VW up!: So fährt sich das "Wolferl"
Mit dem up geigen die Wolfsburger im Segment der Kleinstwagen wieder voll auf und bringen Prestige in diese Klasse. Ob und wie sich der kleinste Wolfsburger von bereits am Markt befindlichem unterscheidet, lesen Sie im ersten Fahrtest.

Der up! bringt Leben in das Kleinstwagensegment. Um den Basispreis von 9.990 Euro gibt es bereits Klima, CD-Radio und die City-Notbremsfunktion an Bord.
Es stimmt schon, da hat der Herr Kollege recht: Volkswagen hat den Kleinstwagen mit dem up nicht erfunden, auch wenn sie so tun als ob. Was allerdings sehr wohl behauptet werden kann, ist, dass die Wolfsburger dieses Segment mit ihrem Neuzugang kräftig wiederbeleben, ein wenig Glanz und Glamour hinein bringen und vom Mief des Arme-Leute-Autos befreien. Mit dem up wird es plötzlich schick, sich am untersten Ende der Produktkette zu orientieren. Insofern hat VW mit dem up diese Fahrzeugklasse neu erfunden und der Herr Kollege unrecht.
Zauber der Marke
Was aber ist das, was den up so anders macht als etwa einen C1, einen Aygo, einen Ka oder einen Hyundai i10? Auf der einen Seite ist es natürlich das sagenhafte Marketing-Brimborium, das dieses Auto gleich in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Auch das fast schon unverhältnismäßig groß am Kühlergrill platzierte Logo, bringt dem up einen gehörigen Zuneigungsvorschuss ein. Das ist nun einmal so, das ist der Zauber der Marke. Allerdings kann der up seine angepeilte Ausnahmeposition auch bei näherer Betrachtung und tieferem Eindringen in die Materie verteidigen, wie wir anlässlich der ersten Fahrpräsentation festgestellt haben.
Platz ist vorn . . .
Das fängt schon bei der ersten Sitzprobe am Steuer an. So unbeengt sind wir uns in einem Viersitzer dieser Größenordnung (3,54 Meter lang und 1,64 Meter breit) noch nie vorgekommen. Oben, unten, links, rechts ist Raum, wie es so mancher Kompaktwagen nicht zu bieten hat. Herrlich luftig sitzt man in der ersten Reihe, was neben der gefinkelten Raumausnutzung auch dem sehr aufgelockert und übersichtlich gestaltetem Cockpit zuzuordnen ist. In der Basisvariante „take up“ wirkt das ganze vielleicht doch ein wenig rudimentär. Wer es gern etwas weltläufiger hat, kann, wie bei den deutschen Herstellern üblich, aus einer langen Liste an Optionen auswählen und den Schrumpfteutonen up-pimpen. Eines der wichtigsten Zusatzgoodies ist das Navigations- und Infotainmentsystem „maps+more“ um 322 Euro, das es für alle, die bis 31. Dezember dieses Jahres zuschlagen, gratis gibt.
VW up!: Der erste Test
Mit viel Marketing-Brimborium etablier...
Auch wenn VW so tut: Erfunden haben sie...
Was aber ist das, was den up so anders ...
DruckenSenden13.10.2011 von Christian Zacharnik