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perfekte Rettungsgasse auf B17 bei Augsburg
 
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FF Königsbrunn - Video wird zum Internethit

"So etwas habe ich in meinen 30 Dienstjahren nicht erlebt." Das Video einer perfekte Rettungsgasse bei einem Einsatz der FF Königsbrunn (Bayern) wird zum Internethit.

01.05.2016 | 15:56 | autonet

Sie ist einfach perfekt: die Rettungsgasse von der B17, aufgenommen von der Freiwilligen Feuerwehr Königsbrunn. Ein Videomitschnitt von dem Weg zu einem Unfallort dreht im Internet derzeit die virale Runde.

Die Perfekte Rettungsgasse

"Das Video muss ein fake sein! Habe in über dreißig Dienstjahren niemals eine so perfekte rettungsgasse gesehen. Berliner Autofahrer sind dafür einfach zu dämlich", lautet  der bestbewertete Kommentar unter dem Facebook-Video. Doch auch darauf hat die Feuerwehr Königsbrunn eine Antwort: "Nein, dass ist kein Fake - Wir sind ja hier auch in Bayern - nicht in Berlin!" Auch dafür gibt es eine Menge likes von den Facebook-Usern. Bis jetzt wurde der Beitrag 10.534 Mal geteilt, mehr als 3400 Facebook-User beteiligten sich an der Diskussion.

Keine Übung

Auch eine Übung, so ein weiterer Verdacht der Internet-Verschwörungstheoretiker, sei das nicht gewesen, bestätigt der erste Kommandant der Feuerwache, Rainer Schmid, im Gespräch mit der "Welt" den Einsatz. Diese würden auf der B17 ohnehin nicht gefahren. Wozu auch? Wer sich durch die Polizeimeldungen wühlt, stellt fest, dass sich auf dieser Trasse nahezu jede Woche ein Unfall zuträgt.

Was war eigentlich passiert? Gegen 19 Uhr am 13. April hatte eine Frau Polizeiangaben zufolge ein anderes Fahrzeug zwischen den Anschlussstellen Königsbrunn-Nord und -Süd überholt. Noch während des Überholvorgangs schwenkte sie wieder auf die rechte Spur und drängte das Fahrzeug so an die Außenplanke. Kurz darauf sei sie selbst auch gegen die Planke geprallt, habe sich mehrfach überschlagen und sei schließlich mitten auf der Bundesstraße liegen geblieben. Auf dem Dach.

Die Realität sieht meist anders aus

Das Löschfahrzeug, das zur Aufnahme auslaufenden Öls gerufen wurde, sei dann mit einem Zeitversatz von rund fünf bis zehn Minuten am Unfallort eingetroffen. Rettungswagen und Polizei hätten zuvor die Gasse "durchgeblasen". Danach sei die Gasse nicht mehr verschlossen worden.

Die Realität sei nämlich meist eine andere. Autos scheren nach dem Durchfahren der Rettungswagen meist wieder ein. Rettungskräften geht dann meist wertvolle Zeit verloren. Im Ernstfall verstreicht zu viel Zeit.

Eigentlich, so Schmid , sei das Filmen von Einsätzen grundsätzlich verboten. Allein schon aus Datenschutzgründen. Der Kollege, der auch die Facebook-Seite der Feuerwehr betreut, habe hier aus Schulungsgründen das Handy gezückt. Absoluter Glückstreffer.

Mehr Autonews auf wirtschaftsblatt.at

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