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Infiniti FX30d S: Seltenes Vergnügen

Die Premium-Marke von Nissan erfreute bisher BigMac und Scheich Omar. Jetzt können auch Österreicher im Inifiniti FX30d Platz nehmen. Mit dem empfehlenswerten Dieselmotor überwinden vielleicht manche die Schwelle.

zur FotoshowInfiniti
Ellenlange, mächtige Schnauze und ein hochsportiver kompakter Abgang: der Infiniti FX30d zieht empathische Blicke auf sich. 

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Die schöne Tochter von Nissan kam nach vollkommener Abwesenheit, wo sie sich in Amerika und Asien aufgehalten hat, schließlich auch nach Österreich. Infiniti bezog Quartier, stellte seine verheißungsvolle und vornehme Ware aus, aber nur Wenige wollten sie haben. Hierzulande zeigte man ihnen die kalte Schulter. Zu kostbar? Zu teuer? Möglich. In dieser Preisregion greift der Österreicher lieber zu gewohnter Kost. Die Marken Mercedes, BMW, Audi, Porsche, Jaguar, Range Rover und sogar Lexus, die sich über die Jahre zäh in den Rang des Überlegenswerten gearbeitet hat, scheinen dem Wunsch nach Status viel besser zu genügen als dieser Exote, den keiner kennt. Einmal abgesehen vom Imagefaktor tun das kleine Vertriebsnetz eines Marktanfängers und die dünne Werkstattstruktur ihr Übriges, aber der größte Brocken, der sich zwischen einen Infiniti und dem grundsätzlich willigen und experimentierfreudigen Kunden erhebt, ist das Fehlen eines Dieselmotors.

Diesel von Renault
Und da wir auch bei Kaufpreisen jenseits der 60.000 Euro auf den Cent schauen, stehen die Sportwagen, Cabrios, Limousinen und SUVs eher in den Schaufenstern als auf den Straßen. Bis jetzt. Dank Renault hielt ein V6 Diesel Einzug unter die langen Motorhauben, besonders den beiden SUVs, dem EX und dem noch mächtigeren FX wird dieser Umstand zu mehr Publikum verhelfen. Was sich Infiniti auch verdient. Der verkostete FX30d kann sich, was den Premiumgehalt betrifft, durchaus in eine Reihe mit Q7 und Konsorten stellen.

Martialischer Auftritt
Das Trumm von einem Auto zieht überwiegend emphatische Blicke auf sich, wenn sich auch die Betrachter scheu und fragend nähern, weil sie so ein seltenes Tier noch nie gesehen haben. Eine lang gestreckte Front wird von geschwungenen Kotflügeln flankiert, die Scheinwerfer liegen wie in funkelnden Wunden, davor öffnet sich der schwarze Schlund des Kühlers, das Dach strömt flach ins martialische Heck, das die optische Hauptlast auf die riesigen Hinterräder legt. Der FX schaut aus, als könnte er alle Cayennes in Grund und Boden fahren, was er mit 238 PS natürlich nicht vermag. Aber es geht sich dafür aus, der Fahrerin oder dem Fahrer ein Grinsen ins Gesicht zu malen, weil verdammt noch mal was weiter geht. Trotz der mehr als 2 Tonnen Lebendgewicht. Und trotz einer amerikanisch gestimmten Automatik, die herzanfallsfrei ruhig zu Werke geht. Oder vielleicht gerade deswegen, denn heftige Massenbewegungen erscheinen subjektiv radikaler, als sie den 8,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h tatsächlich sind. Und man kann das Rad noch schärfer drehen. Wählt man den „Sport“-Modus, schmiegt sich der große Scharfe so gewandt in Bergserpentinen, wie man es als Graf Bobby vom erhöhten Ledersitz aus nicht für möglich gehalten hat. Hier synchronisieren sich die aktive Hinterradlenkung und die elektronische Dämpferregelung zu einem verblüffend wohlklingenden Kammerorchester.

Beengter Luxus
Innen dominieren die klassischen Zutaten zum Luxusleben, nämlich Holz und Leder in knisterfreier Verarbeitung. Vorne arbeitet ein kleines Heer an E-Motoren an der idealen Sitzposition, alles ist automatisiert und gedämpft und geschliffen und poliert, aber dennoch fehlt ein letztes Alzerl auf den Schmelz des Interieurs der großen Deutschen oder des Range Rovers. Und nachdem die Japaner offenbar glauben, dass in einem FX30 keine Fondpassagiere mitfahren, fiel dieses Abteil eher beengend aus. Auch der Kofferraum ist nicht die große Nummer. Natürlich auf dem hohen Niveau des luftgefederten, edlen Ganzen. Etwas über 10 Liter Verbrauch im Schnitt wirken in Bezug auf die Vollausstattung und die Leistungsbereitschaft nicht zu viel, da nehmen Kleinere oft mehr. Das kann man beim Gesamtpreis nicht behaupten, wenn der Testwagen die 70.000 Euro-Hürde hurtig nimmt. Allerdings war hier vom Supersound bis zum Festplattennavi alles drin und dran, was Inifiniti so auf dem Kasten hat.

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DruckenSenden07.02.2011 von Andreas Hochstöger

 

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