Umwelt und Sparen
21.07.09 von Thomas Weibold

Die elektrischen Gleiter kommen

Alles spricht vom Elektroauto, nur auf der Straße zu sehen bekommt man es noch nicht. Geht es nach einigen Herstellern soll es aber schon bald so weit sein. Erste Konzepte sind bereits in Erprobung und die Serienreife ist nah.

Die elektrische Zukunft hängt an der Steckdose und die sollte möglichst bald überall zugänglich sein. 
Viele Autohersteller stehen schon unter Strom. Fieberhaft wird an Alternativen zu bekannten Verbrennungsmotoren gearbeitet. War vor Jahren die Brennstoffzelle in, so haben sich nun fast alle Hersteller auf den Elektroantrieb versteift. Die technische Umsetzung im Auto ist machbar, woran es noch mangelt, sind leistungsfähige und sichere Batterien sowie die Infrastruktur zum Wiederaufladen der Akkus bzw. zum Wechseln derselben. Momentan geht der Trend bei der Batterientechnologie zum Lithium-Ionen-Akku, wie er im Handy oder Laptop bereits bekannt ist. Gerade ist man dabei, das Problem der möglichen Überhitzung in den Griff zu bekommen. Im nächsten Schritt soll die Leistungsfähigkeit und damit die Reichweite verbessert werden.

Was fehlt sind die Ladestationen
Derzeit können die Konzeptfahrzeuge zwischen 60 und 350 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Das reicht eigentlich für den täglichen Kurzstreckenbetrieb zur Arbeitsstelle oder zum Einkaufszentrum aus. Während der Stehzeiten könnten die Batterien wieder aufgeladen werden. Je nach System dauert das zwischen 30 Minuten und acht Stunden. Die Schnellladefunktion benötigt allerdings einen Drehstromanschluss und lädt die Akkus meist nur zu 80 Prozent. Und hier sind wir auch schon beim infrastrukturellen Problem angelangt. Im öffentlichen Raum gibt es praktisch noch keine Möglichkeit das Fahrzeug aufzuladen. Daher arbeiten die Hersteller auch eng mit Energieversorgungsunternehmen zusammen, die für den Aufbau eines Ladenetzes zuständig sind. Renault und Nissan verfolgt daneben noch einen anderen Weg. Ihre E-Modelle, die ab 2010/11 marktreif sein sollen, könnten auch mit einem Akku ausgerüstet werden, der sich in fixen Stationen innerhalb weniger Minuten tauschen lässt. Sie arbeiten dabei mit dem Unternehmen Shai Agassi zusammen. Erste Testprojekte dazu gibt es in Israel.

Eine andere Möglichkeit, die Reichweite zu erhöhen, besteht darin, dass man einen Verbrennungsmotor integriert, der ausschließlich zum Laden der Akkus dient. Damit kann die Reichweite auf übliche 600 Kilometer erweitert werden.

In Japan sind die ersten E-Modelle bereits erhältlich
Vorreiter für den elektrischen Antrieb finden sich in Japan. Mitsubishi hat im Juli auf dem Heimmarkt mit dem Verkauf des „i MiEV“ begonnen. Der für deutschsprachige Ohren etwas komische Name steht für den in Japan bereits angeboten Kleinwagen „i“ und „Mitsubishi Innovative Electric Vehicle“. Der vor der Hinterachse angeordnete Elektromotor leistet 64 PS und liefert ein Drehmoment von 180 Nm. Das Lithium-Ionen-Batteriepaket schafft eine Reichweite von 144 Kilometern. In sieben Stunden ist der Akku an einer haushaltsüblichen Steckdose wieder aufgeladen. Mit einem Drehstromsystem kann die Batterie in 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. Denkbar ist, dass der i MiEV im Jahr 2010 auch in Europa angeboten wird. Über den Preis lässt sich noch nicht einmal spekulieren. Ebenfalls noch im Juli hat Subaru geplant, das in Japan erhältliche Modell Stella als Elektroauto zu verkaufen.

Wann die ersten Elektroautos auch in Europa erhältlich sind und wer in diesem Bereich ganz vorne mit dabei ist, lesen sie auf der folgenden Seite.
 
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