Peugeot RCZ: Franz aus Graz düst an
Dynamik und Vernunft
Rasant will man nun also zu zwei ins verlängerte Wochenende enteilen. Stellt sich die Frage, ob die 156 PS der Basisversion dafür auch ausreichend sind, um mit einem hohen Maß an Fahrspaß bedient zu werden? Der 1.6 THP 160 arbeitet mit Turbolader und Benzindirekteinspritzung und kann damit auf ein maximales Drehmoment von 240 Nm zwischen 1400 und 4500 U/min verweisen. Steuerlich günstiger als das eng verwandte Triebwerk mit 200 PS, kann es außerdem auf einen guten Verbrauchswert von 6,7 Litern im Schnitt aufwarten. Im Testzyklus waren es 7,9 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Mit 8,3 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h darf man durchaus auch zufrieden sein. Dank des knackigen Sechsgang-Schaltgetriebes genießt man zusätzliches Vergnügen beim Sprintrennen.
Fahrmaschine für dynamische Zeitgenossen
Der wahre Spaß am Fahren fußt allerdings nicht im Antrieb alleine. Maßgeblich sind das Fahrverhalten und die Straßenlage. Erstens liegt der RCZ sehr tief und hat dementsprechend einen niedrigen Schwerpunkt. Zweitens ist das Fahrwerk unheimlich straff und verleitet zu sportlicher Fahrweise. Erstaunt wird man vernehmen, dass die technische Basis des Fahrwerks aus der 308 Limousine stammt. Der RCZ hat aber eine breitere Spur und entsprechend angepasste Achsen und Stoßdämpfer. Manchem mag der sportliche Franzose bei der Fahrt über Kanaldeckel etwas hart vorkommen, bei der dynamischen Kurvenfahrt weiß man diese Abstimmung aber zu schätzen. Die Lenkung ist sehr präzise, für wirklich sportliches Fahren würde man sich aber ein kleineres Lenkrad wünschen. Sollte man es übertreiben, greift das elektronische Stabilitätsprogramm forsch ein. Ein Faktor der die Fahrzeugstabilität ebenfalls unterstützt ist der ausfahrbare Heckspoiler. Ab 85 km/h fährt er in einem Winkel von 19 Grad automatisch aus, über 155 km/h stellt er sich mit 34 Grad in den Wind, unter 55 km/h geht er wieder in die Ausgangsstellung.
Gut investiert
Was bekommt man für den Einstiegspreis von 29.990 Euro? ESP, Front- und Seitenairbags sind auf der Sicherheitsseite dabei, ebenso wie das autonome Telematikmodul, das auf Knopfdruck oder bei einem Unfall automatisch einen Notruf senden kann. Zur Serienausstattung gehören des Weiteren: Einparkhilfe hinten, elektrische Fensterheber, Tempomat, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, CD-Radio, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Lederlenkrad und 18-Zoll-Alufelgen. Das schon erwähnte Vollleder-Paket Nappa Exclusive beinhaltet nicht nur die Lederausstattung, sondern auch Bi-Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, Einparkhilfe vorne, Reifendrucksensoren und den Regensensor. Im Telematikpaket gibt es ein Navigationssystem, eine 40-GB-Festplatte sowie einen USB-, SD-Card- und Videoanschluss.
Peugeot RCZ im Intensivtest
Peugeot feiert heuer den 200. Geburtsta...
Der RCZ - gebaut übrigens bei Magna Ste...
Vorne prangt ein großer Kühllufteinlass...
DruckenSenden08.11.2010 von Thomas Weibold