Audi A4: Der Millionär
Im Februar bringt Audi die neunte Generation der A4-Baureihe gegen 3er BMW und Mercedes C-Klasse in Stellung. Spritsparender und gleichzeitig dynamischer soll das Ingolstädter Zugpferd geworden sein. Ob’s stimmt, zeigt die erste Ausfahrt.

Der Audi A4 startet als handgeschaltete 120-Diesel-PS Limousine bei 31.610 Euro.
Kaum eine Fahrzeug-Baureihe ist so erfolgsverwöhnt wie die des Audi A4. Seit der ersten Generation von 1994 haben die Ingolstädter weltweit mehr als fünf Millionen A4 verkauft. Beginnt man bereits bei dem 1972 erschienenen Audi 80 zu zählen, sind es sogar weit mehr als 10 Millionen (!) produzierte Mittelklasse-Limousinen. Und um den A4 weiterhin auf Erfolgskurs zu halten, rollt er ab Februar dezent aufgehübscht und technisch verfeinert zu den Händlern.
Erkennungsmerkmal
Wie der A6 und zuletzt der A5, trägt der A4 künftig keilförmig zulaufende Scheinwerfer und den an den oberen Ecken angeschrägten Singleframe-Grill. Ein Blickfang, und ebenfalls von A6 und A5 bekannt, ist das LED-Tagfahrlichtband der optionalen Xenon-Scheinwerfer. Leicht erfrischt zeigt sich auch das Cockpit, in dem nun viele Bedienelemente durch schmale Chromspangen verziert sind. Zudem stehen neu gezeichnete Lenkräder und Interieurleisten zur Wahl. Audi hat aber nicht nur für das Auge am Interieur Hand angelegt. So kommt das MMI-Bediensystem in Zukunft mit vier statt vormals acht Tasten aus und die Sitzheizung sowie Klimaanlage sind einfacher zu regulieren.
Spritsparende Lenkung
In den A4 verpflanzt Audi eine ganze Armada an technologischen Schmankerl, wie zum Beispiel die elektromechanische Servolenkung, die spontan anspricht und eine gute Rückmeldung liefert. Sie beansprucht bei Geradeausfahrt keine Energie und senkt so den Durchschnittsverbrauch je 100 km um 0,3 Liter. Auf Wunsch ist sie Bestandteil des „Audi drive select“-Fahrdynamiksystem, bei dem der Fahrer die Kennlinien von Gaspedal, Automatikgetriebe und Servolenkung beliebig verändern kann. Dann passt die elektromechanische Servolenkung ihre Übersetzung der Fahrgeschwindigkeit an. Soll heißen, im Stadtverkehr arbeitet sie sehr direkt und bei schneller Fahrt wird der Geradeauslauf unterstützt. Zudem kooperiert sie optional mit dem aktiven Fahrspurassistenten „Audi active lane assist“.
Assistenten-Armee
Das aufpreispflichtige Abstandsradar „adaptive cruise control“ beinhaltet nun einen Notbremsassistenten, der bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h im Notfall selbsttätig eine Vollbremsung einleitet. Das in allen A4 verbaute „Fahrerinformationssystem mit Pausenempfehlung“ beobachtet ab 65 km/h permanent die Lenkbewegungen sowie die Schalter- und Pedalbetätigungen des Fahrers, und erstellt ein individuelles Profil. Weicht der Fahrer davon ab, erhält er eine optische und akustische Warnung. Beim „Audi side assist“ überwachen auf Wunsch ab 30 km/h zwei Radarsensoren im Heck das Geschehen hinter dem A4. Bewegt sich nun ein anderes Fahrzeug in den toten Winkel, leuchtet eine gelbe LED im Gehäuse des Außenspiegels auf.
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DruckenSenden08.12.2011 von Raphael Gürth
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