Mercedes SLS AMG: Türen zum Himmel
Autonet.at macht ein sommerliches Herz-Kreislauf-Training und fährt das 571 PS starke Supercar um 220.000 Euro. Dazu klären wir die zwei dringendsten Fragen. Erstens: Kann Ferrari & Co einpacken? Zweitens: Wie oft stößt man sich beim Aussteigen an der Birne?

Klassische Sportwagen-Proportionen - lange Motorhaube, weit nach hinten versetzte knappe Fahrgastzelle und dazu noch die Flügeltüren. Das beste Rezept, um mit dem Mercedes SLS AMG aufzufallen.
Allein die Eckdaten sorgen für Respekt: Hier steht ein 571 PS starkes Auto um 220.000 Euro – vollgepackt mit Hightech und Luxus. Wie kann man sich so einem Fahrzeug nähern, ohne in Euphorie zu versinken? Wir geben es zu: gar nicht. Die Anziehung durch die ungewöhnlichen Türen, die ewig lange Motorhaube und die prächtigen Rundungen ist so stark, dass man ein paar Tage braucht, um den Schleier der Begeisterung zu lüften und mit einem schärferen Blick über das Auto zu urteilen.
Superlative
Zuerst zur Einordnung: Mit dem SLS AMG hebt Mercedes nun einen neuen sportlichen Leuchtturm ins Programm. Diese Position war ja seit der Einstellung des legendären SLR verwaist. Im Gegensatz zum SLR, der mit seinem Karbon-Chassis und Preisen über einer halben Million Euro extrem abgehoben war, ordnet sich der SLS AMG haarscharf in der Liga der sportlichen Supercars ein. Direkte Konkurrenten sind Audi R8, Lamborghini Gallardo, Ferrari 458 Italia, Porsche 911 GT2 und, in gewisser Weise, Bentley Continental GT. Wir sprechen also über Leistungswerte von deutlich mehr als 500 PS und Preise rund um 200.000 Euro.
Klassischer Sportwagen
Genauso klassisch wie er aussieht, ist auch das Antriebskonzept des SLS AMG. Der mächtige 6,3-Liter-V8-Motor – der stärkste Sauger-V8 in Serie – wird vorne eingebaut. Weil die Motorhaube aber so lang ist, findet der Motor trotzdem zwischen beiden Achsen Platz, genau genommen handelt es sich also um einen Front-Mittelmotor. So kommt auch die Gewichtsverteilung von 47:53 zugunsten des Hecks zustande. Die Kraft wird über eine massive, gleichzeitig leichte Karbon-Welle an die Hinterachse geleitet; dort wartet das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das ein Drehmoment von 650 Newtonmeter an die Hinterräder weiterreicht. Ein serienmäßiges Sperrdifferenzial sorgt für bessere Traktion in schnellen Kurven.
Wie irrwitzig die Beschleunigung des Mercedes SLS AMG ist, wie Mercedes den Befehl "Schneller Schalten" umsetzt und wie wacker sich der SLS AMG in Kurven schlägt, lesen Sie auf Seite 2.
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