VW Polo GTI: Kleiner Kraftprotz
Als GTI zündet der VW Polo eine Rakete in der Westentasche. 1,4 Liter Hubraum setzen 180 PS Leistung frei.

180 PS Leistung aus 1,4 Litern Hubraum beschleunigen den VW Polo GTI in 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Schluss ist erst bei 229 km/h.
Golf-Fahrer aufgepasst: Jetzt macht sich in eurem Rückspiegel der Polo breit. Denn im Sommer beginnt VW mit der Auslieferung des sparsamsten und trotzdem schärfsten GTI im aktuellen Modellprogramm. Der Vorverkauf startet in den nächsten Tagen. Für 22.950 Euro rüsten die Niedersachsen den Kleinwagen zur „Pocket Rocket“ auf und zünden so buchstäblich eine Rakete in der Westentasche. Wer hier aufs Gas tritt, wähnt sich eher im Porsche als im Polo und sticht um die Kurven, als führe er auf der Nordschleife.
Kraftakt dank Kompressor und Turbolader
Dabei beweisen die Wolfsburger Bodybuilder, dass sich Vergnügen und Vernunft nicht unbedingt beißen müssen: Denn obwohl der Polo GTI wie sein Vorgänger stolze 180 PS auf die Straße bringt, geht der Verbrauch um ein Viertel zurück und liegt nun bei vergleichsweise mageren 5,9 Liter. Möglich macht das auch diesem Fall die Idee vom Downsizing: Nur 1,4 Liter Hubraum reichen - einem Turbolader, einem Kompressor und der Direkteinspritzung sein dank – für den kleinen Kraftakt, der in einem maximalen Drehmoment von 250 Nm gipfelt. Wunderbar schnell und reibungslos dirigiert vom siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe reicht das für einen imposanten Sprintwert von 6,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit, für die sich mancher Golf gehörig anstrengen muss: Denn Schluss ist erst bei 229 km/h.
Sportfahrwerk und Differentialsperre
Fürs Vergnügen gibt es dazu noch Sportfahrwerk mit 15 Millimeter geringerer Bodenfreiheit sowie die elektronische Differentialsperre XDS, mit der höhere Kurvengeschwindigkeiten möglich sind. Mit 1,2 Tonnen ohnehin sehr viel leichter als ein großer Bruder aus der Golf-Familie, gibt der Polo damit den handlichen Kurvenkünstler, der flink um die Ecken wieselt und jederzeit gut in der Spur zu führen ist. Nur auf schlechten Landstraßen und bei hohem Tempo macht ihn sein strammes Fahrwerk ein wenig nervös.
Optische Anleihen an Golf GTI
Zur hohen Dynamik gibt es natürlich auch das passende Design, das sich streng am Vorbild aus der Golf-Klasse orientiert. Durch die Felgen der 215 Millimeter breiten 17-Zöller lugen deshalb rote Bremssättel hervor, der Kühlergrill hat ein Wabenmuster und wird von einem roten Streifen eingerahmt und am Heck gibt es einen verchromten Doppelauspuff und den dezenten Spoiler auf der Scheibe. Außerdem fährt der Polo GTI erstmals mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und LED-Tagfahrlicht aus der Boxengasse.
Die inneren Werte
Die sportlich orientierte Klientel wird auch im Innenraum auf ihre Kosten kommen. Das Lenkrad ist deshalb besonders griffig und unten abgeflacht, die Sitze haben höhere Seitenwangen, die Pedale sind rutschfest und die Bezugsstoffe nehmen das traditionelle Karo-Muster auf, das schon beim ersten Golf GTI zum Sportabzeichen wurde.
Der Preis
All das hat freilich seinen Preis. Deshalb ist der Dreitürer mit seinen 22.950 Euro mehr als doppelt so teuer wie das Basismodell. Der Fünftürer kommt übrigens auf 23.500 Euro. Doch wer nach diesen Zahlen wieder zu Atem kommt, und länger durch die Liste blättert, findet darin auch einen schönen Trost: Der Golf GTI nämlich wird darin für rund 7000 Euro mehr aufgeführt. Und der ist zwar deutlich größer und ein bisschen stärker, macht aber keinen Deut mehr Spaß.
VW Polo GTI: Pocket-Rocket
So klein und schon so ein böses G´schau...
autonet.at hat sich auf erste Testfahrt...
Derart motorisch gut versorgt ist der P...
DruckenSenden12.05.2010 von Thomas Geiger