Mercedes E 500 Cabrio: Warm ums Herz
Für echte Heißblütler. Wer als erster die Cabrio-Saison eröffnen will, sollte im Mercedes E 500 sitzen.

Entspanntes Dahincruisen oder forcierter Kurvenspaß - mit den 388 PS im Mercedes E 500 Cabrio geht beides.
„Ein Cabrio-Test im Winter? Seit ihr noch ganz warm im Hirn?“ – Ja, wenn es sich passenderweise um das Mercedes E 500 Cabrio handelt. Zum einen, weil es sich um einen offenen Viersitzer mit flauschig dickem Stoffverdeck handelt, keine Spur von zugigem Fetzendachl. Zum anderen, weil ja Mercedes das phänomenale AirScarf-System anbietet. Dieser „Luftschal“ besteht aus Lüftungsdüsen, die in den Kopfstützen integriert sind und damit Hals und Körper der Passagiere umschmeicheln. Zusammen mit der im E 500 serienmäßigen Drei-Zonen-Klimaautomatik und der optionalen Sitzheizung fühlt man sich fast wie in einem Warmluftsee. AirScarf und der ausfahrbare Windabweiser Aircap im oberen Windschutzscheiben-Rahmen werden übrigens als Komfortpaket für 1095 Euro Aufpreis angeboten und sind ihr Geld wert. Jetzt nicht unbedingt, um bei Minus 15 Grad dem Offenfahren zu frönen, aber bei zarten Plusgraden kann man schon gerne einmal das Verdeck im Kofferraum verschwinden lassen.
Warmes Häubchen inklusive
Der Vorteil des Stoffmützchens? Es macht einen schlanken Hintern. Die Dimensionen vermitteln ein nobles, sportliches Erscheinungsbild. Das Cabrio ist stilistisch eng mit dem Coupé verwandt. Dank des dreilagigen Textilverdecks ergibt sich eine schöne Dachlinie, außerdem steht es wegen seiner Eigenschaften hinsichtlich Geräusch- und Wärmedämmung einem Stahldach in nichts nach. Auf Knopfdruck öffnet und schließt sich das Verdeck in kurzweiligen 20 Sekunden und zwar auch während der Fahrt bis Tempo 40. Die Betätigung für das Cabriodach versteckt sich unter einer schönen Abdeckung vor der Mittelarmlehne. Die Verdeckwanne im Kofferraum beansprucht wenig Platz. Ist das Dach offen reduziert sich das Kofferraumvolumen von 390 Liter um gerade einmal 90 Liter. Deutlich enger geht es da schon im Fond zu. Die Kopffreiheit gemahnt zu geringerer Körpergröße. Die fein ausgeformten Einzelsitze retten den Komfort. Bei der Beinfreiheit kommt es auf die Größe des Vordermanns an. Den Einstieg erleichtert die Easy-Entry-Funktion. Im 500er lassen sich die Sitze serienmäßig elektrisch verstellen. Dementsprechend wandern auch die Sitze von selbst nach vorn, will man in den Fond. Beim Zurückfahren erkennen die Sitze ein eventuelles Hindernis, sprich die Knie, und halten ein.
Elegantes Innenleben
Der Innenraum erwartet einen mit der bekannten Eleganz, die man von Mercedes erwartet. Die Rundinstrumente befinden sich in klassischen Tuben. Mittig ist die Geschwindigkeitsanzeige, im Innenteil werden die Informationen des Bordcomputers angezeigt, die per Tasten auf dem feinen Sport-Lederlenkrad abgerufen werden können. In der Mittelkonsole hat man zwischen Klimaautomatik und Radio eine breite Leiste an Bedienelementen, die fast alle eine bedeutende Rolle haben, beginnend bei der Sitzheizung, über den AirScarf, hin zur Sporttaste (darüber später mehr) bis zum Knopf für die Betätigung des Gurtbringers. Diese wird wohl eher seltener benötigt, weil ohnehin bei jedem Türöffnen der Gurt wie von magischer Hand nach vorne geschoben wird. Würde das nicht geschehen, müsste man sich ziemlich stark verrenken, um zum Sicherheitsgurt zu gelangen.
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