Nissan Micra 1.2 Acenta: Mellow Yellow-Flair
Der Nisan Micra war im Kleinwagensegment immer ein Eyecatcher. Von eckig bis rund war bei den ersten drei Versionen alles dabei. Die neue, viel dezenter gestaltete vierte Generation stellte sich nun mit 80 PS starkem 1,2-Liter-Benziner dem autonet.at-Intensivtest.

Mit 12.790 Euro steht der Nissan Micra 1,2 Acenta in der Preisliste. Die schrille "Spring Green"-Lackierung kostet 420 Euro extra. Hier der Test in Bildern.
..Bitte installieren Sie den neuesten Flash Player um diesen Inhalt zu sehen.
http://get.adobe.com/de/flashplayer/
Die Fülle an neuen Modellen und Konzepten von Microvans über kompakte SUV-Modelle bis zu schrägen Crossovers wird immer unüberschaubarer. Deshalb müssen die Hersteller etablierter Modelle danach trachten ihre gehegten und gepflegten Lieblinge im Radar der Autokäufer präsent zu halten. Deshalb locken die Hersteller mit immer attraktiveren Modellen die geradezu nach Aufmerksamkeit schreien. Nicht so der neue Nissan Micra, der verglichen mit aktuellen Kleinwagen eher dezent daher kommt. Wer trotzdem auffallen will, greift wie wir zu einer schrillen Lackierung.
Mellow Yellow
Zwar ist der Test-Micra nicht Gelb sondern für 420 Euro in „Spring Green“ lackiert, aber als wir das Radio aufdrehen und es passend zum Geruch im Innenraum das Lied Mellow Yellow von Donovan spielt, fühlten wir uns, als säßen wir im Reggae-Schuppen unserer Jugend. Der Fuhrpark-Techniker versicherte uns, dass das blos der Kunststoff sei. Wie auch immer, mit einem Grinser im Gesicht und der Hoffnung auf bleibende Nüchternheit starteten wir unsere Fahrt.
Weniger ist mehr
In der vierten Generation des Micra werden 18 Prozent weniger mechanische Bauteile als im Vorgängermodell verbaut. Neben der Ausfallsminimierung, wird so auch an der Gewichtsschraube gedreht. Ergo, der Verbrauch geht nach unten. 5,8 Liter Super gönnt sich der spritzige 80 PS-Benziner im autonet.at-Test.
Spritzig genug
Für die Stadt allemal ausreichend kräftig, präsentiert sich der 1,2-l-Dreizylinder. Bei 4000 Umdrehungen pro Minute liegen 110 Nm an der Vorderachse an. Dass reicht für eine Beschleunigung von 13,7 Sekunden auf Tempo 100, und mit 170 km/h Höchstgeschwindigkeit sind auch mit dem Micra teure Verkehrsstrafen möglich.
Wer sportlicher unterwegs sein und trotzdem weniger verbrauchen will, wartet bis Juli. Dann gibt es den Micra auch mit 98 Kompressor-PS, der dank Start-Stopp-System mit gut vier Liter Super auf 100 km auskommen soll.
Hart oder Weich?
Während die mehr als leichtgängige Lenkung kaum Feedback liefert, verwindet sich das Chassis in schnell durchfahrenen Kurven scheinbar überhaupt nicht. Kleinwagentypisch dringen zahlreiche Querfugen so mancher Fleckerlteppiche rechter Autobahnspuren ungedämpft durch den Sitz Richtung Allerwertesten. Das Terrain des Micra sind jedoch eindeutig enge und verwinkelte Stadtgassen. Kein Wunder bei einem Wendekreis von nur 9,3 Meter.
Ausstattung
Der Einstieg in den Acenta-Micra startet bei 12.790 Euro. Neben elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, einem höhenverstellbaren Fahrersitz und einem Tempomat samt Geschwindigkeitsregler, sind auch eine Klimaautomatik und eine 60:40 geteilte und umlegbare Rückbank mit an Bord. Aufpreispflichtig sind dann nur noch das Nissan Connect Navi (500 Euro), das Stylepaket (15“ Alufelgen plus Nebelscheinwerfer, 600 Euro) und ein Parkguide (500 Euro), der anzeigt ob die gewünschte Parklücke groß genug ist.
Fazit
Summa summarum kostet unsere „Test-Kiwi“ inklusive aller Optionen 14.810 Euro. Immer noch ein fair kalkulierter Preis für den quirligen Stadtflitzer aus Japan. Zugegeben, auf den 500 Euro teuren Parkguide kann getrost verzichtet werden, den brauchts nicht um den kleinen Japaner in eine Parklücke zu buchsieren.
Nissan Micra 1,2 Acenta: Smarte Kiwi
Viele Käufer hat die Kleinwagenklasse i...
Verglichen mit aktuellen Kleinwagen, ko...
... „Spring Green“, aber als wir das Ra...
DruckenSenden15.06.2011 von Raphael Gürth
Intensiv-Test
Die zweite Generation des Lifestyle-Ami-Allradlers Nissan Murano fand 2008 den Weg nach Europa, jed...
Intensiv-Test
Nach drei erfolgreichen Jahren ist das wichtigste Modell von Nissan runderneuert worden. autonet.at...