autonet.at gibt Auskunft, wie hart Verkehrssünden in den verschiedenen europäischen Urlaubsländern bestraft werden.
Das mühsam erarbeitete Geld gibt niemand gerne her, schon gar nicht der ausländischen Polizei auf dem Weg in den zumeist wohlverdienten Urlaub. Demnächst setzen sich wieder die karavanen in alle möglichen Himmelsrichtungen in Bewegung. autonet.at klärt dazu auf, welche Verkehrsdelikte im Ausland tunlichst vermieden werden sollten.
Zu beachten ist, dass die meisten EU-Länder ein Verkehrs-Abkommen mit Österreich haben. Somit werden Strafen ab 70 Euro auch von der heimischen Polizei eingetrieben. Noch strenger handhaben es die Nachbarn aus Deutschland. Von dort kommen schon Strafen ab 25 Euro nach Österreich. Auf den folgenden Seiten haben wir Land für Land die wichtigsten Infos bezüglich Tempo- und Alkohollimits und den damit einhergehenden Strafen zusammengefasst.
Kroatien
In Kroatien gelten 0,5 Promille (bis 24 Jahre 0,0 Promille!) am Steuer. Wer mehr im Blut hat, zahlt im günstigsten Fall 135 Euro. Die 70 Euro für 20 km/h zu schnell sind noch harmlos im Gegensatz zu 680 Euro, die für Geschwindigkeitsübertretungen von über 50 km/h zu entrichten sind. Nimmt man das Handy während der Fahrt in die Hand, sind schnell 70 Euro futsch.
Slowenien
Mindestens 180 Euro werden für eine Übertretung der 0,5 Promille-Grenze in Slowenien verlangt. 50 Euro sind für eine Geschwindigkeitsübertretung von 20 km/h und 120 Euro für die Benutzung des Handys am Steuer fällig. Eine „nicht gesehene“ Ampel greift mit 250 Euro ins Geldbörserl.
Italien
Um den Polizei-Lamborghini tanken zu können, haben sich die Carabinieri Italiens ein interessantes System einfallen lassen: Nachts, zwischen 22 und 7 Uhr, sind viele Strafen um ein Drittel höher. Alkohol am Steuer (über 0,5 Promille) kostet mindestens 540 Euro. Ab 1,5 Promille wird es besonders heftig. Dann kann es passieren, dass das Fahrzeug beschlagnahmt, enteignet und zwangsversteigert wird. Geschwindigkeitsübertretungen bis 20 km/h, das Überfahren einer roten Ampel oder Handy am Steuer kosten 155 Euro. Wer das Tempolimit um mehr als 50 km/h überschreitet legt mindestens 390 Euro ab.
Frankreich
Frankreich ist mit 135 Euro bei Alkohol am Steuer (mehr als 0,5 Promille) noch günstig, denn blitzt es bei 50 km/h zu viel auf dem Tacho, klafft ein großes Loch im Portmonee – 1.500 Euro. Rotlichtverstoß, Handy am Steuer, und 20 km/h zu schnell unterwegs, kosten jeweils zwischen 35 und 90 Euro.
Spanien
Wird die 0,5 Promille-Grenze in Spanien überschritten, sind mindestens 300 Euro zu zahlen. Eine Mindeststrafe von 90 Euro soll vor Geschwindigkeitsübertretungen, Rotlichtverstößen, und der Handynutzung am Steuer abhalten.
Was verlangen unsere nördlichen Nachbarn für Verkehrsdelikte und warum Verkehrssünder einen möglichst großen Bogen um die Schweiz machen sollten, erfahren Sie auf Seite 2.