Dabei wird im Schubbetrieb und beim Bremsen die maximale Menge an kinetischer Energie zurückgewonnen und in den Akkus gespeichert.

Wir geben Strom statt Gas
Man muss kein Ingenieur für Elektrotechnik sein, um mit dem Golf Blue-e-motion fahren zu können. Die gewohnten Bahnen werden kaum verlassen. Wer nach Drehen des Zündschlüssels auf ein Motorengeräusch wartet, wird lange ausharren müssen. Ein kurzer Piepton und das Ready-Symbol erklären die Bereitschaft des Golf zum Losfahren. Nach Einlegen der Fahrstufe D setzt sich der Wolfsburger Stromer in Bewegung. Mit dem maximalen Drehmoment von 270 Nm ab dem Stand braucht der Golf Blue-e-motion kein Ampelduell zu scheuen. In 11,8 Sekunden kann er von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Zusätzliche Gänge oder Fahrstufen, wie man sie von manuellen und automatischen Getrieben kennt, braucht der Elektro-Golf keine. Außen wie innen hört man praktisch nichts. Erst bei zunehmender Geschwindigkeit werden die Abrollgeräusche der Reifen lauter. Über ein eventuelles künstliches Fahrzeuggeräusch wird Volkswagen erst entscheiden, wenn die entsprechenden gesetzlichen Regelungen vorliegen.

Kein Leichtfuss
Der Golf Blue-e-motion wird von einem Elektromotor mit maximal 115 PS Leistung angetrieben. Der Motor sitzt wie bei einem herkömmlichen Golf vorne unter der Motorhaube, die Lithium-Ionen-Akkus, die den Motor mit Strom versorgen, befinden sich im Kofferraumboden, unter den Rücksitzen und im Mitteltunnel. Eine separate Luftkühlung des 315 Kilogramm schweren Batteriemoduls regelt den Wärmehaushalt. Auch alle übrigen Nebenaggregate müssen im Golf Blue-e-motion elektrisch betrieben werden. Dazu bedarf es einer entsprechenden Leistungselektronik, eines bordinternen Ladegerätes, eines Hochleistungs-Pulswechselrichters, der Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln kann und eines so genannten DC/DC-Wandlers, der den Starkstrom in den üblichen 12-Volt-Bordstrom für die Nebenaggregate umwandelt. Mit all diesen Einrichtungen kommt der Elektro-Golf auf ein Leergewicht von 1545 Kilogramm, was etwa 205 Kilogramm mehr sind als bei einem Golf TDI mit DSG.

Wie ist das Fahrgefühl im elektrisch angetriebenen Golf und welche Ideen zur Reichweitenmaximierung verfolgt Volkswagen? Welche Fragen warten noch auf Ihre Beantwortung? Erfahren Sie mehr auf Seite 2.

Blue-e-motion: VW Golf auf Strom

Viele Fragen sind noch offen. In erster...  

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Unter dem Blechkleid spielt sich die Re...  

DruckenSenden16.11.2010 von Thomas Weibold

 
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