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Schon gefahren

Lamborghini Gallardo Spyder: Schrei aus Liebe

Der völlige, wunderbare Wahnsinn aus gutem Haus. Hätten wir dieses Auto länger, wir wären taub wie Beethoven, und der Motor würde nur die Drehzahlgrenze kennen – 8000 brüllende, kreischende, bestialisch in Hirn und Herz fetzende Umdrehungen.

Automobili Lamborghini Holding S.p.A.
Der Sound von unglaublichen 8000 Umdrehungen ist nicht der einzige Grund für den Griff zum Lamborghini Gallardo Spyder.  
Noch nie zuvor waren Worte so machtlos. Wie könnten Sie jenes akustische Inferno beschreiben, das hier stattfindet? Das Kreischen, Brüllen, Stampfen, Schnorcheln, Saugen, dieses Geschrei wie von tausenden Höllenhunden, die von Satan höchstpersönlich ins Gemächt getreten wurden?

Allein der Lärmpegel ist gewaltig (und man fragt sich, wie er die krawattigen Typisierungsbeamten passiert hat), aber es ist eben nicht nur Lärm, sondern ein vielschichtiger, vibrierender, ein sorgsam gewebter Klangteppich, auf dem wir wie vollkommen irre gewordene Akustik-Freaks von einem Ohren-Schlachtschmaus zum anderen eilen.

In der Welt der reichsten Hooligans
Natürlich provozieren wir dieses Theater. Würden wir brav mit dem sechsten Gang schnuckelige 130 fahren, dann hörten wir – fast nichts. Trotz des geöffneten Dachs und des fetten Motors wäre dann der Trommelwirbel so dezent wie der Fahrstil des Fahrers. Langweilig. Wer spielt schon Querflöte und Triangel, wenn Pauken und Trompeten bereit stehen?

Also machen wir’s lieber so: Mit dem vierten Gang hinein in einen dieser Lärmschutztunnel, die nur nach einem Lamborghini betteln. Danach bei gleicher Geschwindigkeit – etwa 100 km/h – in den dritten hinunter schalten. Das Ergebnis ist atemberaubend, aber nichts gegen die Orgie, die gefeiert wird wenn man nochmals zurückschaltet, in den zweiten Gang: Dann kratzt man hart am Drehzahlbegrenzer und ist dort angekommen, wo sich Wahnsinn und Euphorie Gute Nacht sagen – mitten unter den reichsten Hooligans der Welt.

Praktisch keine Gegenargumente
Der Vorzug, den Sound noch reifer und frischer in den Gehörgang geliefert zu bekommen, ist der Hauptgrund für den Griff zum neuen Spyder, allerdings nicht der einzige. Der zweite liegt auf der Hand: Auf Sonne, Wind und Wedeln mag man nicht unbedingt verzichten, nur weil man obendrein gerne 520 PS spazieren führen möchte. Der dritte Grund schleicht sich bei der Hintertüre herein: Die Spyderhaftigkeit wurde von Lamborghini so gut umgesetzt, dass es praktisch keine Gegenargumente gibt.

Mögliche Verwindungen, die natürlich völlig indiskutabel wären, unterbindet der steife und leichte Aluminium Space Frame, man spürt tatsächlich keinerlei Unpässlichkeiten. Die Aerodynamik leidet nur leicht bei offenem Dach, in geschlossenem Zustand verliert man ein Zehntel in der Beschleunigung auf 100 km/h und einen Stundenkilometer in der Spitze, da wollen wir ein Auge zudrücken. Und das Dach selbst funktioniert so souverän wie bei einem Großserienmodell: per Knopfdruck verschwindet es unter der Motorhaube, wobei das Anheben dieses riesigen, mit Lüftungsschlitzen gespickten Bauteils einen erhabenen Reiz ausübt.

Wieso der Lamborghini Gallardo Spyder die perfekteste Fun-Fahrmaschine unserer Tage ist, und warum man sich trotz des sowieso schon stolzen Kaufpreises noch auf einige Investitionen gefasst machen kann? Alle Antworten gibt es auf der nächsten Seite.

DruckenSenden29.06.2009 von Peter Schönlaub

 
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