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Lancia Ypsilon: Der schöne Kleine

Mit der vierten Generation des zuletzt etwas in Vergessenheit geratenen Ypsilon will Lancia wieder in die Köpfe style-affiner Großstädter. Ob´s gelingen wird, lesen Sie hier im ersten Fahrtest.

zur Fotoshow
Im Juni kommt der neue Lancia Ypsilon nach Österreich. Außer einer neuen Hülle, wartet der kleine Italiener mit neuen Motoren und einem zumindest optisch sehr ansprechenden Interieur auf. 
Er war schon ein Lifestyle-Flitzer als der Mini noch als Exot aus England galt. Doch dummerweise konnte der Lancia Ypsilon aus seiner Vorreiterrolle kaum Kapital schlagen. Denn während Mini unter BMW-Fittichen einen Verkaufsrekord nach dem anderen eingefahren hat, geriet der Italiener diesseits der Alpen zusehends in Vergessenheit. Nur ein Bruchteil der 2,5 Millionen Autos, die in den Generationen seit 1985 vom Ypsilon verkauft worden sind, fahren deshalb außerhalb Italiens. Doch jetzt will es Lancia noch einmal wissen: Im Juni startet die vierte Auflage der vornehmen PS-Petitesse. Nur marginal gewachsen aber erstmals als Fünftürer entwickelt, will sie ein wenig Noblesse ins Reich der Zwerge bringen.

Souveräner Auftritt
Auf den ersten Blick gelingt das dem Vetter von Fiat Panda und Cinquecento ganz gut: Der große Chromgrill funkelt in der Sonne wie der Schnabel eines Greifvogels. Die Motorhaube ist kürzer und knackiger, die Radhäuser sind weiter ausgestellt und an der coolen Kehrseite mit der aufgesetzten Heckscheibe glühen die Rückleuchten wie feurige Sicheln – Einfallslosigkeit kann man den Designern nun wirklich nicht vorwerfen.

Schön, aber . . .
Auch innen gibt der Ypsilon den luxuriösen Liliputaner und schmeichelt dem Auge mit einer attraktiven Farb- und Materialkombination. Allerdings lässt die Begeisterung schnell nach, wenn zum ersten Mal die Finger ins Spiel kommen. Was gut aussieht, muss sich nämlich nicht automatisch auch gut anfassen. Und auch Klavierlack kann billiges Plastik nicht tarnen. So fühlt sich der schillernde Bezug auf Armaturenbrett und Türtafeln an wie speckige Elefantenhaut, Chromelemente entpuppen sich als knatschige Kunststoffe, und das riesige, in die Mitte gerückte Anzeigeelement, das wie ein großer Flachbildschirm über dem Armaturenbrett thront, knistert unter seiner großen Hutze bei jeder Bodenwelle. Dafür ist die Ausstattung in Ordnung: Schon im Basismodell „Silver“ sind sechs Airbags, ESP und Zentralverriegelung an Bord. Wer „Gold“ bucht, bekommt Klimaanlage, CD-Radio und noblere Sitzbezüge, und ab „Platin“ gibt’s neben der Klimaautomatik und der Freisprecheinrichtung unter anderem Ledersitze und Alufelgen. Außerdem bieten die Italiener zahlreiche Extras von der Zweifarblackierung über den Tempomat und die Xenon-Leuchten bis hin zum Einpark-Automaten an.

Lancia Ypsilon: Schon gefahren

Im Juni kommt der neue Lancia Ypsilon a...  

Deutlich bulliger kommt er daher, der n...  

Der äußere Anschein ist dazu angetan, d...  

DruckenSenden26.05.2011 von Thomas Geiger

 
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