Fesche Optik, Turbomotoren mit bis zu 27 Prozent weniger Verbrauch und Einparken wie von Geisterhand bietet ab September der neue VW Touran.
Seit einigen Jahren ist Deutschland Papst, seit kurzem auch wieder Songcontest-Sieger und demnächst Weltmeister. Keine Angst, wir wollen ihnen nicht die Spannung nehmen und beziehen uns daher nicht auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Voraussagen diesbezüglich überlassen wir unseren kompetenten Kollegen von www.sportnet.at. Weltmeisterlich dagegen präsentiert sich demnächst der Volkswagen Touran in neuer Form. Der Kompakt-Van aus Wolfsburg, der seit 2003 auf dem Markt ist, tritt ab September mit neuem Gesicht auf, setzt neue Bestwerte bezüglich des Verbrauchs und kann seinen Fahrer zum Träger des subjektiven Titels Einpark-Weltmeister machen.
Bis auf die Türen komplett neue Karosserie
Nach 2006, als der VW Touran eine größere Modellpflege erfuhr – damals bekam er den verchromten Wappengrill – steht nun eine neue optische Überarbeitung an. Die Anknüpfungspunkte sind bei den anderen neuen VW-Modellen zu finden – im Speziellen bei Golf und Polo. Das heißt der Touran bekommt nun auch den horizontal betonten, schmalen Kühlergrill in glänzendem Schwarz und je nach Ausstattungslinie mit verchromten Querstreben. Das Heck wurde ebenfalls überarbeitet. Die Rücklichter strecken sich nun in die Heckklappe hinein. Abgesehen von der Front fallen die optischen Änderungen zum Vorgänger sehr dezent aus, daher mag es überraschen, wenn die VW-Verantwortlichen betonen, dass bis auf die Türen alle Karosserieteile verändert wurden. Die Auswirkungen werden aber beim Kapitel Aerodynamik erkennbar. So sank der Cw-Wert von 0,32 auf 0,29.
Verbrauchsgünstigster Siebensitzer
Deutliche Änderungen spielen sich unter der Motorhaube ab. Alle angebotenen Motoren sind nun Direkteinspitzer und zumindest mittels Turbo aufgeladen. Das herausragende an der neuen Motorengeneration, die man schon aus anderen Modellen wie dem Golf kennt, sind aber die Verbrauchswerte und damit heimsen die Wolfsburger einen inoffiziellen Weltmeistertitel ein. Mit dem 1.6 TDI-Motor mit BlueMotion Technology und 105 PS Leistung gönnt sich der Kompakt-Van gerade einmal 4,6 Liter Diesel auf 100 km. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 121 g/km und markiert den Bestwert für siebensitzige Vans. Nur knapp darüber liegt der 1.4 TSI Ecofuel. Der doppelt aufgeladene Erdgasmotor kommt mit optionalem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auf einen Verbrauch von 4,6 kg Erdgas pro 100 km, respektive 125 Gramm CO2 pro km.
Moderne Turbomotoren optional mit DSG
Das weitere Motorenprogramm wird von drei Common-Rail-Dieselmotoren und drei TSI-Benzinern ergänzt. Den Einstieg bei den Selbstzündern bildet der 1.6 TDI mit 90 PS. Darüber rangieren die beiden 2.0 TDIs mit 140 und 170 PS. Bei den Benzinern bildet den Einstieg der neue 1.2 TSI. Der direkteinspritzende Turbo-Vierzylinder leistet 105 PS und zeigte sich auf ersten Testkilometern ausgesprochen spritzig und verdient sich eine Empfehlung für jene Kunden, die in diesem Segment einen Benzinmotor bevorzugen. Der mittels Kompressor und Turbolader aufgeladene 1.4 TSI-Motor ist in den Leistungsstufen 140 und 170 PS erhältlich. Mit 159 g/km hat der 140-PS-TSI den nominell höchsten CO2-Ausstoß, was aber auch nicht von schlechten Eltern ist. Die 170-PS-Aggregate auf TSI- und TDI-Seite sind serienmäßig mit einem Doppelkupplungsgetriebe erhältlich: der TDI wegen des höheren Drehmoments mit dem 6-Gang-DSG, der TSI mit dem 7-Gang-DSG. Alle übrigen Motorisierungen sind serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Abgesehen von den Einstiegsmotorisierungen gibt es aber auch hier die Option DSG.
Kofferraumvolumen kratzt an der 2000-Liter-Marke
Gefühlt weltmeisterlich gibt sich der VW Touran hinsichtlich Variabilität und Kofferraumvolumen. Am Konzept hat Volkswagen dabei nichts Wesentliches geändert. Der Touran wird als Fünfsitzer angeboten und hat die Option auf sieben Sitzplätze. In der zweiten Sitzreihe befinden sich Einzelsitze, die längsverschoben werden können, sich mit wenigen Handgriffen umklappen und auch ausbauen lassen. Die beiden Sitze der dritten Reihe sind flach im Kofferraumboden verstaut und im Handumdrehen aufgestellt. Dank der längsverschiebbaren Einzelsitze in der zweiten Reihe lässt sich die Beinfreiheit im Heckabteil anpassen. Das Kofferraumvolumen bei versenkten Sitzen der dritten Reihe beträgt 695 Liter. Nimmt man die Sitze in Reihe Zwei heraus, steigt es auf 1913 Liter. Die fünfsitzige Variante schluckt sogar stolze 1989 Liter. So steht dem Transportwesen nichts im Wege.
Wie der VW Touran die Angst vor der Parklücke nimmt und wo sich der Einstiegspreis ansiedelt, erfahren Sie auf Seite Zwei.