VW Polo Bluemotion: Reality-Check
Zu Befehl!
Wir fahren quer durch die ganze Stadt und schalten, wie uns befohlen. Ganz leicht fällt uns das aber nicht. Zum einen, weil die Empfehlungen zum Hochschalten in Momenten kommen, in denen wir rein gefühlsmäßig das Drehzahlband noch einen Tick mehr ausreizen würden. Wir tun aber wie geheißen, und nehmen das brutal niedertourige Brummen in Kauf. Auf der anderen Seite erweist sich der 75 PS starke Dreizylinder als per se quickes, agiles Kerlchen, das sich fein hochdrehen lässt. Aber nein, wir halten an uns und grundeln im Drehzahlkeller herum. Ist ja für einen guten Zweck. Spaßverderber!
Ernste Sache, das Sparen
Nein, lustig ist es nicht, den Polo mit der serienmäßig höchsten Effizienz durchs Innenstadtgewühl zu kutschieren. Aber es könnte noch unlustiger sein, würden wir sämtliche Kniffe spritsparenden Autofahrens anwenden. Allerdings wollen wir ja nicht als Verkehrärgernis gelten. Denn das ist man zwangsläufig, versucht man auf Biegen und Brechen die werkseitigen Verbrauchsangaben zu erreichen.
5,1 Liter im Schnitt
So, und jetzt wollen wir Sie nicht länger auf die Folter spannen. Was haben wir nun im Schnitt nach vierzehn Tagen am Steuer des VW Polo Bluemotion gebraucht? 5,1 Liter. Weniger ist es nicht geworden. Schlecht? Nein, keineswegs. Zumal wir mit ein wenig mehr Anstrengung den von VW apostrophierten Bestwert auf 100 innerstädtisch gefahrenen Kilometern von 4,2 Litern sicherlich erreicht hätten. Allerdings nur unter oben erwähnten Prämissen und ergo unter nicht für den alltäglichen Gebrauch realistischen Bedingungen. Unser Verbrauchsziel hingegen haben wir locker und ohne großartige Verzichtseskapaden erreicht.
Fazit
Der Polo Bluemotion ist ein hochentwickelter Sparer. Keine Frage. Allerdings gehört dazu auch die richtige fahrerische Einstellung. Wer den Wolfsburger mal so aufs gerade Wohl durch die Gegend lenkt und sich nix denkt, wird keine rekordverdächtigen Verbrauchswerte erreichen. Tüftler allerdings, die Spaß daran finden, die hohe Kunst effizienten Fahrens weidlich auszukosten und den Polo BM ein ums andere Mal noch ein Zehntel und noch ein Zehntel abzuzwacken, werden an dem Fahrzeug ihre helle Freude haben - und sicherlich auch alsbald mit der magischen Zahl 3,3 am Bordcomputer belohnt werden. Allerdings muss dann auch noch die Bereitschaft da sein, sich den Spaß ab 17.510 Euro kosten zu lassen.
Polo Bluemotion: Intensivtest
Der Wolfsburger Supersparer, der Polo B...
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DruckenSenden28.09.2010 von Christian Zacharnik
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