Renault Twizy 80: Go-Kart für die Straße
Guter Durchzug
Auch wenn sich der Twizy auf der Autobahn ganz gut macht, ist er definitiv ein Stadtauto. Hier sind bei gedrosseltem Gasfuß auch tatsächlich die von Renault angegeben 100 km Reichweite schaffbar. Danach muss er für rund 3,5 bis vier Stunden an eine 230 Volt-Steckdose. Tritt ins Kreuz bekommt man beim Anfahren keinen, dafür reichen die 8 kW (rund 11 PS) und 57 Nm Drehmoment einfach nicht. Für kurze Zeit, also zum Beispiel bei Zwischensprints, stellt der Drehstrom-Asynchronmotor eine Maximalleistung von 18 PS zur Verfügung. Wer diese allzu oft fordert, drückt die Reichweite auf unter 60 Kilometer.
Überschaubare Kosten
Der Einstieg in die Twizy-Welt beginnt bereits bei 6.990 Euro für den Twizy 45 Urban. Der hat jedoch ein rotes „Taferl“, läuft somit nur maximal 45 km/h schnell und darf deshalb nicht auf die Autobahn – also nicht Auto im eigentlichen Sinne anzusehen. Wir sind den stärkeren Twizy 80 in der Designlinie „Technic“ gefahren. Gegenüber den beiden anderen erhältlichen Designlinien Urban (ab 7690 Euro) und Color (ab 7990 Euro), verfügt der Technic serienmäßig über Effektlackierung in Snowy White oder wie unser Testwagen Black Pearl, Handschuhfachdeckel und Dach mit Carbon-Dekor, schwarz glanzgedrehte Leichtmetallräder, Sitzbezüge mit schwarzem Technic-Bezug, weiß lackierte Sitzschale und Armaturenbrett sowie eine weiße Umrandung der Einstiege. Gegen Aufpreis sind dann noch die wirklich empfehlenswerten Schwingtüren (590 Euro) und ein transparentes Dach (250 Euro) erhältlich. Erstere hatte – wie in der Fotostory ersichtlich – der Test-Twizy – macht einen Gesamtpreis von 9080 Euro. Wie für alle Zero-Emission-Modelle von Renault ist auch für den Twizy selbst und die gemietete Batterie eine Vollkaskoversicherung obligatorisch. Hier hat Renault mit der Allianz Versicherung einen Einheitstarif ausgehandelt. Somit betragen die zusätzlich monatlich auftretenden Fixkosten ab 88 Euro inklusive der Batteriemiete (ab 50 Euro pro Monat).
Fazit
Für die einen mag der Twizy 80 mit einem Einstiegspreis von 7.690 Euro recht teuer wirken. Verständlich, bekommt man doch für 7.490 Euro bereits einen Dacia Sandero oder 6.500 Euro den Hyundai i10 Click, beide mit Heizung, Seitenscheiben und mehr als zwei Sitzplätzen. Andererseits, kann man die knapp 8000 Euro auch schlechter investieren – in einen Segway zum Beispiel. Elektroauto fahren bleibt also auch in Twizy-Zeiten etwas für Umweltfreunde. Eines jedoch macht der Twizy richtig, er will im Gegensatz zu allen anderen Stromern kein familientaugliches Auto darstellen, das beim nächsten Urlaub sowieso daheim bleiben muss. Sondern er dient einzig dem günstigen Fortbewegungszweck in der Stadt. Apropos: Liebes Land Österreich, obwohl der Twizy mit einer Länge von 2,3 Meter gut 20 Zentimeter kürzer ist als der erste Smart Fortwo, darf er bei Längsparkplätzen nicht quer zur Fahrrichtung abgestellt werden – Frechheit!
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