Wie die Japaner gegen Audi, BMW & Co punkten wollen und warum man für einen Autokauf ins Hotel gehen muss, erfahren Sie hier.
Es geschieht nicht alle Tage, dass eine neue Automarke nach Österreich kommt – und gleich einen dichten Teppich mit sechs Modellen auf dem Premiummarkt ausrollt. Grund genug, die japanische Automarke näher unter die Lupe zu nehmen: Wer ist Infiniti?
Nissan-Tochter
Infniti ist für Nissan, was Lexus für Toyota ist: Man bedient mit einer hübschen Tochter die elegante Premium-Schiene. Ursprünglich bereits 1989 für den nordamerikanischen Markt gegründet, wird die Marke seit 2006 schrittweise international. Österreich ist eines der letzten europäischen Länder, in denen die Premiummarke nun offiziell vertreten ist. Warum wir die rote Laterne haben, ist leicht erklärt: Infiniti bekommt dieser Tage erst seinen ersten Dieselmotor. Ein Start ohne diesen Motor schien im Dieselland Österreich wohl nicht sinnvoll.
Ein Händler für alle
Bevor wir uns den Modellen widmen, werfen wir noch einen Blick auf die Philosophie: Exklusivität ist ein Wort, das man bei Infiniti gerne hört. Man hat es in Europa gar nicht auf extrem hohe Stückzahlen abgesehen, will sich eher in kleinen Nischen sauber positionieren. Heuer sollen europaweit rund 5000 Fahrzeuge verkauft werden, mittelfristig, also bis 2013, wünscht man sich 25.000 Fahrzeuge – Peanuts im Vergleich zu den eingesessenen deutschen Oberligisten. Aufgrund dieser Pläne kann es sich Infiniti auch leisten, eine sehr exklusive Vertriebsstruktur zu etablieren. Man kooperiert pro Land meist nur mit einem einzigen Händler – auch in Österreich.
Autokaufen im Hotel
Den Zuschlag erhielt die Firma Spes, ein Grazer Traditionsbetrieb (u.a. Nissan, Volvo), der für den Infiniti-Vertrieb einen völlig neuen Stützpunkt im Süden Wiens errichten lässt. Die Fertigstellung ist für den Jahreswechsel geplant, wer sich bis dahin schon für einen Infiniti interessiert, muss ins Hotel Autokaufen gehen. Direkt an der Ringstraße, im Nobelhotel „The Ring“, wird ab 1. September eine Suite angemietet, in der man sich informieren und beraten lassen kann; auch Testfahrten sind von dort aus möglich.
G, EX, FX und M. Was hinter diesen Buchstaben steht und in welcher Preisklasse sich die Modelle bewegen, lesen Sie auf Seite 2.