Seat Leon: Leidenschaftlicher Perfektionist
„Wir sind Spanisch und Deutsch – leidenschaftliche Perfektionisten, Techniker voller Emotionen.“, so steht’s in der Presseinformation des Seat Leon geschrieben. Ob an diesem Spruch tatsächlich etwas Wahres dran ist, lesen Sie hier, im ersten Fahrbericht.

Am 24. November startet der neue Seat Leon zu Preisen ab 15.990 Euro.
Wenn am 24. November der komplett neu entwickelte Seat Leon auf den Markt kommt und die Spanier bis dahin mehr als 1,2 Millionen Exemplare der ersten (ab 1999) und zweiten (ab 2005) Generation absetzen konnten, wollen sie mit der dritten Generation das Segment der Kompaktwagen richtig aufmischen. Der „beste Seat, der je eingeführt wurde“ soll sich, neben dem kürzlich überarbeiteten Ibiza, zum zweiten starken Standbein der Marke entwickeln. Er ist höher positioniert und dennoch konnten die Preise gesenkt werden. Letzteres ermöglicht vor allem die Verwendung des Modularen Querbaukastens (MQB) des Golf VII, auf dem auch bereits der aktuelle Audi A3 basiert. Eines betonen die Ingenieure von Seat dabei besonders: Der Leon nutzt zwar die Unterkonstruktion des Golf und A3, das Fahrwerk stimmte Seat dennoch, auf rund 25.000 Testkilometern, selbst ab.
Mehr Platz trotz Längenbeschnitt
Obwohl in der Länge im Vergleich zum Vorgänger um rund fünf Zentimeter beschnitten, wuchsen der Radstand und die Spur des 4,26 Meter langen Leon um fast sechs Zentimeter. Das kommt nicht nur den Proportionen zu Gute, sondern führt vor allem zu einem deutlich spürbaren Raumgewinn auf allen Plätzen. Davon profitiert auch der Kofferraum: Er legt um knapp 40 Liter, auf nun 380 Liter, zu. Das Gesamtgewicht sank, dank der zahlreichen Verwendung höherfester Stähle, um bis zu 90 Kilogramm, auf im besten Fall 1113 kg Leergewicht.
Satt und agil
Weil die Achsen nun weiter auseinander stehen und das Gewicht gesenkt wurde, steht der Leon nicht nur satter und stabiler auf der Straße, er fährt sich zudem agiler und schneidet, bei einem Wendekreis von 10,2 Meter, auch enge Kurven. „Eine sportliche Fahrwerksabstimmung bekommt fast jeder hin, wichtig ist dabei, dass der Komfort nicht verloren geht“, so ein Seat Ingenieur. Und tatsächlich scheint der Leon, auf der ersten Testfahrt rund um Málaga, einen guten Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Gelassenheit gefunden zu haben. Dabei verfügte der von uns gefahrene 1.2 TSI mit 105 PS heckwerts „lediglich“ über eine Verbundlenkerachse. Die stärken Aggregate – ab 140 PS – nutzen eine Vierlenker-Konstruktion mit voneinander getrennten Federn und Dämpfern.
Fünf Benziner, vier Diesel
Vom Start weg, bietet Seat für den Leon fünf Benzin- und vier Dieselmotoren, mit Leistungen zwischen 86 Otto-PS (1.2 TSI) und 183 Selbstzünder-PS (2.0 TDI), an – allesamt turboaufgeladene Direkteinspritzer. Das reicht für Höchstgeschwindigkeiten von 178 bis 229 km/h. Dank gesenkter innerer Reibung und Start-Stopp-System, das bis auf den schwächsten Benziner (86 PS) und Diesel (90 PS) alle Aggregate besitzen, liegen die Verbrauchswerte zwischen 3,8 Liter Diesel und 6 Liter Benzin. Für das kommende Jahr haben die Spanier eine Erdgas-Version und einen Spardiesel, der nur 3,3 Liter verbrauch soll, angekündigt. Das Hochdrehen aller sechs Gänge – 175 Nm Drehmoment und die andalusischen Berge verlangten danach – des getesteten 105 PS-TSI, trieben die Verbrauchswerte auf akzeptable 7 Liter.
Seat Leon: Schon gefahren
Wenn am 24. November der komplett neu e...
Obwohl in der Länge im Vergleich zum Vo...
Das Gesamtgewicht sank, dank der zahlre...
DruckenSenden14.11.2012 von Raphael Gürth
Intensiv-Test
Das hat ihm gerade noch gefehlt, dem Alhambra: Allradantrieb. Jetzt ist der zweieiige Zwilling des ...
Schon gefahren
Die spanische VW-Tochter schickt seinen Kleinwagen mit behutsam nachgeschärfter Optik, einer leich...