Luxus wo man ihn nicht auf den ersten Blick erwartet. Dass sich Busfahren auch sehr angenehm erweisen kann, beweist der VW T5 Multivan Highline.
Neulich im Cafe Helga. Wir lauschen folgendem Monolog: Ich sage Ihnen, es ist die Hölle. Tagein, tagaus derselbe Zirkus. „Herr Pospisil, der Kevin hat mich an den Haaren gezogen!“ „Herr Pospisil, mir ist der Kakao runtergefallen und das pickt jetzt alles so.“ „Herr Pospisil, die Martha hat sich in die Hosen gemacht.“ „Herr Pospisil, sie fahren immer so wild, mir wird ganz schlecht. Schnell stehen bleiben!“ Seit 33 Jahren muss ich mir das als Schulbusfahrer anhören. Wenn es nach mir geht, könnten die ruhig mehr Ferien haben. Dann hab ich meine Ruh. Am Anfang war es halt ein Job, den man macht. Man denkt sich, da hängt schon viel Verantwortung dran, wenn man die Kinder von wildfremden Menschen anvertraut bekommt. Und man will ja, dass den Kleinen nichts passiert. Es war ja immer auch lustig mit den Kleinen und auch lieb zu sehen, wie sie größer werden und was aus ihnen wird. Aber das Geschrei und die Missgeschicke und das alles. Mit der Zeit stumpft man ab und hört das gar nicht mehr. Der größte Spaß war halt das Fahren mit dem VW-Bus.
Aufsteiger
Angefangen hab ich mit dem T2. Das war noch was – luftgekühlter Boxermotor hinten drin. Den Klang hab ich heute noch im Ohr. 1983 haben wir dann den T3 angeschafft. So richtig hat mir der „Eckige“ nie gefallen. Aber das war schon ein Sprung, vor allem was den Platz anging und angenehmer zu fahren war er natürlich auch. Noch Mal um ein Hauseck besser war es dann mit dem T4, gut zehn Jahre später. Und jetzt sind wir schon bei der fünften Generation angelangt. Kein Vergleich mehr mit den alten Modellen. Nur die Kinder sind nach wie vor gleich laut und um ein vieles frecher als früher. Aber damit ist jetzt endlich Schluss. Ab nächster Woche können sie mich gern haben. Dann hat sich das lange Butteln gelohnt und dass ich mir nie etwas zu schulden kommen lassen habe. Ab Montag darf ich den neuen T5 Multivan Highline fahren und dann bin ich nicht mehr kleiner Schulbusfahrer, sondern Business-Shuttle-Chauffeur.
Ein Traum
Den neuen T5 hab ich ja schon fahren dürfen und ich sage Ihnen: „Ein Traum!“ Das hat nix mehr mit Transporter zu tun, das ist schon Luxusklasse. Leder von der feinsten Sorte und ein Fußbodenteppich, da würde mein Vorleger im Wohnzimmer vor Neid erblassen. Holzeinlagen müssen natürlich auch sein. Das schaut echt edel aus. Und was der alles drauf hat. Ganz hinten hast Du eine Sitzbank, da könntest Du Dich auch kurz mal hinlegen und schlafen, wenn Du willst. Unter den Sitzen hast Du Schubladen, wo alles Mögliche reinpasst, wenn mal der Kofferraum zu klein werden sollte. Die Sitzbank lässt sich ganz einfach auf den Metallschienen verschieben, je nachdem wie viel Platz man haben will. Vor der Rückbank ist keine simple Dreiersitzbank wie in den anderen Bussen, sondern da sind zwei Einzelsitze. Natürlich auch mit feinstem Leder und Armlehnen. Da sitzt man nicht, da thront man. Und jetzt kommts: Man kann ganz normal sitzen und nach vorne rausschauen, oder, wenn man will, die zwei Sitze auch umdrehen und sich mit den hinteren Passagieren unterhalten. Die Geschäftsleute brauchen das halt. Ich würde mir einen Tisch reinstellen. Den gibt´s ja als Extra um nicht einmal 200 Euro. Dann kannst Du mit der Familie auf Urlaub fahren und musst nicht teuer bei irgendeinem Wirten essen gehen, sondern speist im eigenen Auto. Oder ich pack meine Haberer zusammen und wir spielen einen gepflegten Bauernschnapser im Bus.
Spaß an der Arbeit
Aber ich schweif schon wieder ab. Das Auto ist ja zum Arbeiten da und als Fahrer hat man es im VW T5 Multivan Highline, so heißt das Ding nämlich, wirklich gut. Da macht das Arbeiten wieder richtig Spaß. Über die 50 PS im T2 kann ich da nur mehr milde lächeln. 180 PS bringt der neue Common-Rail-Dieselmotor mit Biturbo auf die Straße. Da geht was weiter sag ich Ihnen, fast wie in einem Sportwagen. Und der ist so leise, kein Vergleich, selbst mit dem bisherigen Pumpe-Düse-Motor im alten T5. Da musst Du schon wirklich aufpassen, dass Du es nicht übersiehst und beim Beschleunigen auf der Autobahn über der 130er-Marke bist.
Warum Herr Pospisil neuerdings Automatik mag, was ihm noch fehlt zum Glücklichsein und warum er um manche Parkgarage lieber einen Bogen macht, lesen Sie auf Seite 2.