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Mercedes SLK 55 AMG: Kraftprotz

Sehr stark, sehr schnell und dabei sehr sparsam? Der jüngste Spross bei AMG macht nicht nur auf dicke Hose, sondern mit Zylinderabschaltung und Start-Stopp-Automatik auch auf vernünftig.

zur FotoshowBernhard Titz/Eryk Ka
Ab 82.660 Euro ist die AMG Version des SLK zu haben. Vollgepumpt mit netten Spielereien kostete unser Testwagen 113.176 Euro. 
„Wir fahren das Auto gleich vor“, heißt es seitens Mercedes und dabei drückt man uns die Preisliste und die Fahrzeuginformationen in die Hand. 5.461 Kubikzentimeter, 422 PS, 540 Nm, 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 250 km/h Höchstgeschwindigkeit, aber nur weil da abgeriegelt wird. Wirkt schon auf dem Papier brachial. Der Preis von über 113.000 Euro allerdings auch. Dann aber der Verbrauch. Dank Zylinderabschaltung, Start-Stopp-Automatik und einer Reihe moderner Technologien, kommt der neue SLK mit 30% weniger Treibstoff aus als sein Vorgänger. Genauer gesagt mit 8,4 Liter Benzin auf 100 km. Dazu gibt es noch eine Abgasanlage mit Klappen, die beim Cruisen für unauffällige und beim Racen emotionale Soundkulisse sorgt. Klingt nach einer eierlegenden Wollmilchsau für zwei Personen.

Schallt und raucht
Doch schon die ersten Minuten im matt-weißen SLK belehren uns eines Besseren. Der Sound ist besser, bollernder und brachialer als gedacht. Beim Hochdrehen entfaltet der V8 ein Crescendo, das alle Alligatoren der Drau in der Brunftzeit zum mitbrummen bewegen würde. Dabei schwänzelt der SLK kokett mit dem Heck, während das ESP versucht, die durchdrehenden Reifen in Schach zu halten. Als wäre der Hintermann aufgefahren drückt es die Insassen in die Sportsitze und nur der Airscarf vermag den kalten Schweiß, der sich im Nacken bildet, mit einem warmen Lufthauch zu vertreiben. Das Fahrwerk passt gut zu diesen Rennwagenallüren, weniger aber zum gemütlichen flanieren. Egal ob Comfort oder Sport ausgewählt ist, der Rücken spürt jede Bodenunebenheit.

Sparsam ist anders
Fährt man gerade nicht offen oder im Sportmodus und nur unter Teillast, kommt das AMG Cylinder Management zum Einsatz. Ohne dass man irgendetwas merkt halbiert es die Anzahl der aktiven Zylinder von acht auf vier. Die Abschaltung ist bei Drehzahlen von 800 bis 3600 U/min verfügbar und reduziert das verfügbare Drehmoment auf 230 Nm. Gäbe es keine Anzeige am Bordcomputer, man würde nicht glauben, dass irgendetwas anders ist. Ebenso unauffällig wie der Einsatz dieser Technologie, war die von uns erzielte Verbrauchsreduktion. Unter 12 Liter auf 100 Kilometer war auch auf Landstraßen kaum erreichbar. Hält man man den Motor auf höherer Drehzahl, werden daraus schnell 15 Liter oder mehr.

Durch- und Überblick
Bei geschlossenem Verdeck hat der SLK noch ein feines aber nicht wirklich nötiges Extra zu bieten. Das Panorama-Variodach mit Magic Sky Control. Per Knopfdruck kann man in zwei Stufen die Lichtdurchlässigkeit des Glasdaches zwischen kaum getönt und dunkelblau variieren. Ebenso wenig wie durch das dunkle Glasdach, sieht man im geschlossenen Roadster beim Einparken. Bei der Sonderausstattung sollte man daher nicht auf die Parktronic vergessen.

Fazit
Der Mercedes SLK 55 AMG ist ein schnelles und Aufsehen erregendes Fahrzeug. Mit seinen 422 PS setzt er sich von seinen stärksten Konkurrenten Audi TT RS und BMW Z4 35is mit über 80 PS mehr deutlich ab. Wer also den Stärksten der kleinen Roadster will, greift zum SLK. Der Preis unseres Testwagens von 113.176 Euro und seine kleinen Platzverhältnisse machen ihm aber noch andere Feinde. Für das gleiche Geld bekommt man auch einen deutlich stärkeren Nissan GT-R oder, wenn man lieber gediegen cruisen will, einen nicht ganz so gut ausgestatteten Mercedes SL 350. Wer aber ein kleines, elegantes Kraftpaket will, ist mit dem SLK 55 AMG gut beraten.

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DruckenSenden18.09.2012 von Christoph Adamek

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