Raphael Gürths Eindrücke von der Vienna Autoshow 2010
Das wie erwartete Thema der fünften Vienna Autoshow sind umweltfreundliche Modelle diverser Art – sauberer Diesel hier, Strom da und dazwischen noch ein paar Hybride.
Erschwingliche Elektroautos statt teurer Hybridmodelle
Gut finde ich, dass sich jeder Hersteller Gedanken um unsere Umwelt macht, auch wenn ich den Sinn hinter manchen Konzepten noch nicht ganz verstanden habe – da gibt es zum Beispiel ein SAC (Sport Activity Coupé) einer namhaften Marke, die einem mehr als 400 PS starken Auto noch zusätzlich zwei Elektromotoren eingebaut hat, um damit den Spritverbrauch des durstigen 4,4-Liter-V8-Motors auf 10 Liter Benzin pro 100 Kilometer zu senken. Ich will Ideen für die untere, erschwinglichere Preisklasse sehen, wie zum Beispiel die des Mitsubishi i-MiEV – ein Kleinstwagen mit Platz für vier Personen und Gepäck, der über Radnabenmotoren angetrieben wird. „Vollgetankt“ wird ganz einfach an der hauseigenen Steckdose.
Hoffentlich kommt der VW L1 auf die Straße
Sehr überrascht bin ich von der Studie des Volkswagen L1. Die Idee zwei Personen nicht nebeneinander, sondern hintereinander zu setzen, ist zugegebener Maßen auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, nach logischem Überlegen jedoch klar zu favorisieren. Denn so kann ein wirklich windschnittiges Auto wie der L1 entstehen, gepaart mit einem sehr durstlosen 0,8-Liter-Zweizylinder-Diesel, eine wie ich finde sehr gelungene Studie, die die Zukunft der automobilen Industrie zeigt, hoffentlich.
Kommen Sie hin, machen Sie sich selbst ein Bild
Das es mit der propagierten, schlecht stehenden Autobranche wieder bergauf geht, zeigt hoffentlich der Besucheransturm der diesjährigen Vienna Autoshow, denn schon am Donnerstag, dem ersten Publikumstag, wieselten einige Leute, kurz nach Einlass um neun Uhr, zwischen den Autos durch. Ich kann die Vienna Autoshow 2010 jedem Auto-Interessierten ans Herz legen, da für jede Zielgruppe sehr gute Autos gezeigt werden - und wenn so manche Gäste nur wegen der netten Hostessen kommen – ganz besonders die des autonet.at-Standes, so sei das auch in Ordnung.
Auf Seite 3 gibt es die Live-Eindrücke von Leserreporter Gerhard Neumayer.