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Schon gefahren

Jaguar XKR/XFR: Rauchen ist erlaubt

1020 PS am Nürburgring: Zwei R-Jaguars treten zum Tracktest am Grand-Prix-Kurs an. Das Rauchverbot wird natürlich aufgehoben: Mit 510 PS und Sperrdifferenzial spielen XKR und XFR bei den echten Sportlern mit.

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In freier Wildbahn lässt der feine Brite das Tier raus. Ein Kompressor aufgeladener V8 macht der Raubkatze ordentlich Beine. 
Jaguar hatte es nicht immer so eilig. Mit dem letzten Jaguar XK kam sich nur Liz Taylor am Weg nach Malibu schnell vor – der Vorgänger war schön, aber letztlich ein Cruiser für Hollywood-Diven. Der aktuelle XK spielt in einer völlig anderen Liga: Als erster „New Jaguar“ hat er nicht nur mit der Tradition gebrochen und den Weg für die coole Designlinie von heute bereitet. Auch der technische Anspruch ist ein völlig anderer: Mit seiner komplexen Alukarosserie hat der XK massiv abgespeckt, gleichzeitig wurde technisch aufgerüstet. Zum Einstand gewann die R-Version gleich einmal renommierte Vergleichstest gegen den Aston Martin Vantage – und zwar nicht nur wegen Vorteilen beim Komfort! Das war freilich bevor es Jaguar richtig wissen wollte: Seit dem Update im Vorjahr hat der XKR um fast 100 PS auf 510 erhöht und mit einem Sperrdifferenzial die letzte formale Hürde zur echten Racing-Performance aus dem Weg geräumt. Gleichzeitig gab man der Optik noch mehr Pfeffer und stellte dem Coupé einen schnellen Bruder zu Seite: Die Sportlimousine XFR verfügt über das gleiche sportliche Equipment. Beide wollen jetzt bei den echten Sportlern mitspielen: Wie schnell und vor allem wie unterhaltsam sie sind, klärt der Tracktest am Nürburgring Grand-Prix-Kurs.

Leistung satt, Kontrolle pur
Dass sich beide Autos auf der Rennstrecke sehr wohl fühlen, liegt zunächst an der heftigen Leistung: Wie die 510 PS starken R-Modelle nach der Dunlop-Kurve steil bergauf durch das Michael-Schumacher-S pushen, ist wirklich beeindruckend. Der V8-Kompressor-Motor baut schon bei 2000 Touren eine Drehmomentwelle auf, die erst tief in den Fünftausendern wieder verebbt. Für den Fahrer fühlt sich das nach dauerhaft heftigen Schub an. Die Wandlerautomatik zählt zu den allerbesten ihrer Art, das zeigt sie mit schnellen Schaltvorgängen auch auf der Rennstrecke. Die Schaltpaddels am Lenkrad liegen gut in der Hand. Der Drehzahlbegrenzer kündigt sich mit gelbem Blinken in den Armaturen vorab an. Um bei der gleichmäßigen Leistungsentfaltung immer den Überblick zu haben, wäre im Sportmodus noch ein zusätzlicher Piepston als Aufforderung zum Schalten angenehm. In den schnellen, mit dem dritten und vierten Gang gefahrenen Kurven baut sich beeindruckend hohe Querbeschleunigung auf, dennoch bleiben die R-Modelle im Grenzbereich sehr gutmütig.

Welchen Unterhaltungswert die beiden R-Modelle von Jaguar bieten und warum uns Jaguar Zeit zum Nachdenken gibt, erfahren Sie auf Seite 2.

Tracktest: Jaguar XKR/XFR

Mit 510 PS und Sperrdifferenzial spiele...  

Jaguar hat mit alten Traditionen gebroc...  

Der V8-Kompressor vermittelt bereits ab...  

DruckenSenden01.07.2010 von Fabian Steiner

 
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