VW Touran: Der Lückenfüller
Die Gestaltung des Innenraums hat sich natürlich in der neuen Generation angepasst und erfüllt die Vorgaben bezüglich Qualität, die Golf und Polo zuletzt vorgegeben haben. Die Lenkräder wurden neugestaltet, die Instrumente sind nun weiß hinterlegt, die Steuerung der Klimaanlage entspricht jener im Golf. Ab der mittleren Ausstattungslinie Comfortline gibt es edlen Chromzierat an Bedienelementen und den Lüftungsdüsen. Die Sitze bieten hohen Sitzkomfort und eine auch auf Langstrecken angenehm hohe Sitzposition.
Ohne Blendeffekt
Technisch darf der VW Touran natürlich auch einige neue Stückerl spielen. Da wäre etwa der so genannte Light Assist. Optional zu haben ab Herbst handelt es sich hierbei um ein Dauerfernlicht. Mittels Kamera in der Windschutzscheibe werden entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge erkannt und das Licht automatisch abgeblendet. Für einiges Aufsehen sorgte bereits in der ersten Generation des Touran der Park-Lenkassistent. Bei einer ausreichend großen Parklücke, die parallel zum Fahrbahnrand lag, konnte man die Lenkarbeit an das Fahrzeug abtreten. In der neuen Generation wurde das System entscheidend verbessert.
Wir lassen einparken
Der nötige zusätzliche Freiraum für das Fahrzeug hat sich von jeweils 70 cm vorne und hinten auf 40 cm verringert. Neu ist, dass das System nun auch die Lenkarbeit beim Herausfahren aus einer Parklücke übernehmen kann und hierfür reichen nun lediglich je 25 cm Freiraum vor und hinter dem Fahrzeug. Noch nicht überzeugend genug? Wer will kann mit dem Park Assist 2.0 nun auch 90-Grad-Einparken. Quer zur Fahrbahn liegende Parklücken werden vom System ebenfalls erkannt, so fern es aktiviert ist und man mit maximal 40 km/h daran vorbeifährt. Wie beim Parallel-Einparken muss nach dem Okay des Systems nur mehr der Rückwärtsgang eingelegt werden und die Geschwindigkeit mittels Gas und Bremse dosiert werden. Das Fahrzeug lenkt wie von Geisterhand und gibt auch die Anweisung zum eventuellen Vorwärtsfahren und Rangieren. Schritt für Schritt verliert also dieses System den Nimbus der Spielerei.
Fahrwerksabstimmung nach eigenem Geschmack
Keinen Grund für Änderungen sah man bei Volkswagen hinsichtlich des Fahrwerks. Die Kritik, dass der Touran zu hart abgestimmt sei, wurde von den Technikern bereits beim letzten Facelift 2006 berücksichtigt. Nun bieten die Ingenieure optional die Dynamic Chassis Control (DCC) an. Das System, das erstmals beim Scirocco eingeführt wurde, erlaubt eine dynamische Anpassung des Fahrwerks an die Fahrbahnverhältnisse und gönnt dem Fahrer drei Abstimmungsprogramme: Normal, Komfort und Sport.
Sechs Airbags, ESP, Klima und CD-Radio serienmäßig
Die Serienausstattung des VW Touran gruppiert sich in drei Ausstattungslinien. Ab der Basisversion Trendline sind sechs Airbags, ESP, Klimaanlage, CD-Radio, Tempomat und elektrische Fensterheber serienmäßig. Ab Comfortline zeichnen sich exklusive Details wie Lederlenkrad, Chrom-Applikationen, Licht- und Regensensor sowie eine Einparkhilfe aus. Und im Topmodell Highline gibt es Alcantara-Stoffsitze, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad und ein verbessertes Audiosystem. In der Optionenliste finden sich neben den erwähnten Details unter anderem auch die neuesten Info- und Entertainmentsysteme wie Touch-Screen-Navigation und Festplattenradio.
Markteinführung ab Mitte September
Der Vorverkauf des neuen VW Touran startet Mitte Juni. Die Auslieferung der ersten Modelle beginnt Mitte September. Die Preise sind im Detail noch nicht bekannt. Der Importeur Porsche Austria visiert allerdings einen Einstiegspreis von rund 23.600 Euro für den 1.2 TSI (105 PS) an. Als spezielle Variante wird es auch in dieser Generation wieder den CrossTouran geben.
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DruckenSenden01.06.2010 von Thomas Weibold