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Mercedes SLK: Stuttgarter Frühling

Anfang April launcht Mercedes seinen dritten SLK und buhlt damit ganz besonders um die Gunst männlicher Kunden. Der Optik des Roadsters gerät deutlich markanter und bulliger und auch die Fahrdynamik wurde verschärft. Wie Benz sich sonst noch an den Mann schmeißt und was es mit dem magischen Dach auf sich hat lesen Sie im ersten Fahrtest mit dem neuen Schwaben-Roadster.

zur FotoshowMercedes
Ab April kann man mit dem neuen Mercedes SLK in den Frühling starten. In weniger als 20 Sekunden lässt sich das Metall-Klappdach öffnen oder schließen. 
Jetzt, wo alle Welt von Frauenquote spricht, will Mercedes den Spieß umdrehen. Frauen raus, Männer rein ist sinngemäß die Modellpolitik beim neuen Mercedes SLK, der justament am Tag nach dem internationalen Frauentag auf Teneriffa präsentiert wurde. Schluss soll nun sein mit dem etwas ungeliebten Image eines Frauen-Roadsters, auch wenn das nicht ganz so drastisch formuliert wird. Faktum aber ist, dass Männer auf den SLK der ersten beiden Generationen (1996 und 2004), gelinde ausgedrückt, nicht sonderlich reflektiert haben. 40 Prozent der Käufer sind -Innen, und die restlichen 60 Prozent kaufen den SLK auch nicht unbedingt für sich selbst. Das soll nun anders werden und so wurde dem SLK neuester Prägung eine optische Testosteronspritze und ein virilerer Vierzylinder-Sound verpasst.

Ein ganzer Kerl
Da Männer anscheinend gerne Autos fahren, die ihrem nicht immer ganz mit der Realität einhergehenden Selbstbild entsprechen, wurde dem SLK einiges an Muskeln antrainiert. Breiter steht er da, satter, vor allem von vorne betrachtet. Mit den großen geschwungenen Scheinwerfern und dem aufrecht stehenden Kühlergrill mit mittig platziertem, überdimensionalem Stern soll er Respekt einflößen, was ihm zweifelsfrei auch gelingt. Das hat sich der neue SLK vom SLS AMG abgeschaut. Weitere Einflüsse des Flügeltürers findet man an der Flanke, in Form von Chromkiemen, und auch im Cockpit finden sich einige Zitate des Supersportlers.

Sound-Doping
Mit einem Kunstgriff wurde dem SLK in seinen vierzylindrigen Ausprägungen zu mehr tonaler Potenz verholfen. Hier heißt das Zauberwort Soundgenerator. Dieser ist vor der Drosselklappe angebracht und reichert den Motorsound mit Ansauggeräuschanteilen an, aus denen dann spezielle Frequenzanteile herausgefiltert und über Schlauchleitungen in den Innenraum transferiert werden. Man mag sich über diesen kleinen Schwindel mokieren, effektiv ist er allemal. Was den „Spruch“ betrifft stehen die beiden Vierzylinder (200 und 250) dem 350er-V6 um kaum etwas nach.

Chefpartie
Leistungsmäßig hat allerdings der 306 PS starke Sechszylinder nach wie vor die Hosen an. Mit (natürlichem) kraftvollem Gebrabbel arbeitet sich das Chefaggregat auf Betriebstemperatur, um dann bei Vollgaspartie mit wüstem Crescendo den fünfzehnhundert Kilo leichten Roadster in 5,6 Sekunden auf 100 Sachen zu beschleunigen. Unterstützt von der beim Kickdown leider etwas trägen 7-Gang-Automatik reißt der Kraftfluss praktisch nie ab und sorgt auf kurvigen Bergstraßen – die auf Teneriffa dicht gesät sind – für freudvolle Kehrenhatz. Dann allerdings sind die Verbrauchswerte von theoretisch sehr achtbaren 7,1 Liter das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.

Kein Spaßverderber
Einziger Pferdefuß beim 350er ist allerdings der veranschlagte Preis von 60.000 Flocken. Wer kein solches Spielkapital zur Verfügung hat, den Sommer aber trotzdem am Steuer des neuen SLK verbringen möchte, dem sei gesagt, dass die rund 10.000 beziehungsweise 16.000 Euro günstigeren Reihenvierzylinder dem an einen Roadster gestellten Spaßanspruch ebenfalls in vollem Umfang genügen. Immerhin reden wir hier von 184 und 204 PS, die im SLK 200 und im SLK 250 für entsprechende Kurzweil sorgen. Schon der Kleinste im Bunde wartet mit einem von 270 Newtonmetern Drehmoment unterstützten Beschleunigungswert von 7,0 Sekunden auf. Weiteres Plus: Durchschnittsverbräuche zwischen 6,2 und 6,6 Liter, sofern zaghaft am Gaspedal gearbeitet wird.

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DruckenSenden10.03.2011 von Christian Zacharnik

 
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