Kia Sorento: Das Multitalent
Der neue Sorento überrascht mit sieben Sitzen und wahlweise Frontantrieb. Zudem bietet er dank neuer Plattform mehr Fahrkomfort.
Der neue Sorento löst seinen 2002 eingeführten Vorgänger ab.
Mitten in der Blütezeit der SUV-Modelle gesellte sich ein neuer Vertreter in die Riege der hochbeinigen Edel-Offroader. 2002 sorgte Kia mit dem Sorento für großes Aufsehen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren koreanische Automodelle vom Publikum als billig, nicht gerade attraktiv und mit zweifelhafter Qualität bewertet worden. Der Sorento leistete einen wichtigen Beitrag, um dieses Bild zu ändern. Plötzlich gab es auch für Ärzte, Rechtsanwälte und andere Freiberufler keinen Grund, einen weiten Bogen um ein Kia-Autohaus zu machen.
Gegenüber dem Vorgänger um 215 Kilogramm leichter
Sieben Jahre nach seiner Einführung hat sich die Akzeptanz von Kia zwar wesentlich gebessert, dafür plagt SUV-Modelle ein Imageproblem. Es ist gar nicht mehr so „in“, ein hochbeiniges, riesiges Allradmodell zu fahren. Trotzdem hat sich Kia durchgerungen, eine neue Version des Sorento auf den Markt zu bringen. Die Entwickler haben sich dabei alle Mühe gemacht, um Vorbehalte gegen SUV-Modelle zu verhindern. Der neue Sorento ist deutlich größer geworden und bietet nun bis zu sieben Personen Platz. Gleichzeitig hat er aber beim Gewicht abgespeckt. Statt eines Leiterrahmens kommt nun eine selbsttragende Karosserie zum Einsatz. Das bedeutet eine Gewichtseinsparung von 215 Kilogramm. Weitere 60 Kilogramm können sich Kunden schenken, wenn sie auf den Allradantrieb verzichten und zum Fronttriebler greifen. Und schließlich bietet Kia einen neuen Dieselmotor an, mit kleinerem Hubraum (2,2 Liter), mehr Leistung und Drehmoment (197 PS; 421 Nm) und geringerem CO2-Ausstoß (beachtliche 171 g/km).
Großzügiges Platzangebot
Im Auftritt passt der neue Sorento perfekt in den frischen Gesamtauftritt der Marke. Das Design des 4,7 Meter langen Offroaders wirkt klar und glatt. Chefdesigner Peter Schreyer geht sorgsam mit dem Einsatz von Linien und Kanten um und verschafft dem Sorento einen markanten Auftritt. Das schwarz gehaltene Interieur wirkt gediegen. Was einem vielleicht fehlen könnte, wäre ein umfangreicheres und farbiges Infodisplay im Intrumententräger, wie es die Konkurrenz zu bieten hat. Keine Kritik muss sich Kia dagegen beim Platzangebot anhören. Die hohe Sitzposition mit guter Rundumsicht und die ausreichende Kopf- und Beinfreiheit können begeistern. Im Gegensatz zum Vorgänger können nun bis zu sieben Personen Platz nehmen. Dafür wurde die zweite Sitzreihe neu entwickelt. Die äußeren Sitze lassen sich um- und hochklappen und erleichtern den Einstieg nach ganz hinten. Die beiden Sitze im Kofferraum können flach im Boden verstaut werden. Der Kofferraum selbst fasst bei voller Bestuhlung 111 Liter, 531 Liter als Fünfsitzer und 1546 Liter bei umgelegter zweiter Sitzreihe.
Wahlweise elektronisch gesteuerter Allrad- oder Frontantrieb
Wie eingangs schon erwähnt basiert der Kia Sorento auf einer neuen Plattform. Vorn kommt einen McPherson- und hinten eine Multilink-Aufhängung zum Einsatz. Der Schwerpunkt wurde abgesenkt, dadurch erhöht sich der Fahrkomfort auf der Straße. So fühlt man sich wie in einem herkömmlichen Pkw-Modell. In Kurven und bei Bergabfahrten kann der Sorento aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass man in einem großen, hochgestellten Gefährt sitzt. Unverändert ist das SUV-Modell natürlich mit Allradantrieb erhältlich. Bei Bedarf wird dabei die Antriebskraft elektronisch auch auf die Hinterräder verteilt. Für Fahrten im Gelände kann durch Drücken der Lock-Taste die Antriebskraft fix 50:50 auf die Achsen verteilt werden. Neu ist aber, dass der Sorento auch rein mit Frontantrieb bestellt werden kann. In beiden Fällen verfügt der Koreaner aber über ESP mit Bergan- und Bergabfahrhilfe.
Was der Kia Sorento in Punkto Sicherheit zu bieten hat und warum er sich nicht als "Schmutzfink" bezeichnen lassen muss, erfahren Sie auf Seite Zwei.