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Renault Twingo: So viel Farbe

Man könnte den Twingo als verdichteten Nutzen für den urbanen Alltag sehen. Nur nützlich will er aber nicht sein, daher gibt es ein neues Design mit Kulleraugen, schrille Farben und nette Extras im Innenraum.

zur FotoshowMarion Rodler
Den Twingo gibt's ab 9.390 Euro. Dynamique kostet 1.300 Euro mehr. 
Die Übergabe des Testwagens erfolgte mit den Worten: „Es ist ja eigentlich eher ein Frauenauto...“. Was sollte ich denn da noch erwidern? Die Farbe des Twingo, Purple Fuchsia, ließ keinen Zweifel an diesen Worten. Ich hoffte einfach, dass er mir in den kommenden zwei Wochen trotzdem gute Dienste leisten würde, auch wenn ich anscheinend nicht der stereotypische Fahrer wäre.

Stadtmensch
Die erste Ausfahrt zeigte schon: Der Twingo ist in der Stadt zu Hause. Der 1,2 Liter Motor stellt mit seinen 75 PS ausreichend Kraft zur Verfügung, um beim grünen Licht der Ampel flott von der Kreuzung loszustarten. Und nicht selten geschah es, dass ich in 50er-Zonen jenseits der Legalitätsgrenze umherraste. Ein Geschwindigkeitsbereich, der dem Twingo liegt. Verschlägt es einen mit dem kleinen, farbenfrohen Gefährt aber auf die Landstraße, ist von der Spritzigkeit nicht mehr viel übrig. Und nur den wirklich tapferen Fahrern rate ich zu einem Überholmanöver. Zwar hat der Twingo eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 169 km/h, doch um diese zu erreichen braucht es die Startbahn einer überladenen Tupolev. Das klingt jetzt negativer als es eigentlich ist. Mit 75 PS ist der Twingo nun einmal kein Gran Tourismo. Man geht ja auch nicht mit einer Wollweste in den Regen und wundert sich, dass man nass wird.

Ziemlich praktisch
Das pinke (oder violette?) Mobil hat ganz andere Vorzüge. Man ergattert in der Stadt erfreulich oft noch einen Parkplatz. Und trotz seiner knappen Abmessung von 3,70 Meter, finden auf der Rückbank auch Erwachsene (mit haarigen Beinen) Platz. Das ist vor Allem den einzeln verschiebbaren Rücksitzen geschuldet, wirklich praktisch dieses Komfort-Paket. Schiebt man die Sitze aber ganz nach vorne, konstruiert man einen brauchbaren Kofferraum, bei dessen Anblick so mancher Mini-Fahrer vor Neid erblassen würde. Mit einem kleinen Hebel lassen sich auch die Sitze einzeln umlegen. Die Ladefläche ist dann zwar nicht ganz eben, aber es passt noch einiges mehr hinein.

Das ist mein Extra
Abgesehen von praktischen 959 Liter Ladevolumen, bietet der Twingo im Innenraum noch manche Spielerei. Dazu sei aber angemerkt, dass unser Pressewagen in Dynamique Ausstattung schon mit ein paar Extras kam, die dem Standardmodell Trend fehlen, wie z.B.: ein Drehzahlmesser, Applikationen in Klavierlackoptik und leider auch ESP. Hervorheben möchte ich aber noch das Radio: Die Preisliste verwirrt hier ein wenig und verspricht für den Aufpreis von 180 Euro ein eigenes Display. Das gab's zwar nicht, dafür aber ein Audiosystem mit AUX- und USB-Eingang, sowie einer Bluetooth Freisprecheinrichtung über die man auch Musik hören konnte. Dieses Paket mag einem jetzt nicht völlig neu erscheinen, in einem Auto um 10.690 Euro ist es aber meist nicht in der Grundausstattung enthalten. Es ist dann zu verschmerzen, dass die Koppelung des Telefons nicht ganz so intuitiv abläuft wie anderswo.

Fast wie bei Xzibit
Ebenfalls extra zu bezahlen sind die 15-Zoll-Felgen „Air“, eines der wenigen Details, die gegen den Twingo als reines Frauenauto sprechen. Sie verleihen dem Twingo ganz wenig Rapper-Flair, so als wäre Xzibit vorbeigekommen um das Auto zu pimpen und hatte blöder Weise nur 492 Euro dabei. Diesen Gedanken gilt es im Kopf zu behalten wenn man sparsam durch die Stadt fährt – nie mehr als 6,4 Liter, fährt man brav auf der Autobahn sind es 5,8 Liter – und von manch anderem Verkehrsteilnehmer irgendwie nicht ganz ernst genommen wird.

Fazit
Hütet euch vor der Farbe Fuchsia! Ich bezweifle, dass der versprühte sommerliche Esprit auf Dauer das Gelächter der anderen aufwiegen kann. Abgesehen davon kauft man mit dem Twingo ein Auto, dass perfekt auf den städtischen Alltag zugeschnitten ist. Wer sich für den 1.2-Liter-Motor entscheidet, sollte kein Freund ausgedehnter Urlaubsreisen sein, und wenn doch, sollte er oder sie auch Geduld mitbringen. Bei 9.390 Euro beginnt der Twingo, 1.300 Euro in das Dynamique- und 300 in das Komfort-Paket zu investieren ist sehr zu empfehlen. Und wer zur Präsentation seines neuen Autos die Worte „Check out my new ride!“, verwenden will, kann sich ja noch die Felgen überlegen.

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DruckenSenden29.05.2012 von Christoph Adamek

 

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Motor/Getriebe:
Raumangebot:
Umwelt:
Fahrspaß:

Renault  Twingo  1.2 16V 75 Dynamique

Preis: 12.574 Euro
Vmax: 169 km/h
0 -100 km/h: 12,3 s
CO2: 119 g/km
MVEG-Verbrauch: Norm: 5,1 l (Im Test: 6,3 l)
Maße/Gewichte: 994 kg
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