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Intensiv-Tests

Mercedes S 400 Hybrid: Großer mit kleinem Verbrauch

Dass sich der Motor im Stillstand von selbst abstellt, ist ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal zur herkömmlichen S-Klasse. Nähert man sich beispielsweise an eine rote Ampel oder das Ende eines Staus wird bereits ab Unterschreiten einer Geschwindigkeit von 15 km/h der Motor abgestellt. Geht der Fuß von der Bremse springt der Motor sanft und prompt wieder an. Dadurch kann man sich nochmals ein deutliches Schluckerl Sprit sparen. Im Test hat sich allerdings gezeigt, dass die Start-Stopp-Funktion einige Zeit braucht, bis sie funktionsbereit ist, nämlich erst wenn der Motor warm ist. Wer nur Kurzstrecken zurücklegt, kommt eher selten in den Genuss des Sparprogramms.

Benziner mit einer Reichweite von knapp 1000 km
Nichtsdestotrotz kann der S 400 Hybrid aber einen deutlichen Verbrauchsvorteil im Alltag ausspielen. Den Sprung unter die Acht-Liter-Marke haben wir im Test zwar nicht geschafft. 8,5 Liter durften es aber auf einer selektiven Strecke mit Stadt- und Überlandanteil sein, neun Liter, wenn man seine Fahrgewohnheiten nicht großartig auf vorausschauende Fahrweise ausrichtet und 11,5 Liter auf Kurzstrecken in der Stadt. Dank des 90-Liter-Tanks kann man sich nun also auch als Fahrer eines Benziners über eine Reichweite von knapp 1000 km freuen.

Navigationssystem inklusive
Als Knauser kann der Mercedes-Benz S 400 Hybrid natürlich nur in Bezug auf den Spritverbrauch bezeichnet werden. Ansonsten lässt die Oberklasselimousine nichts an Komfort und Luxus vermissen. Manches will natürlich durch Ankreuzen in der Optionenliste extra bezahlt werden. Allerdings bekommt man im Hybridmodell im Unterschied zur Basisausstattung zusätzlich und ohne Aufpreis das Navigationspaket (Festplatten-Navi, 7,2 GB Speicher für Audiodateien, Geschwindigkeitslimit-Assistent, Sprachsteuerung), eine Schnittstelle für externe Audiogeräte, das LED-Lichtpaket (LED-Tagfahrlicht und Blinker, Intelligent Light System und Fernlicht-Assistent), Reifendruckkontrolle und Ambientebeleuchtung dazu.

Ledersitze lassen Lounge-Möbel vor Neid erblassen
Im von uns getesteten S-Klasse-Modell nimmt man auf feinen Ledersitzen, die vorne und auch im Fond elektrisch verstellbar sind und vorne eine Klimatisierungsfunktion haben, Platz. Das Gestühl passt wie angegossen und ließe so manches Lounge-Mobiliar vor Neid erblassen. Der restliche Innenraum kann natürlich auch durch edle Materialien und feine Verarbeitung glänzen. Am Holz als Dekorelement kommt man nicht umhin, dafür hat man die Auswahl an unterschiedlichen Holzarten.

Komfort bei Ausstattung und beim Fahren
Der noble und komfortbetonte, optische Eindruck bestätigt sich auch beim Fahren. Wer denkt, dass diese reichhaltig ausgestattete und mit Hybridantrieb ausgerüstete S-Klasse schwerfällig ist, wird positiv überrascht. Die 299 PS des Antriebs haben kein Problem mit den 1955 kg Leergewicht. Die Lenkung ist leichtgängig und verlangt von den Armen keine Sonderschicht in der Muskelbude. Die serienmäßige Luftfederung leistet ihren Teil, dass beim Fahren mehr ein Gefühl von Schweben überwiegt. Und auch von den Abmessungen braucht man sich nicht abschrecken lassen. Im Innenraum genießt man gute Übersicht und nimmt die Länge von 5,10 m sowie die Breite von 2,12 m (inkl. Außenspiegel) gar nicht als so ausladend wahr.

Fazit
Mit diesen feinen Komfortwerten und den ansprechenden Fahrleistungen bei gleichzeitig deutlicher Spritersparnis darf man als potenzielle S-Klasse-Käufer einen genaueren Blick auf den S 400 Hybrid werfen. Auch wenn man technisch nicht beschlagen ist, muss man sich nicht vor Hybridantrieb scheuen. Im Fahrbetrieb merkt man ohnehin relativ wenig davon. Bei den Anschaffungskosten hat Mercedes-Benz sehr fair kalkuliert. Mit 93.600 Euro rangiert er nur knapp 2000 Euro über dem Benzin-Einstiegsmodell S 350. Unmittelbare Konkurrenz muss der S 400 Hybrid auch nicht scheuen. Bisher gibt es nur den Lexus LS 600h mit Hybridantrieb. Der kostet allerdings im günstigsten Fall 125.214 Euro. Mit dem S 400 Hybrid ist das Kapitel Hybridantrieb übrigens für Mercedes-Benz noch lange nicht abgeschlossen. Vollhybridmodelle, Versionen mit der Kombination von Dieselmotor und Elektroantrieb und Plug-In-Hybride sind bereits in Planung.

Mercedes S 400 Hybrid: Chef unter Strom

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DruckenSenden24.02.2010 von Thomas Weibold

 
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Fahrspaß:

Mercedes-Benz  S  400 Hybrid

Preis: 93.600 Euro
Motor: V6-Benzinmotor plus Elektromotor
Hubraum: 3498 ccm
Leistung: 205 kW/279 PS + 15 kW/20 PS bei 600 U/min
Vmax: 250 km/h abgeregelt
0 -100 km/h: 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h
CO2: 189 g/km
MVEG-Verbrauch: 7,9 Liter pro 100 km
Maße/Gewichte: 1955 kg
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