Ford Focus RS500: Traumwagen
Eine Runde Fahrspaß
Nach der Aufwärmrunde gönnen wir Danzinger den nötigen Respektabstand und genießen die rasante Fahrt im Focus RS500. Mit rund 120 km/h wird die Kurve nach Start/Ziel kurz angebremst, um im dritten Gang auch gleich wieder zu beschleunigen, sich dabei an den äußeren Kurvenrand hinausziehen zu lassen. Dann nach innen rechts – die Reifen machen sich erstmals akustisch bemerkbar. Den Fahrer und vor allem den RS500 kümmert das nicht. Kein Rucken, kein Vibrieren oder gar Reißen am Lenkrad. Wieder nach außen getragen geht es hinauf mit Vollgas zur spitzen Linkskurve. Einbremsen und hinunterschalten in den zweiten Gang, eng in die Kurve hineinstechen. Beim Hinunterfahren und der anschließenden Rechtskurve wird wieder einmal mit Verblüffung die Leistung des Fahrwerks bewundert. Nochmals Beschleunigen, hinauf zur nächsten Rechtskurve. Danach nehmen wir, schon wieder den Fuß am Gas die Rechts-links-Schikane vor Start und Ziel, tasten uns an die Boxenmauer ran und beglücken die dort wartenden mit dem Konzert aus den beiden massigen Auspuff-Endrohren. Das gleiche Spiel geht dann noch einmal drei Runden und dann heißt es schon wieder in die Boxengasse abbiegen. Kurz, aber groß war das Vergnügen.
Auf den Boden der Tatsachen
Natürlich fühlen wir uns wie ein verkanntes Motorsport-Talent. Aus diesen Träumen lassen wir uns beim nächsten Programmpunkt des Ford-Motorsport-Tages wieder zurückholen. Eine Taxifahrt am Beifahrersitz von Hannes Danzingers Fiesta R2B ist angesagt. Dabei zeigt uns der Rallyeprofi auf selber Strecke wie lustig man die Kurven in Melk nehmen kann und wie weit man doch von einer Karriere als Motorsportler entfernt ist. Im Melker „Paddock-Club“ laufen dann abschließend noch die Diskussionen, ob der Focus RS500 oder doch der kleinere Fiesta R2B (163 PS) die Strecke schneller umrunden könnte. Wir verlassen derweilen den Wachauring seufzend, wegen der verpassten Chance auf einen Focus RS500 im Privateigentum und sind uns nicht ganz sicher, ob wir das Angebot des Fiesta Sport+ als echten Trost empfinden sollten.
Trostspender für 19.990 Euro
Diesen gibt es nämlich im Unterschied zum Focus RS500 noch zu kaufen. Angetrieben von einem 1,6-Liter-Benziner mit 120 PS und fein herausgeputzt mit weißer Außenlackierung, blauen GT-Streifen, weißen 17-Zoll-Felgen, blauen Ziernähten an den Ledersitzen und dem Lederlenkrad und feinen Alupedalen vermittelt er durchaus auch schon optisch ein hohes Maß an Fahrspaß. Und das ganze Paket ist noch dazu viel erschwinglicher als der Focus RS500. Den Ford Fiesta Sport+ gibt es nämlich schon für 19.990 Euro.
DruckenSenden29.07.2010 von Thomas Weibold
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