Wie er von außen aussieht, haben wir Ihnen schon gezeigt. Autonet ist den neuen Opel Meriva nun auch probegesessen.
Im kleinen Kreis zeigt Opel die ersten fertigen Meriva-Modelle in Rüsselsheim: Exklusives Probesitzen, noch vor der Weltpremiere am Genfer Salon und lange vor dem Serienstart im Sommer. Die neuen Generation ist der kleinen Klasse entwachsen und hat jetzt Kompaktklasse-Dimensionen: Rund 20 Zentimter mehr bedeuten circa 4,20 Meter Länge. Genaue Daten verrät Opel erst in Genf.
Hübsche Vorbilder
Der neue Meriva tritt eindeutig nicht mehr als Kleinwagen auf – kein Betrachter wird den gewachsenen Van noch so klassifizieren. Dazu passt das nun deutlich anspruchsvollere Design, Opel nimmt hier die gute Form vom Insignia und vom Astra im wahrsten Sinne des Wortes mit.
An der Front zitiert der Meriva den Astra, was gute Gründe hat: Mit dem Corsa hat die Neuauflage nichts gemeinsam, die meisten Teile stammen vom Zafira und vom Astra, teilweise sogar vom Insignia. Opel positioniert den Meriva expliziet als edlen, kleinen Van – das wirft Fragen nach dem Preis auf, der ist aber noch nicht fixiert. Beim Vorgänger hat Opel ja anfangs etwas zu selbstbewußt gepreist und dann etwas nachgegeben. Die Seitenansicht fällt mit mehreren Design-Besonderheiten auf: Flache Frontscheibe, sportiv abfallende Dachlinie, markante Sicke in den Türen. Die Welle in der Fenstergraphik hat auch Vorteile für die Fondpassagiere: Durch die 50 Millimeter abgesenkten Fenster haben sie eine bessere Aussicht. Die kräftig wirkende Heckansicht kennzeichnen Kanten, die vom Dach bis in den Kennzeichen-Bereich führen. Trotz der vielen Stilelemente wirkt der neue Meriva insgesamt nicht overstyled. Eine guter Designwurf.
Überzeugend: die Flex-Doors
Das Highlight sind die gegenläufig angeschlagenen hinteren Türen – das gibt es sonst nur bei Rolls-Royce, und in abgeänderter Form beim Mini Clubman und dem Mazda RX-8. Die B-Säule bleibt bestehen und das gesamte, „Flex Doors“ genannte Konzept wirkt ebenso stabil wie herkömmliche Türen. Die eingelernten Abläufe, angefangen mit dem Öffnen der Türen, muß man durch die hinten angeschlagenen Fondtüren neu einlernen. Wenn Vorder- und Hintermann gleichzeitig aussteigen wollen, sollten sie sich vorher absprechen – sonst kann es zur Kollision kommen, weil der Fondpassagier ja nicht wie üblich nach hinten aussteigt, sondern nach vorne aus dem Auto tritt. Wenn man sich an alles gewöhnt hat, sind die Vorteile evident: Dadurch das alle vier Türen fast bis zum rechten Winkel öffnen (84 Grad) hat man einen riesigen Ausstiegsbereich – im Fond ist der Ausstieg sogar deutlich bequemer. Für Eltern ist der Zugang zu den Kindern im Fond direkter, zudem bilden die Türen im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen einen geschlossenen, geschützen Bereich.
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