Lexus CT 200h: Den anderen voraus
Kann der Lexus CT 200h dank Hybridantrieb der Premium-Konkurrenz das Fürchten lehren?

Mit dem CT 200h gibt Lexus sein Debüt in der Kompaktklasse und dann gleich ausschließlich Hybridantrieb.
Mit dem Q5 hat Audi eines und ab 2012 mit dem A6 Avant bald zwei Hybridmodelle. BMW kann mit dem 7er und dem X6 ActiveHybrid ebenfalls auf zwei Fahrzeuge mit Benzin- und Elektroantrieb verweisen. Mercedes beschränkt sich aktuell auf ein S-Klasse Hybridmodell. Porsche hat mit dem Cayenne und dem Panamera immerhin auch zwei Teilzeit-Stromer. Es gibt da aber einen Premium-Hersteller, der gleich auf vier Baureihen verweisen kann, die jeweils ein Hybridmodell beinhalten. Nicht zu Unrecht darf sich die Marke Lexus als Vorreiter bezeichnen. Mit dem aktuellsten Hybridmodell dem CT 200h beschreiten sie zudem doppeltes Neuland. Erstmals für Lexus haben sie ein Kompaktmodell im Angebot und erstmals überhaupt gibt es einen Premium-Kompakten mit Hybridantrieb.
Verbrauchswerte unter dem Niveau von Dieselmodellen
Die Vorteile manifestieren sich in einem Punkt, dem Verbrauch. Die Basisversion Eco verbraucht im Schnitt 3,8 Liter, die höheren Ausstattungslinien gönnen sich durchschnittlich 4,1 Liter Benzin pro 100 Kilometer, respektive liegt der CO2-Ausstoß bei 87 bis 94 g/km. Geringes Verkehrsaufkommen und die passende innere Einstellung vorausgesetzt, kann man bei vorausschauender und zurückhaltender Fahrweise den realen Verbrauch vielleicht unter vier Liter drücken. Im normalen Alltag muss man die Latte aber höher ansetzen. Dennoch sind 4,6 Liter wie in unserem Test realistisch und auch bei Fahren von Kurzstrecken in der Stadt wies der Bordcomputer nicht mehr als 6,3 Liter pro 100 Kilometer aus – Werte die sich mit vergleichbar großen Dieselmodellen auch kaum unterbieten lassen.
Im Wechselspiel der Kräfte
Gespannt ob der Technik besteigt man den Lexus CT 200h und beobachtet während der Fahrt die unterschiedlichen Kraftflüsse, die im Informationsdisplay vermittelt bekommt. Nach Drücken des Startknopfes passiert nichts als das Ertönen eines Signaltons und das Erscheinen einer Ready-Anzeige. Mittels kleinem Wählhebel wird die Drive-Stellung eingelegt. Fuß vom Gas und der Wagen rollt lautlos an. Mit zärtlichen Gasfuß kann der CT 200h rein elektrisch bewegt werden. Im EV-Modus funktioniert das bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h für eine Strecke von rund zwei Kilometern. Wer stärker beschleunigt, setzt automatisch den Benzinmotor in Gang. Je nach Situation kann der Benziner alleine oder in Zusammenarbeit mit dem Elektromotor oder wie gesagt auch dieser alleine für den Vortrieb sorgen. Der Wechsel der Antriebsarten erfolgt fast ruckfrei. Im Schubbetrieb und beim Bremsen kehrt sich die Funktion des Elektromotors um. Die gewonnene Energie fließt in die Nickel-Metallhydrid-Akkus zurück, die sich im Kofferraumboden befinden. Äußerst angenehm ist das Geräuschniveau. Man hört so gut wie gar keinen Lärm. Nicht nur der Elektromotor arbeitet ausgesprochen leise, auch der Verbrennungsmotor hält sich dezent zurück.
Nur ansatzweise sportlich
Nur wer stärker Gas gibt, muss mit einem lauteren Motorengeräusch rechnen. Schuld daran ist nicht zuletzt das stufenlose Automatikgetriebe. Beim Beschleunigen schnellt die Drehzahl in lichte Höhen und verbleibt dort, begleitet von angestrengt lautem Motorengeräusch. Wer sich das öfter antun will, der wechselt mittels Drehschalter auf der Mittelkonsole vom Eco- oder Normal-Modus in den Sport-Modus. Dann ändert sich die Instrumentenbeleuchtung von blau zu rot und statt der Ladeanzeige des Hybridsystems erscheint links neben der Geschwindigkeitsanzeige ein Drehzahlmesser. Es wird mehr Antriebsleistung zur Verfügung gestellt und Überholvorgänge erleichtert. Maximal können Verbrenner und Elektromotor im Zusammenspiel 136 PS zur Verfügung stellen. Obwohl der Lexus CT 200h sehr straff abgestimmt ist, mutiert er aber nicht gleich zum wahren Sportler. Der Beschleunigungswert von 0 auf 100 km/h dauert 10,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h.
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DruckenSenden28.09.2011 von Thomas Weibold