Skoda Citigo: Dritter Zwerg von rechts
VW mischt mit Up! schon jetzt den Markt der Kleinstwagen ganz schön auf. Bald wird nochmal nachgelegt – und zwar mit seinem Zwilling made by Skoda. Was ihn vom Up! unterscheidet und wie er sich fährt, lesen Sie hier. Auf genaue Preisangaben müssen wir noch warten. Nur soviel: Er soll günstiger als der Up! werden.

Der Skoda Citigo soll die Preismarke des Up! noch mal deutlich unterschreiten. Mrktstart ist im Juni.
Anständige Absatzzahlen, die Gelegenheit, junge Autofahrer schon früh von der eigenen Marke zu überzeugen und das Aufpeppen des Images: all das erhofft sich Skoda vom neuen Citigo. Klingt nach einer großen Last für so kleine Schultern. Wir sind ihn gefahren.
Déjà-vu
Putzig sieht er aus, der „neue Kleine“, der Skodas Produktpalette nach unten hin abrunden soll: Kleine Räder, große Türen, kurze Überhänge, ein freundliches Gesicht ... er wirkt in sich stimmig – sowohl als 3- aber auch als 5-Türer, auch wenn er doch merklich biederer dasteht, als sein Wolfsburger Bruder, der Up!. Kennt man diesen übrigens schon, erwartet einen beim Erkunden des Autos ein Déjà-vu nach dem anderen. Die Abmessungen sind nahezu identisch, womit sich auch Kofferraum (251 bzw. 959L) und Platzangebot auf dem gleichen, für diese Klasse ausgezeichneten Niveau bewegen. In der ersten Reihe freut man sich also auch hier über ein Raumgefühl, von dem der eine oder andere Kompakte noch was lernen kann. Und selbst auf den „billigen Plätzen“ ist für Herr und Frau (jeweils einer bitte) Durchschnittseuropäer genug Raum, um auch mal weitere Strecken problemlos wegstecken zu können.
Aller guten Dinge sind drei?
Doch zurück hinters mit Leder bespannte Volant. Nimmt man am Fahrersitz Platz, schweift der Blick über ein nüchtern aber stilsicher gezeichnetes Armaturenbrett mit gut ablesbaren Rundinstrumenten, selbsterklärende Lüftungs- und Radiobedienelemente und letztendlich auf das portable Navigationssystem, das gleichzeitig einige Bordcomputer-Aufgaben übernimmt … was man so übrigens alles auch nahezu eins zu eins im Up! wiederfindet. Wird sodann der Zündschlüssel gedreht, meldet sich kurz darauf einer der beiden zum Start erhältlichen Drei-Zylinder-Ottomotoren zum Dienst, den man so ebenfalls bereits aus dem Wolfsburger Konzernbruder kennt. Da wie dort leistet er entweder 60 oder 75 PS und bietet bis zu 95Newtonmeter Drehmoment. Beide Aggregate taugen in Kombination mit dem knackig zu schaltenden 5-Gang-Getriebe durchaus dazu, den unter 900kg „schweren“ Citigo behände durch die Stadt zu scheuchen, oder sich auch mal auf die Stadtautobahn zu trauen. Ausgewachsene Autobahnen wären auch drin, erfordern aber etwas Anlauf.
Grünzeug
Aber Geschwindigkeit und Sportlichkeit sind ohnehin nicht die Disziplinen, in denen der Citigo trotz überraschend guter Geräuschdämmung und solidem Handling brillieren will – auch wenn er sich mit dem optionalen Sportpaket (Rennstreifen, Sportfahrwerk, schwarze Felgen) doch ein bisserl so aufspielt als ob. Viel eher soll er ein kleiner Sparefroh sein. Das gilt besonders dann, wenn man bei der Bestellung ein Häkchen beim bei der Option „Green tec“ setzt, das das Bremsenergierückgewinnung, Leichtlaufreifen, ein um 15 mm tiefer gelegtes Fahrwerk und eine Start/Stopp-Automatik beinhaltet. In der 75PS-Version mit eben dieser Ausstattung brachten wir es auf einen Durchschnittsverbrauch von knapp über 5 Litern. Kein schlechter, aber auch kein überwältigend guter Wert. Das automatisierte 5-Gang-Getriebe (DSG wird es keines geben), das etwas später nachgereicht wird, soll diesen Wert laut Skoda noch etwas drücken können.
Sicher ist sicher
Auch auf die Sicherheit wurde viel Wert gelegt. Das äußert sich nicht nur im verliehenen 5-Sterne-Rating des NCAP, sondern auch in dem verfügbaren City Safe Drive-System, das den Wagen automatisch zum Stillstand bringt, sollte man einem Hindernis ungebremst zu nahe kommen. Bis Tempo 30 funktioniert der elektronische Notanker, der durch einen in der Frontscheibe installierten Laser die Distanz zum Objekt vor einem misst (bis zu 10 Meter). Wird eine drohende Kollision für möglich befunden, bereitet sich das System auf ein Notbremsmanöver vor (Bremsanlage wir vorkonditioniert und der Notbremsassistent sensibler geschalten), und bringt das Fahrzeug im schlimmsten Fall selbstständig zum Stillstand.
Preis und Ausstattung
Wie viel der Citigo genau kosten soll, steht leider noch nicht fest und wird erst knapp vor Marktstart im Juni beschlossen. Sicher ist aber bereits, dass man sich preislich knapp unter dem Gegenstück aus Wolfsburg bewegen will. Zur Wahl stehen dann jedenfalls die üblichen drei Ausstattungslinien Active, Ambition und Elegance, wobei schon der günstigste Vertreter serienmäßig über eine Klimaanlage, ESP und eine Servolenkung verfügen soll. Darüber hinaus ist alles eine Frage der Geschmeidigkeit im Handgelenk beim Flug über der Extraliste. Da sollen sich dann unter anderem auch ein Sportpaket oder ein großes Panorama-Schiebedach wiederfinden.
Skoda Citigo Fünftürer: Schon gefahren
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DruckenSenden17.02.2012 von Johannes Posch
Schon gefahren
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