VW Eos: Frisch herausgeputzt
Der VW Eos macht sich frisch für das interne Match mit dem kommenden VW Golf Cabrio.

Der viersitzige VW Eos mit Stahl-Klappdach ist in aufgefrischter Form ab 30.650 Euro erhältlich.
Für die „Göttin der Morgenröte“ ist noch nicht der Abend angebrochen. Weniger kryptisch formuliert: Volkswagen hält dem Eos (der nach der erwähnten griechischen Göttin benannt ist) die Treue. Beim Genfer Automobilsalon im März dieses Jahres hätte man daran stille Zweifel hegen können. Im Scheinwerferlicht sonnte sich das neue Golf Cabrio mit Stoffverdeck. Wozu also noch weiter am VW Eos festhalten, der sich 2010 in Österreich gerade einmal in einer Stückzahl von 131 Einheiten verkaufen ließ? Weil dieser Wert einerseits immerhin Platz Fünf bei den Kompaktklasse-Cabrios bedeutete und weil es andererseits nach VW-Einschätzung Cabrio-Liebhaber gibt, die sich an klassischen Formen orientieren und zudem den Vorzug eines Stahlfaltdachs schätzen.
Cabriospezialist Volkswagen
Im Gesamtmarkt spielen Cabrios eine untergeordnete Rolle, trotzdem dürfte es so manchen in der Chefetage wurmen, dass Volkswagen in diesem Segment nicht Marktführer ist. Diesem Makel will man nun anheim rücken und so mausert sich VW zum Cabriospezialisten mit breitem Angebot. Golf Cabrio zum einen, Eos zum anderen und wir wären sehr überrascht, wenn es vom Beetle, der demnächst seine Weltpremiere feiert, nicht spätestens 2012 auch ein Cabrio geben wird. Somit dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Optische Kosmetik
Damit der Eos im Premierentrubel nicht untergeht, haben ihm die Designer einen Feinschliff verpasst und die Entwickler ein paar nette technische Details zukommen lassen. Die Frontpartie erstrahlt nun in der Marken-DNA mit dem klar strukturierten, horizontalen Kühlergrill. Die drei schwarz glänzenden Streben mit schmalen Chromstreifen kennt man auch von anderen VW-Modellen. Deutliche Unterscheidungsmerkmale zum Vorgänger findet auch man am Heck. Die LED-Rückleuchten sind zweigeteilt und reichen in den Kofferraumdeckel hinein. Die Grafik der Lichter stilisiert ein „M“. Neue, serienmäßige 16-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 215er-Reifen runden das aufgefrischte Bild ab. Optional gibt es weitere 16-, 17- und 18-Zöller.
Kühles Sitzfleisch bewahren
Im Innenraum wird man nur auf ein paar neue Dekors stoßen und auch an der Dach-Mechanik gab es keinen Anlass zu Änderungen. Der VW Eos ist weiterhin der einzige mit fünfteiligem Stahl-Klappdach mit Schiebedach-Funktion. In 25 Sekunden erfolgt der Öffnungs- oder Schließvorgang auf Knopfdruck. Ist das Dach geöffnet, reduziert sich das Kofferraumvolumen von 380 auf 205 Liter. Für diese schmale Luke gibt es im VW-Zubehör-Shop ein praktisches, zweiteiliges Rollen-Kofferset um 175 Euro. Für die Sitze im Eos gibt es neue Stoffe und auf Wunsch auch das Nappa-Leder „Cool Leather“. Der Name ist Programm. Das Leder reflektiert die Sonneneinstrahlung und heizt sich deshalb weniger stark auf.
Die Technik-Wunschliste
Mit ein bisschen optischer Auffrischung ist es natürlich nicht getan. Optional gibt es etwa die Multifunktionsanzeige „Premium“ mit Farbdisplay in der Instrumententafel, die automatische Fernlichtregelung „Light Assist“ und den Parklenkassistenten „Park Assist“, den man beispielsweise auch aus dem VW Sharan oder Touran kennt. Bei Längs- oder Querparkplätzen übernimmt das System die Lenkarbeit. Ebenfalls gegen Aufpreis bietet VW auch das Schließ- und Startsystem „Keyless Access“ an. Gestartet wird auf Knopfdruck und per Fernbedienung lässt sich auch das Coupédach öffnen oder schließen.
Leistungsspritze und Verbrauchskur für die Motoren
Abschließend erfährt auch das Motorenangebot ein Update. Der einzige Dieselmotor im Eos-Programm, der 2.0 TDI leistet unverändert 140 PS bekommt aber Bluemotion Technology spendiert, das heißt unter anderem Start-Stopp-System und Bremsenergie-Rückgewinnung. Damit senkt sich der Verbrauch im Vergleich zum Vorgänger um durchschnittlich 0,7 Liter auf 4,8 Liter pro 100 Kilometer(CO2-Ausstoß 125 g/km). Optional gibt es den 2.0 TDI auch mit 6-Gang-DSG. Bei den Benzinmotoren gibt es eine kleine Leistungsspritze. Neues Basisaggregat ist der 1.4 TSI mit 122 PS. In der nächsten Leistungsstufe wird der 1,4-Liter-Motor nicht nur mittels Turbo, sondern auch durch einen Kompressor aufgeladen und kommt auf 160 PS Leistung. Der stärkste Benziner im Eos ist der 2.0 TSI mit 210 PS. Der Turbo-Direkteinspritzer verfügt bereits ab 1700 Touren über sein maximales Drehmoment von 280 Newtonmeter und kommt auf ein Spitzentempo von 238 km/h. Optional gibt es für diesen Motor ebenfalls das 6-Gang-DSG.
Nicht unter 30.000 Euro
Das alles hat seinen Preis. Während es das kommende VW Golf Cabrio bereits ab 24.990 Euro gibt (1.2 TSI, 105 PS), bekommt man den VW Eos nicht unter 30.000 Euro. Der 1.4 TSI startet bei 30.650 Euro, für die 160-PS-Version sind 33.270 Euro veranschlagt. Wer 210 PS Leistung haben will, muss zumindest 37.880 Euro (mit DSG: 40.570 Euro) aufbringen. Den Diesel-Eos gibt es dagegen ab 33.990 Euro (mit DSG: 36.300 Euro).
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DruckenSenden13.04.2011 von Thomas Weibold