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Nissan Micra DIG-S: Benzin ist der neue Diesel

Das Umweltthema steht – wenig überraschend - auch bei Nissan ganz oben im Lastenheft. "Pure Drive" dürfen sich nur die emissionsärmsten Modelle nennen und der Flottenverbrauch soll in den kommenden Jahren stetig weiter sinken. Einen wichtigen Baustein dazu setzt nun ein neu entwickelter Motor für das Volumenmodell Micra.

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Optisch gefällig, sparsam, spritzig und preiswert präsentiert sich der zwangsbeatmete Micra bei der ersten Ausfahrt in Berlin. 

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Spritsparen können am besten Dieselmotoren – das kann man nach wie vor pauschal behaupten. Doch in einem Kleinwagen, wo der Preis in erster Linie kaufentscheidend ist, zahlt sich die teure Technik selten aus. Was wäre, wenn man vor 20 Jahren so viel Entwicklung in den Otto-Motor, wie in den Diesel gesteckt hätte? Nissan macht’s vor und hat nun einen 1,2 Liter 3-Zylinder Benzinmotor mit Kompressoraufladung und vielen anderen technischen Feinheiten im Programm, der Sparsamkeit wie ein Diesel und dazu ordentlichen Fahrspaß verspricht.

Mehr Saft und Kraft
Das bedeutet nichts anderes, als dass der stärkere Motor (der das bisherige Angebot mit dem 80-PS Saugeraggregat erweitert) weniger verbraucht und auch wesentlich mehr Fahrspaß bietet, wie wir auf ersten Testfahrten schon erleben konnten. Das Leistungsplus von 18 PS auf 98PS und das wackere Drehmoment von 142 Nm machen aus dem Micra einen spaßigen und unangestrengt zu fahrenden Zeitgenossen - wenn man ihm genügend Zeit beim Gangwechsel lässt, bis die Drehzahl passend abgefallen ist. Das dauert leider seine Zeit. Aber selbst Überland und auf der Autobahn sind ausreichend Leistungsreserven vorhanden, um niemals ein Verkehrshindernis darzustellen.

Kompressor mit Hirn
Der Kompressor ist intelligent gesteuert und arbeitet nur dann, wenn’s nötig ist (was man dann auch mit aufmerksamem Gehör wahrnehmen kann). Natürlich helfen auch noch andere Maßnahmen, die niedrige Spritverbrauchsangabe von 4,1 Litern/100 Kilometer zu realisieren. Kleine aerodynamische Retuschen am Kühlergrill und ein Dachkantenspoiler sind sowohl für geringeren Luftwiderstand als auch die optische Differenzierung zuständig.

Start/Stop-Automatik mit dabei
Selbstverständlich kommt auch eine Start/Stop-Automatik in jeder Ausstattungsvariante serienmäßig zum Einsatz. Ein nettes Feature, das aber leider aufpreispflichtig ist: sobald der Motor an der roten Ampel verstummt, werden die gesparten Gramm CO2 im Bordcomputer veranschaulicht. Ein netter Trick, um den Fahrer zu animieren, die Spareinrichtungen auch zu verwenden. Sonst bietet der Micra DIG-S (das für "Direkt Injection Gasoline Supercharged" – vielen Dank für dieses kunstvolle, für jedermann leicht zu merkende Bezeichnung) natürlich alle Vorteile, mit denen er auch schon bisher aufgefallen ist.

Stadtflitzer
Wendig in der Stadt, gute Übersicht, freundliches Design. Die ordentlichen Platzverhältnisse im Innenraum machen es zu keinem Notfall, wenn mal drei oder auch vier Erwachsene im Micra unterwegs sein möchten. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Fahrzeugsegment entsprechend oft im urbanen Bereich sein. Um da die verhasste Parkplatzsuche zu erleichtern, ist auf Wunsch eine Parklückenvermessungsvorrichtung an Bord, die bescheid gibt wenn eine Lücke groß genug für den Micra ist.
Ausstattung gut verarbeitet
Serienmäßig in der Top-Ausstattungsvariante "Tekna" – wie auch das Nissan-Connect Navigationssystem mit USB-Schnittstelle und Bluetooth, das voll auf Höhe der Zeit und logisch zu bedienen ist. Passt auch gut zum Rest vom Auto – bezüglich der Bedienung tun sich keinerlei Rätsel auf und das Cockpit ist für einen Kleinwagen ordentlich verarbeitet, ergonomisch auch für große Menschen tadellos und wirkt robust und pflegeleicht.

Fazit und Preis
Alles in allem ist der Nissan Micra so, wie man sich einen Kleinwagen im Jahr 2011 wünscht. Optisch gefällig, sparsam, spritzig und preiswert. Der Motor ist eine gelungene Alternative zu Diesel-Aggregaten punkto Geräuschkulisse und Fahrleistungen – wie problemlos man den niedrigen Verbrauch, den Nissan angibt aber im Alltagsbetrieb erreichen kann, wird erst ein ausführlicher Test zeigen. Die ersten Nissan Micra DIG-S werden ab 24. September beim Nissan-Händler Ihres Vertrauens zu einem Mehrpreis von 1600 Euro im Vergleich zum 80PS-Modell (12.290 Euro für das Einstiegsmodell "Visia") erhältlich sein.

Nissan Micra DIG-S: Schon gefahren

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DruckenSenden06.07.2011 von Philipp Stalzer

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