Alles andere als ein weichgewaschener City-Offroader: So präsentiert sich der Subaru Forester im autonet-Intensivtest. Der laufruhige, durchzugsstarke und sparsame Boxer-Diesel macht den vormaligen Exoten unter den Kompakt-SUV mehrheitsfähig.
Sollen sich doch die anderen SUV dieser Kampfklasse das verwaschene Mäntelchen "Lifestyle" umhängen. Der Subaru Forester kommt kaum in den Verdacht einem Trend nachzuhecheln. Den Japaner gab es schon, als der Begriff SUV noch lang keiner war. Hauptklientel der ersten und zweiten Generation waren Förster und Landwirte. Und auch wenn der neue Forester in seiner dritten Ausgabe nun den ästhetischen Ansprüchen urbaner Bevölkerungsgruppen näherkommt, er ist und bleibt der handfeste Charakter unter den SUV.
Kein Blender
Hochseriös kommt der Forester III in neuem Beinkleid daher, klar, bar jeglicher Verspieltheit. Der trotz Chromumrandung zurückhaltende Kühlergrill wird von zwei modernen, an der Unterseite sanft geschwungenen Scheinwerfern flankiert. Die in den Frontschürze eingearbeiteten Nebelleuchten sorgen optisch für einen tiefen Schwerpunkt, was dem Forester einen kraftvollen Auftritt verschafft. Die Seitenansicht prägen plane Flächen, ohne die derzeit üblichen, scharf geschnitten Linien und ausgeprägten Sicken. Große, weit in die Flanken reichende Heckleuchten bilden den Abschluß. Als fade ist die Optik beileibe nicht zu bezeichnet. Grundehrlich, das trifft die Sache voll und ganz. Forester, da weiß man was man hat: dieser, der Waschmittelindustrie entlehnte Werbespruch wäre für dieses Fahrzeug passend.
Nüchtern, aber funktionell und hochwertig
Innen hält der Forester, was er außen verspricht: Die hochwertigen Materialien sind solide verarbietet. Das Design ist sehr nüchtern gehalten. Die Mittelkonsole beherbergt neben der Radio/CD-Einheit lediglich drei Drehknöpfe für die Klimaanlage und die Taste für die Warnblinkanlage. Für den nötigen Farbtupfer sorgen die blauen Armaturen. Die Sitze sind straff gepolstert und bieten guten Seitenhalt. Im Fond ist dank des auf 2,6 Meter gewachsenen Radstands viel Platz für Passagiere und der Kofferraum ist mit 450 Liter Volumen guter Klassendurchschnitt.
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