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Intensiv-Tests

Nissan 370Z Roadster: Sturmwarnung!

Sportwagen-Purismus
Die verschärfte Sportlichkeit wird in jeder Phase spürbar. Am Berg oder auf der Rennstrecke läuft der Nissan zur Hochform auf, lässt sich präzise dirigieren und dank des Heckantriebs ganz einfach zu einem gepflegten Drift verführen. Dabei besitzt die Vorderachse eine erfreulich gute Traktion, was in schnellen Kurven durchaus geschätzt wird. Standfeste Bremsen und ein straffes Fahrwerk, das sich auch bei Lastwechseln nicht aufschaukelt, sind weitere Bausteine zur guten Laune. Erstaunlich ist auch die geringe Neigung zu Verwindungen, die jedes Auto, in höherem Maß jedoch Cabrios besitzen. Der Nissan 370Z Roadster schließt in dieser Disziplin zu den klassenbesten offenen Sportwagen, vornehmlich deutscher Herkunft auf. Konkret bedeutet das: Unterschiede zum Coupé sind kaum wahrnehmbar.

Hart, aber herrlich
Die austrainierte Athletik des 370Z Roadster spürt man freilich nicht nur auf der Rennstrecke – auch im Alltag macht sich das dynamische Potenzial bemerkbar. Der Nissan zählt also nicht zu den komfortablen, weichgespülten Flanier-Roadstern, sondern teilt seinen Passagieren in seiner eigenen Sprache mit, aus welchem Flickwerk die Straßen bestehen. Dafür ist die straffe Verbindlichkeit des Fahrwerks verantwortlich, das sich zur Direktheit im Antriebsstrang reiht. Beim Kuppeln hat man ein wenig das Gefühl, den Motor vermittels der eigenen Beinkraft vom Getriebe zu trennen. Auch ruckelt es beim Stop-and-Go immer ein wenig, das Fahren von echten Sportautos ist eben nicht nur reizvoll, sondern auch immer ein wenig gereizt.
All diese kleinen Handicaps im Alltag sind freilich weit davon entfernt, einem die Freude am 370Z Roadster zu vergällen (dann würde ja auch niemand mehr einen Ferrari oder Lamborghini fahren). Es sind einfach dezente Hinweise auf ein Potenzial, das zum Bummeln und Cruisen viel zu schade ist. Wer sich für diese Disziplinen interessiert, kann immerhin eine Ausweichsstrecke wählen – sie führt über das optionale 7-Gang-Automatikgetriebe, das mit Paddles und quicken Schaltzeiten mehr als nur ein Kompromiss ist.

Das Resümee
Der Nissan 370Z Roadster ist in vielfacher Hinsicht ein faszinierendes Auto: scharf geschnitten, knackig proportioniert und mit Leistungs- sowie Fahrwerten, die ihn auch neben einem Neunelfer Cabrio bestehen lassen. Im Vergleich zum deutschen Klassiker kostet er aber deutlich weniger als die Hälfte, auch kein übles Argument. Dabei würde schon die reine Seele eines echten Sportwagens fürs Entzünden der Leidenschaft reichen, mit einem Potenzial, das man immer gerne ausschöpft – egal ob im Sommer oder Winter. Die Unterschiede werden zunehmend ohnehin kleiner.

Oben offen: Nissan 370Z Roadster

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DruckenSenden30.06.2010 von Peter Schönlaub

 
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