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44.460 kostet unsere volle Test-Hütte. Dafür gibt's bei Audi gerademal den kleineren A4 Avant mit gleichem Motor, jedoch ohne Zusatzausstattung.
 
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Skoda Superb Combi L&K: Was man so braucht

Im autonet.at-Intensivtest zeigt sich der Skoda Superb Combi mit Automatik und 170 Diesel-PS herrlich unprätentiös.

28.12.2012 | 00:00 | (autonet)

Was braucht der Mensch? Natürlich könnte man auf diese Frage mit einer endlosen Aufzählung von teuren und prestigeträchtigen Dingen antworten. Und je länger man sich damit beschäftigt, desto mehr würde einem einfallen. Wäre es anfangs bloß eine Wohnung, so könnte man nach einiger Überlegung zu dem Entschluss kommen, man bräuchte ein großes Haus, geschmückt mit teuren Bildern und feinsten Stoffen. Und vielleicht noch ein eigenes Flugzeug … wenn wir doch schon dabei sind. Ein anderer könnte antworten, man brauche nichts, außer einem Dach über dem Kopf und etwas zu essen. Alles Weitere ist Luxus. Irgendwo in der Mitte dieser beiden weit auseinanderklaffenden Ansichten steht der Skoda Superb.

Viel dran …
In unserem Falle als Combi und in der „Laurin & Klement“-Version. Ein großes Fahrzeug mit reichlich Platz für Passagiere samt Gepäck, das musikalische Untermalung in gutem Klang bietet, sowie ausreichend technische Spielereien, um nicht fad zu wirken. Gleichzeitig bleibt der Superb aber angenehm unprätentiös, spielt sich nicht als Luxuslimousine auf und trifft als Sprössling der Marke Skoda auf weniger Neid als so manch anderes Flaggschiff einer Marke.

… und drin
Dabei bietet er aber kaum weniger als diese. Egal ob Zwei-Zonen-Klimaautomatik oder Komfortsitze, ob Bi-Xenon-Scheinwerfer oder Sitzheizung im Fond. All das ist bei unserem Superb schon in der Serienausstattung vermerkt. Nur die Perleffekt-Farbe, das elektrische Panorama-Glasschiebedach und die belüfteten Vordersitze wollen extra bezahlt werden. Unterm Strich stehen dann 44.460 Euro. Eine stattliche Summe, bei der aber jeder Euro gerechtfertigt ist. Beim Konzernbruder Audi bekommt man für diesen Preis einen kleineren A4 Avant mit dem gleichen Motor, aber beinahe ohne Zusatzausstattung. Skoda legt mit diesem Preis-Leistungs-Verhältnis eine echte Messlatte. Daran kann auch das etwas veraltete Fahrwerk nichts ändern, das sich ein wenig schwammig anfühlt, oder das Navigationssystem, das hie und da den gut gemeinten Tipp abgibt, gegen eine Einbahn zu fahren.

4x2
Mit dem 170 PS Diesel ist der Superb zudem gut motorisiert. 8,9 Sekunden braucht man vom Stillstand bis auf Tempo 100, 220 km/h sind es maximal. Mit dem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe muss man sich theoretisch mit 218 km/h zufrieden geben, gewinnt dadurch an Komfort. Der wahre Wermutstropfen ist aber, dass sich das DSG nicht mit Skodas 4x4 Allradantrieb kombinieren lässt, denn die Vorderreifen sind mit dem maximalen Drehmoment von 350 Nm oft leicht überfordert. Dafür schenkt sich der Fronttriebler den halben Liter Diesel, den die 4x4-Version mehr braucht und kommt im Schnitt mit 6,1 Liter (ohne DSG 5,8l) auf 100 km aus. In unserem Intensivtest waren es schließlich 6,7 Liter. Dabei war der Superb aber selten leer, denn die 633 Liter Kofferraum, bei umgeklappten Rücksitzen sogar 1.865 Liter, luden zum Transport von sperrigen Weihnachtsgeschenken ein.

Fazit
Der Superb bietet zu einem vernünftigen Preis alles was man braucht und mehr. Das Interieur ist luxuriös und komfortabel, der Motor kräftig und dabei doch sparsam. Wer mit dem schwammigen Fahrwerk und dem Underdog-Image von Skoda aber kein Problem hat, wird so schnell keinen vergleichbaren Neuwagen finden.

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