Nissan Evalia: Dieser Van zeigt Größe!
Tolle Ausstattung
Um sich von den verschwisterten Lieferwagen-Versionen abzuheben, bekam der Evalia auch eine tolle Ausstattung spendiert – und zwar zum Serienpreis. So sind unter anderem ESP, die Klimaanlage, der Intelligent Key (für schlüsselloses Öffnen und Starten), die Bluetooth-Schnittstelle fürs Handy-Freisprechen, Licht- und Regensensor, Nebelscheinwerfer, Sitzheizung vorne und elektrische Spiegel im Kaufpreis ab rekordverdächtigen 19.911 Euro enthalten. Sogar ein ganz besonderes Goodie hat Nissan eingebaut: eine Rückfahrkamera mit kleinem Farb-Display. Wer noch mehr will, kann außerdem das kompakte Navigations- und Entertainmentsystem „Nissan Connect“ um knapp 800 Euro bestellen. Dann findet man nicht nur den richtigen Weg, sondern kann auch die Mucke vom iPhone via Bluetooth ans System senden – genial! Warum man das System außerdem nehmen muss: Aus unerklärlichen Gründen wird dabei der Tempomat mitgeliefert, der perfekt zum Cruising-Charakter des Evalia passt.
Brave Motoren
Für den Antrieb hat Nissan hunderttausendfach bewährte, brave Motoren aus dem Regal gesucht. Den Löwenanteil wird wohl der 1,5 dCi ausmachen, den es in den Leistungsstufen mit 90 und 110 PS gibt. Die schwächere Version ist mit einem Fünf-, die stärkere mit einem Sechsganggetriebe gekoppelt; das allein spricht für die 110-PS-Version. Ergänzt wird die Palette von einem 1,6-Benziner mit 110 PS und fünf Gängen. Ein Start-Stopp-System wird nicht angeboten, aber auch so sind die Verbrauchswerte brav: 5,3/5,5 l benötigen die Diesel, 7,3 Liter der Benziner. Die Höchstgeschwindigkeit liegt knapp unter oder über 160 km/h.
Erste Ausfahrt
Ein wenig Zeit braucht man schon, bis man sich an die Sitzposition gewöhnt; so hoch sitzt man nicht einmal mehr in den großen SUV-Modellen. Auch das sehr flach gestellte Lenkrad verströmt ein wenig Trucker-Feeling, und leider ist es nur in der Höhe, nicht vertikal verstellbar. Hat man sich an diese Verhältnisse angepasst, fährt der Evalia sehr angenehm: Man genießt eine herrliche Aussicht und dank der vielen Fensterflächen auch eine sehr gute Rundumsicht. Das Fahrwerk musste natürlich ein wenig gestrafft werden, um das hohe Auto zu bändigen, es bleibt aber genug Federungskomfort auch auf schlechten Straßen erhalten. Die Motorleistung ist mit 110 PS ausreichend, ob man Diesel oder Benzin nimmt bleibt letztlich Geschmacksache – und eine Frage der Laufleistung. Da der Diesel mit knapp 2500 Euro Aufpreis versehen wurde, muss man überschlagsmäßig wohl rund 70.000 Kilometer abspulen, um die Mehrkosten zu amortisieren. Mit kurzen, sauberen Schaltwegen sind jedenfalls beide Getriebe ausgestattet. Einzige Folgen des großen Wagenkörpers sind eine spürbare Seitenwind-Empfindlichkeit und eine deutliche Zunahme an Windgeräuschen bei höheren Autobahntempi. Erstaunlich ist hingegen die Quirligkeit in der Stadt: Dank eines Wendekreises von 10,4 Metern schrumpft der mit 4,4 Meter ohnehin nicht extrem lange Evalia gefühlsmäßig zu einem Kompakten, den man ohne Probleme um enge Ecken und in kleine Parklücken zirkelt.
Resümee: Viel Auto, wenig Geld
Wer ein wirklich geräumiges, praktisches Auto für extrem wenig Geld (und für Unternehmer außerdem vorsteuerabzugsfähig!) sucht, wird zukünftig am Evalia nicht mehr vorbeikommen. Das Platzangebot ist in Anbetracht der Außenlänge spektakulär, dazu gibt’s fast alle wichtigen Ausstattungen bereits serienmäßig. Die Fahrleistungen sind okay, die Fahrdynamik spielt in dieser Klasse ohnehin keine Rolle und wer bis oben hin mit einer Familie vollgepackt ist, wird die etwas lauteren Windgeräusche auf der Autobahn auch nicht mehr hören. Stattdessen vielleicht fröhliche Kinder – die vom Schwimmtier bis zu den Inline-Skates endlich alle Spielsachen einpacken durften.
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DruckenSenden06.10.2011 von Peter Schönlaub