VW Tiguan TDI 4Motion: Alles bleibt besser
Das Facelift hat dem kompakten VW-SUV sehr gut getan. Das zeigt sich vor allem in der auf optische Reize ausgelegten neuen Ausstattungslinie Track & Style. Was der renovierte Musterknabe sonst noch so im Talon hat, lesen Sie im folgenden autonet-Intensivtest.

Macht nicht jünger, aber zufriedener, wenn man ihn sich leisten kann: der neue VW Tiguan Track & Style TDI BMT 4 Motion.
Wer sich regelmäßig auf diesem Portal tummelt, wird eines wissen: SUV sind des hier zugange seienden Motorredakteurs ausgesprochene Sache nicht. Vor allem jene riesenhaften, schweren, behäbigen und protzigen nicht, die in großstädtischen Gefilden so heillos deplaziert sind wie ein Porzellan im Elefantenladen, oder so. Aber auch der Sinn und Nutzen der kompakteren Varianten ist eine dem Autor etwas kryptische Angelegenheit. Was soll ein solches denn nämlich besser können, als etwa ein beallradelter Kombi, wenn man schon das Antriebsmoment auf allen Vieren braucht? Das sind halt die hoch geistigen Fragen, die hier Verfassendem durch die Ganglien schleichen. Allerdings immer nur bis zu dem Moment, in dem das Gedachte durch praxisnahe Erlebnisse relativiert wird. So war es nun denn auch wieder mit dem neuen Tiguan.
Wider das Altern
Kein Wunder ist es nämlich, dass sich die so genannten Emptynesters um Autos wie den Tiguan reißen. Das mit dem hoch sitzen hat immer wieder etwas für sich, wenn auch nicht aus Übersichtsgründen, wie oft ins Treffen geführt wird. Bequem ist es einfach, punktum. Da braucht man es gar nicht im Kreuz zu haben um das Geraden-Rückens-Einsteigen lieb zu haben. Dass sich große Bodenfreiheit und hoher Aufbau auf des Lenkers Fremdbild auswirken wie graue Schläfen und Krähenfüsse ist eine andere Sache. Diesem Alterungsprozess versucht VW beim renovierten Tiguan mit geglätteten Linien, gelifteten Tränensäcken und also schneidigerem Auftritt entgegenzuwirken.
Teuer . . .
Das umso mehr, als es diese neue Ausstattungslinie Style & Track gibt, die das Nützliche, nämlich Allrad mit dem Angenehmen, nämlich viel optisches Behübschungswerk, verbindet. Der von uns gefahrenen Tiguan kommt im - lustigerweise gerade bei SUV - so angesagtem Braun daher. Dazu gibt’s Chrom an Seitenschwellern, Kühlergrill, abgedunkelte Scheiben, und 16-Zoll Winteralus für die Außenwirkung. Innen machen lederbezogene Sitze, Schaltknauf und Lenkrad was her und über alledem erstreckt ein großes Panoramaglasdach. Soviel nette Atmosphäre kostet freilich und im Falle des Tiguan nicht zu knapp. 45.338 Euro müssen für den mit 140 PS starkem TDI, 7-Gang-DSG, Navi, Xenon und noch einigen Feinheiten mehr ausgestatteten Tiguan Track & Style TDI BMT 4Motion aufgebracht werden. Da bleibt für ähnlich ausgestattete Konkurrenzprodukte aus Fernost noch ein Geldbetrag im Gegenwert eines Kleinwagen über.
. . . aber nicht überteuert.
Was dann halt aber doch wie Schuppen von den Augen fällt, ist, wie ausgesprochen friktionsfrei sich der Tiguan handhaben lässt. Das fängt bei nur scheinbaren Nebensächlichkeiten wie etwa dem Mechanismus fürs Umklappen der Fondsitze an, geht weiter mit den punktgenau dort wo man sie braucht platzierten Ablagefächern und endet nicht bei dem mit dezenter Perfektion agierenden 7-Gang-DSG. Unaufdringlich auch der 140 PS Diesel, der den 1,7-Tonner nonchalant antreibt. Dass diese gefühlte Leichtfüßigkeit eine Tatsächliche ist, zeigt sich in einem Verbrauch von 7,3 Litern auf vornehmlich in der Stadt gefahrenen 100 Kilometern. Und das bei permanentem Allradantrieb, wohlgemerkt. Da leisten die diversen unter der Dachkennzeichnung BlueMotion Technology bekannten Effizienzmechanismen wie Start-Stopp, Rekuperation und Leichtlaufreifen reife Arbeit.
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DruckenSenden07.11.2011 von Christian Zacharnik
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