VW Golf Cabrio: Erste Ausfahrt
Moderne Zeiten
Zu erwähnen, dass das neue Golf Cabrio keinen feststehenden Überrollbügel mehr hat, ist eigentlich müßig. Erwähnenswert wäre vielmehr, hätte das neue Golf Cabrio wieder einen fixen Überrollbügel. Heutzutage gibt es nämlich längst andere Methoden, die Passagiere eines Cabriolets bei einem Überschlag zu schützen und die Karosseriesteifigkeit zu erhöhen. In gegenständlichem Fall sind es (wie übrigens bei 99,9 % aller aktuellen Cabrio-Modelle) ein unsichtbar im Bereich der Fondkopfstützen angebrachter Überschlagschutz, der im Falle eines Falles automatisch nach oben schnellt. Auch der verstärkte Windschutzscheibenrahmen dient zum einen diesem Zweck und zum anderen, jenem der Verwindungssteifigkeit.
Steif und fest
Den Salto Mortale zu Testzwecken haben wir mit Verlaub ausgelassen. Wir wollen VW einfach glauben, dass das funktioniert. Berichten können wir hingegen von der Stabilität des Golf Cabrio. Neben dem bereits erwähnten verstärkten Windschutzscheibenrahmen, sind es mannigfache weitere Verstrebungen und Verstärkungen im Bereich des Unterboden, die mit Sicherheit für eine Benchmark bildende Torsionssteifigkeit sorgt. In der Praxis bedeutet das ein straffes und Sicherheit vermittelndes Handling selbst auf schlechten Straßen und bei höheren Geschwindigkeiten. Die rund 200 Kilo mehr, die das Cabrio im Vergleich zum geschlossenen Golf dadurch auf die Waage bringt, sind verschmerzbar – sowohl im Hinblick auf den Verbrauch, als auch die Dynamik.
Drei Motoren zum Markstart
Mit 4,4 Litern im Schnitt ist der 105 PS starke 1.6 TDI das effizienteste aller insgesamt sechs zur Verfügung stehenden Aggregate. Mit einem Sprintwert von 12,1 Sekunden (0 auf 100 km/h) und einem Drehmoment von 250 Newtonmetern ist der Einsteigerdiesel damit für gemächliches Cruisen absolut ausreichend dimensioniert. Auf der Autobahn könnte das Fehlen eines sechsten Ganges allerdings auf Dauer lästig sein. Den kann, allerdings erst ab Ende 2011, der nächst stärkere Selbstzünder, der 2.0 TDI mit 140 PS bieten. Trotz mehr Spaß versprechender Eckdaten wie einem Drehmoment von 320 Nm und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 9,9 Sekunden, sind es lediglich 0,1 Liter mehr, die sich der vorläufige Top-Diesel auf 100 Kilometer gönnt. Das optionale 6-Gang-DSG erhöht den Verbrauch auf 5,1 Liter.
Das Otto-Programm ist ab Marktstart im Juli in Österreich nicht vollständig abrufbar. Vorerst ist das Golf Cabrio nur mit dem 105 PS starken Einsteiger 1.2 TSI und dem 1.4 TSI mit 160 PS zu haben. Im Spätherbst folgen der 1.4 TSI mit 122 PS und das Top-Aggregat 2.0 TSI mit 210 PS. Letzteres befähigt das Golf Cabrio zu einem Sprint von 0 auf 100 in 7,3 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h. Der Verbrauchswert wird mit 7,5 Litern angegeben. Alle Benziner sind bis auf den Einsteiger 1.2 TSI mit DSG-Getriebe bestellbar.
Preis und Ausstattung
Die Preisliste für das Golf Cabrio beginnt bei 24.990 Euro (1.2 TSI) und liegt damit rund 5.000 Euro über einem vergleichbar ausgestatteten Blechdach-Golf. Den 1.6 TDI gibt es ab 26.890 Euro. Für den 160-PS-TSI sind 27.670 Euro (mit Siebengang-DSG: 29.600 Euro) veranschlagt. Zu diesen Preisen ist das Golf Cabrio schon ordentlich ausgestattet. Serie sind etwa das elektrische Verdeck, Klimaanlage, längs- und höhenverstellbares Lenkrad, Berganfahrassistent, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Fernbedienung, höhenverstellbarer Fahrer- und Beifahrersitz sowie 50:50 umlegbare Rücksitzlehnen. Wer mehr will, kann zwischen sieben Ausstattungspaketen wählen: „Design & Style“ (899 Euro), „Performace“ (3.900 Euro), „Fahrkomfort“ (440 Euro), „Technik“ (650 Euro), „Licht & Sicht“ (206 Euro), „Spiegel“ und „Winter“ um 462 Euro. Jeder, der jetzt bestellt, bekommt das Start-Paket im Wert von 960 Euro gratis dazu und darf sich über 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer und Lederlenkrad freuen.
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