Nissan Murano 2,5-l-dCi: First-Class Raumschiff
Die zweite Generation des Lifestyle-Ami-Allradlers Nissan Murano fand 2008 den Weg nach Europa, jedoch nur mit durstigem 3,5-Liter V6-Benziner. Bereits zwei Jahre später – 2010 – ist der Murano volksverträglicher gestaltet und zugleich mit einem für Europa so wichtigen Selbstzünder ausgestattet worden.

Nach Jahren des Wartens hat Nissan den Wunsch nach einem Dieselmotor für den Murano letzten Herbst erfüllt. Zusätzlich gab's ein kleines Facelift.
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Sich selbst ins Aus geschossen, hat sich der Murano spätestens 2008, als die zweite Generation wieder nur mit einem spritvernichtenden V6-Benziner auf den europäischen Markt kam. Jetzt bringt Nissan das Lifestyle-SUV zurück ins Rennen. Wer nun denkt ein V6-Selbstzünder ist es geworden, der irrt. Platz- und Getriebe-technisch gehen sich nur vier in Reihe arbeitende Kolben unter der Motorhaube aus. Macht aber nichts, denn der Vierzylinder verrichtet, wie wir im Test feststellen konnten, seinen Dienst sehr brav.
Dieselgepolter im Innenraum?
Der Vierzylinder harmoniert perfekt mit der 6-Gang-Automatik und überzeugt durch ruckfreies Anfahren bei nahezu vollkommener Stille. Lediglich bei Kaltstart und starker Beschleunigung kann das Dieseltypische 4-Zylinder-Klangbild wahrgenommen werden. Davon abgesehen vermisst man weder auf der Autobahn, und noch weniger in der Stadt, einen Sechszylinder.
Genügend Leistung, guter Verbrauch
Als Sportler unter den SUVs kann man ihn nicht bezeichnen, jedoch bewegen satte 450 Newtonmeter Drehmoment den 1,9-Tonnen Murano recht agil durch den Verkehr. Dahin deuten auch die 10,5 Sekunden, die für den Sprint von Null auf 100 km/h gefordert werden. Wer sich traut kann den Fuß bis zur Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h auf dem Gaspedal belassen. Doch wie schaut’s dabei mit dem Trinkverhalten des 2,5-l-dCi aus? Gleich vorweg: die angegeben acht Liter auf 100 Kilometer sind reine Theorie – schwache 10 Liter sind aber ohne Anstrengungen möglich.
Facelift
Mehr als eine kleine Retusche an der Front war am eigentlich noch jungen Kleid des Murano – 2008 startete die zweite Generation – nicht nötig. Auch innen gab’s nicht viel zu überarbeiten. Vorne wie hinten darf auf üppig ledergepolsterten und beheizten Fauteuils Platz genommen werden. Nicht ganz so üppig zeigt sich der Kofferraum. Der fasst trotz der 4,86 Meter Außenlänge nur 402 Liter.
Ab 52.800 Euro
Wie beim Benziner, der übrigens weiterhin angeboten wird, stehen zwei Ausstattungsvarianten zur Wahl. Die Basisversion kostet mit 52.800 Euro stolze 6.000 Euro weniger als der Benziner. Darin enthalten sind bereits die Ledersitze, eine Klimaautomatik, ein sieben Zoll Navigationssystem mit Rückfahr- und Side-View-Kamera und ein 180 Watt Radio mit 9,3 GB Musikspeicher. Weiters gibt’s 18-Zoll Felgen, Intelligent-Key, Bi-Xenon-Scheinwerfer, eine elektrisch verstellbare Lenksäule und vieles mehr.
Executive
Ja, da geht noch was, in der „Executive“-Version. Für 3.600 Euro Aufpreis gibt’s ein BOSE-Soundsystem mit 11 Lautsprechern, eine elektrische Heckklappe, eine silberfarbene Dachreling, beheizte Sitze im Fond, ein zweiteiliges, elektrisches Glas-Hub-Schiebedach und Memory-Sitze, -Außenspiegel und -Lenkrad. Statt dem Glasdach kann auch ein DVD-Entertainmentsystem geordert werden.
Fazit
Längst überfällig war der Dieselmotor für den Murano. Dass es ein Vierzylinder geworden ist, tut dem hohen Anspruch an Komfort keinen Abbruch – und preislich steht der Murano so günstig da, wie sonst keiner in dieser Klasse.
Nissan Murano Diesel im Test
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DruckenSenden16.03.2011 von Raphael Gürth
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