Nissan Qashqai II: Aufgefrischter Bestseller
Bass, Beats und Melodie
Beim ersten Aufdrehen des Radios, glaubt man nicht richtig zu hören. Erste Reaktion – ein Blick auf die Lautsprecher, und siehe da, dem kleinen Qashqai wurde ein mächtiges BOSE-Soundsystem implantiert.
Nach getaner Soundeinladung ins Klangkabinett, bestehend aus sieben Lautsprechern, kam auch prompt der Anruf eines Freundes. O-Ton: „Ma, warum hast ma das unbedingt zeigen müssen, jetzt halt ich in meiner deutschen Mittelklasse-Limousine den Klang nicht mehr aus – ich will auch so eine Anlage haben!“ Vorsicht sei bei Verwendung eines USB-Sticks geboten. Dieser bricht bei blinder Befüllung des unter der Armlehne befindlichen Faches ab, da er waagrecht angeschlossen wird und so quer durch das Fach ragt.
NISSAN Connect
Passend zum perfekten Klang, bietet Nissan mit dem „NISSAN Connect“ ein sinnvolles, optional für 600 Euro (exkl. Nova und MwSt.) erhältliches Gimmick an. Diese mit einem 5-Zoll großen Farbmonitor ausgestattete Navigationseinheit, spielt bis auf die DVD-Wiedergabe alle Stückerl. Das 2-DIN große Kästchen beinhaltet eine MP3 fähige Radio-CD-Kombination, ein Navigationssystem (mit Kartenmaterial für Westeuropa) inklusive TMC-Empfang, eine iPod-fähige USB-Schnittstelle sowie eine Bluetooth-Schnittstelle. Die im „Connect-Paket“ enthaltene Rückfahrkamera lässt das Parksensoren-Piepsen aus dem Auto verschwinden. Nicht nur die umfangreiche Ausstattung des „NISSAN Connect“ sei erwähnt, auch die intuitiv von der Hand gehende Bedienung konnte im Test überzeugen.
Doppelter Bleifuß-Schutz
Mit dem verbesserten Tempomat kann ab sofort auch in 30er-Zonen legal dahingeglitten werden – die erste Generation ließ erst eine Aktivierung bei 40 km/h zu. Ein weiteres nützliches Gadget befindet sich neuerdings auch neben der Tempomat-Taste auf dem Lenkrad – die Speed-Limiter Taste. Wer bei längeren Autobahnfahrten besonders leicht einen schweren Gasfuß bekommt, kann sich so vom System bei einer vorher gesetzten Höchstgeschwindigkeit einbremsen lassen.
Knackig fahrbare 150 PS
Um die Agilität zu erhöhen hat Nissan dem Qashqai ein strafferes Fahrwerk verpasst. Merken werden das nur jene Fahrer, die sich nach der ersten Generation nun auch die zweite holen oder direkt von der einen, in die andere umsteigen. Der von uns gefahrene 150 PS Selbstzünder entwickelt ab 2.000 Umdrehungen 320 Nm Drehmoment und mutiert in Kombination mit dem knackigen 6-Gang-Schaltgetriebe zum Sportler.
Um den Spritverbrauch zu senken, wurden die Kurbel- und Nockenwellenlager feiner poliert und somit die Reibungsverluste gesenkt. So steht selbst bei forciert sportlicher Gangart niemals eine Acht vor dem Komma, vorausgesetzt man lässt den Drehschalter in der Mittelkonsole auf 2WD, also Frontantrieb stehen. Das „ALL Mode 4x4-System“ kostet rund 2.000 Euro Aufpreis und wer in den heimischen Alpen wohnt, wird spätestes im nächsten Winter den sperrbaren Allradantrieb zu schätzen lernen.
Abrechnung
Der Einstieg in die Qashqai-Welt beginnt beim 114 PS starken 1,6-l-Benziner samt 5-Gang-Schaltgetriebe um 20.702 Euro. Der Listenpreis des von uns getesteten 2.0 dCi ALL-MODE 4x4-Tekna-Qashqai beträgt 32.556 Euro. Darin enthalten sind dann neben Xenon-Scheinwerfer und einer Sitzheizung für die vorderen Sitze auch die erwähnte Lederpolsterung, das Panorama-Glasdach und das BOSE-Soundsystem.
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