Mercedes C 180 CDI: Sparen ist angesagt
Unnachahmlicher Fahrkomfort
Das ist aber nicht der einzige Grund, um gerne einmal längere Strecken in der Limousine von Mercedes zu bewältigen. Über die Schaltung habe ich schon kurz gesprochen. Sie zeichnet sich durch kurze Wege und exakte Handhabung aus. Ausgesprochen angenehm ist auch die Lenkung zu handhaben. Das Lederlenkrad liegt gut in der Hand, die Lenkung ist ausreichend straff. Das Fahrwerk ist ein echtes Highlight im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Limousinen. Mercedes nennt es Agility-Control-Fahrwerk und meint damit, dass sich die Dämpfer, den jeweiligen Straßenverhältnissen anpassen. Zum einen heißt das, dass man kaum Bodenunebenheiten spürt, zum anderen, dass die Limousine sehr satt auf der Straße liegt und auch mal bei schneller gefahrenen Kurven nicht zum Bocken anfängt. Dass ESP Teil der Serienausstattung ist, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Praktisch ist auch die Berganfahrhilfe. Beim Anfahren an Steigungen wird das Fahrzeug vor dem Zurückrollen gehindert. Da waren die Mühen meines Fahrlehrers ganz umsonst.
Weitere Annehmlichkeiten
Bei Platzangebot und Handhabung gibt es auch keine gröberen Schnitzer. Die Längeneinstellung der Vordersitze erfolgt mechanisch, die Sitzhöhe und die Lehnenneigung kann man allerdings elektrisch einstellen. Die Sitze bieten guten Seitenhalt, die Polsterung könnte aber eine Spur weicher sein, sagt meine Prinzessin auf der Erbse. Hinten fühlt man sich nicht zu sehr eingeengt und in den Kofferraum passen 475 Liter. Vom Lenkrad aus, kann man die Menüs des Bordcomputer abrufen und das serienmäßige CD-Radio steuern. Ich habe mich für die etwas bessere Version Audio 50 APS entschieden, kostet 1075 Euro Aufpreis. Dann bekommt man aber auch ein DVD-Navigationssystem mitgeliefert. Ich mag keine Navis aus dem Zubehörhandel, die man umständlich an die Windschutzscheibe pappen muss. Das Display des Werksnavis versteckt sich unter der Abdeckung oberhalb der Lüftungsdüsen. Es ist zwar relativ klein und bietet nur eine Pfeildarstellung statt einer Karte. Dafür berücksichtigt es auch Staumeldungen und ist einfach zu bedienen.
Unter dem Strich
Was ich mir sonst noch gegönnt habe? Das A-Edition-Paket um rund 700 Euro mit Sitzheizung vorne, Durchlademöglichkeit, Tempomat, Metallic-Lackierung und Einparkhilfe hinten; diverse Kleinigkeiten wie eine Freisprecheinrichtung, ein Media Interface zum Anschluss von externen Audiogeräten und Velour-Fußmatten. Am teuersten war aber das Intelligent Light System mit rund 1660 Euro Aufpreis. Dafür habe ich nun Bi-Xenon-Scheinwerfer mit variabler Lichtverteilung für Landstraße, Autobahn und starken Nebel, außerdem eine Kurvenlicht-Funktion, LED-Tagfahrleuchten, Scheinwerfer-Reinigungsanlage und LED-Blinkleuchten in den Außenspiegeln. Unter dem Strich standen 6767 Euro an Extras. Was insgesamt einen Neuanschaffungspreis von 39.647 Euro ausgemacht hat. Aber der Fortschritt muss einem eben auch etwas wert sein.
Mercedes C 180 CDI im Intensivtest
Weniger ist oft mehr. Mit dem C180 CDI ...
Die aktuelle C-Klasse ist seit März 200...
Moderne Technik macht auch vor der C-Kl...
DruckenSenden07.12.2010 von Thomas Weibold