Renault DeZir: E-Sportler im ersten Test
Lust statt Langeweile: Mit dieser Flunder weckt Renault die Lust auf einen neuen Sportwagen. Ob der DeZir gebaut wird, steht noch in den Sternen, dabei kommt der Franzose mit serienreifer Technik daher. autonet hat den stylischen Elektzrosportwagen getestet.

Bitte bauen! Das ist die einhellige Meinung der Motorjournalisten nach der ersten Testfahrt mit dem Strom-Racer Renault De Zir.
Der Renault Twingo vom Charmebolzen zum Allerweltsmini degradiert, der Mégane ein französischer Golf, der Laguna ein Biedermann und der Latitude ein Langweiler: Von sprühender Kreativität war beim einstigen Createur d'Automobile zuletzt nicht mehr viel zu spüren. Doch mit ihrem neuen Designchef Laurens van den Acker machen die Franzosen jetzt einen Vollgaswende und rücken den Dezir ins Rampenlicht. Der Name ist Programm: Denn Dezir heißt Verlangen. Und das hat der Wagen bereits bei seinem Messedebüt vor ein paar Wochen auf dem Pariser Salon geweckt. Doch jetzt bei der ersten Probefahrt mit dem elektrischen Sportwagen wird daraus echte Begierde: „Bitte baut dieses Auto“, ist deshalb meist der erste Kommentar, wenn die Tester nach ihrer kleinen Runde aus dem Flügeltürer klettern.
Wolllüstig
Als erster Vorbote einer neuen Design-Sprache macht der Dezir Schluss mit scharfen Schnitten: Der Wagen ist ein Coupé mit Kurven, muskulös und beinahe wollüstig. Gerade Linien muss man in der Karosse lange suchen. Nur die Lüfter im riesigen Kühlergrill und am Heck sind wie mit dem Lineal gezeichnet – und die beiden Alublenden an der Flanke. PS-Fans erinnern die genoppten Glanzstücke verdächtig an den Audi R8 und Spötter an eine Parmesanreibe von Alessi. Doch den Franzosen waren sie so wichtig, dass sie dafür einen extrem hohen Aufwand getrieben haben. Denn beide Paneele wurden aus einem massiven Alublock von jeweils 250 Kilo gefräst, erzählt Designer Axel Breun.
Fahrer im Mittelpunkt
Auch innen geht der Dezir völlig neue Wege: Man klettert durch gegenläufige Flügeltüren ins Auto und sitzt auf pulsierenden Ledernoppen, die zu zwei ineinander verschmelzenden Sitzen verwoben sind. Während so zusammenwächst, was vielleicht gar nicht zusammengehört, gehen die Franzosen beim Armaturenbrett endlich wieder getrennte Wege: „Zuletzt haben wir hier stark demokratisiert und kaum mehr zwischen Fahrer und Passagier differenziert“, sagt Breun. Aber damit ist es jetzt vorbei. „Künftig wollen wir das Cockpitgefühl wieder betonen“, verspricht der Designer und zeigt auf die massive Konsole im Dezir, die den Fahrer förmlich umschließt und wieder in Zentrum des Geschehens rückt.
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DruckenSenden29.10.2010 von Thomas Geiger
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