Mini One Cabrio: Schicker Sonnenanbeter
Ebenfalls als Kipphebel ausgeführt, ist die Bedienung des Stoffverdecks – zu finden oberhalb des Innenspiegels. Zunächst schiebt sich der innere Teil des Verdecks über den Frontpassagieren nach hinten und bietet damit eine Schiebedach-Funktion. Bei nochmaliger Betätigung des Hebels faltet sich das Dach nach hinten zurück und kommt für alle sichtbar auf dem Kofferraumdeckel zu liegen. Das hat den Vorteil, dass das Kofferraumvolumen nur geringfügig beeinträchtigt wird und man jederzeit ungehinderten Zugang zum Gepäck hat. Erwähnt sei allerdings auch, dass der Stauraum bei offenem Verdeck bescheidene 125 Liter beträgt. Ist das Dach geschlossen, sind es 170 Liter. Praktischerweise hat das Mini Cabrio aber auch eine Durchlademöglichkeit. Die Rücksitzlehnen lassen sich umlegen, dadurch steigt das Kofferraumvolumen auf satte 660 Liter. Das Öffnen oder Schließen des Verdecks dauert schlanke 15 Sekunden und funktioniert auch während der Fahrt bis zu einem Tempo von 30 km/h.
Die feine Brise Frischluft
Im Gegensatz zu den glatt gestriegelten CC-Modellen stellt das Mini Cabrio seine Frontscheibe steil in den Wind. Die Passagiere sitzen bei geöffnetem Dach im Freien und können die feine Brise genießen, die gegen so manche Erwartungen nicht unangenehm ist. Außerhalb des Ortsgebietes empfiehlt es sich die Scheiben rauf zu geben und wirklich zart besaitete können im Fond noch ein Windschott installieren. Alternativ könnten in der zweiten Reihe auch zwei weitere Passagiere Platz nehmen, allerdings dürfen die Vordermänner oder -frauen nicht all zu groß sein, sonst sieht es mit der Beinfreiheit im Fond sehr schlecht aus. Die Geräuschkulisse ist auch bei geschlossenem Dach eine Spur höher als beim festverlöteten Mini, was aber an sich nichts Schlechtes ist, weil der Klang des Vierzylinders durchaus reizvoll ist.
Einstieg in die Welt des Spaßmobils
Der Einstiegsmotor im Mini Cabrio klingt richtig sportlich mit feinen Zwischentönen. Das verleitet dazu ihm hohe Drehzahlen zu gönnen. In diesen Bereichen zeigt sich der Motor dann auch recht spritzig und verhilft dem Fahrzeug zum oft zitierten Go-Kart-Feeling. Beim Beschleunigen auf Autobahntempo merkt man schon, dass das Aggregat mit 98 PS nicht übermotorisiert ist. Manchmal wünscht man sich auch etwas mehr Durchzugskraft, beispielsweise bei Überholmanövern. Auf der Freilandstraße mit entsprechend gutem Kurvenangebot hat das Mini One Cabrio dafür das Potenzial zum Spaßmobil. Die kompakten Abmessungen, die vergleichsweise breite Spurweite und das Leergewicht von 1160 Kilogramm fördern den Fahrspaß zusätzlich. Wer im Hinterkopf Begriffe wie „motorbezogene Kfz-Steuer“ abgespeichert hat, wird mehr als zufrieden sein mit dem 98-PS-Benzinmotor. Für den Unterhalt wird wiederum der Verbrauch interessant, der laut Werk wie erwähnt bei durchschnittlich 5,7 Litern liegt. Im entspannten Alltagsverkehr wird man kaum über 6,5 Liter kommen und wer sich gelegentlich der Spaßfraktion zuordnen lässt, muss im schlimmsten Fall einmal mit rund acht Litern rechnen.
Vielfältig erweiterbare Ausstattung
Rechnen heißt es auch bei der Preisgestaltung des Mini One Cabrio. Der Listenpreis markiert den Einstand bei 21.190 Euro. Dafür bekommt man unter anderem Front- und Seitenairbags geboten, sowie das Stabilitätsprogramm DSC, elektrische Fensterheber, Einparkhilfe hinten, CD-Radio und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Dann gibt es für das Mini One Cabrio noch die beiden Ausstattungspakete Austrian Salt und Austrian Pepper. Im Testwagen war das Pepper-Paket für 2311 Euro Aufpreis mit Lederlenkrad, Chromline Exterieur, Nebelscheinwerfern, Klimaanlage, Bordcomputer, „Always Open Timer“, Leichtmetallrädern und anderen Details verbaut. Dazu kommen noch weitere Sonderausstattungen, wie Sport-Lederlenkrad, Klimaautomatik und Sitzheizung und Zubehörteile wie das Windschott, Dekorelemente und das portable Mini-Navigationssystem mit Halterung am Instrumententräger. Macht unter dem Strich einen Endpreis von 25.087 Euro – keine Okkasion, aber Lifestyle hat seinen Preis. Das sieht man auch bei anderen Produkten wie einem iPhone.
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